Alcañiz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gemeinde Alcañiz
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Alcañiz
Alcañiz (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Teruel
Comarca: Bajo Aragón
Koordinaten 41° 2′ N, 0° 7′ W41.033333333333-0.11666666666667381Koordinaten: 41° 2′ N, 0° 7′ W
Höhe: 381 msnm
Fläche: 472,1 km²
Einwohner: 16.384 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 34,7 Einw./km²
Postleitzahl: 44600
Gemeindenummer (INE): 44013 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Amor Pascual (Izquierda Unida)
Webpräsenz der Gemeinde

Alcañiz ist eine Stadt in der Provinz Teruel in der Autonomen Region Aragonien, Spanien. Der Ort liegt am Fluss Guadalope 160 km nordöstlich der Provinzhauptstadt Teruel und 105 km südöstlich von Saragossa.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes lässt sich bis zu einer römischen Befestigungsanlage oberhalb des mäandrierenden Guadalope zurückverfolgen. Die Gegend wurde 1119 während der Rückeroberung der iberischen Halbinsel von den Mauren durch König Alfons I. von Aragón zunächst für die Christen zurückgewonnen. Endgültig wurden die Mauren jedoch erst unter Alfons II. aus der Gegend vertrieben. Dieser belehnte den Ritterorden von Calatrava mit der Burg.

Nach dem Tod von König Martin I. im Jahr zuvor trat 1411 hier das "Parlament der Eintracht" zur Wahl eines Nachfolgers zusammen. Seit der Wahl Ferdinand I. zum neuen Herrscher Aragóns trägt Alcañiz den Zusatz "Ort der Eintracht". In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts unterstützte man Philipp IV. von Spanien bei der Bekämpfung der katalanischen Sezessionsbewegung, wodurch Alcañiz 1652 die Stadtrechte verliehen wurden.

Nach der Invasion Spaniens durch Frankreich wurde Alcañiz in einer blutigen Schlacht durch die Franzosen erobert, die diese anschließend plünderten und brandschatzten. Versuche die Stadt zurückzuerobern scheiterten jedoch, und erst 1813 konnte die französische Besetzung beendet werden.

Im Jahre 1838 kam es während des Karlistenkrieges erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Gegen Ende 19. Jahrhunderts bildete sich eine kleine Oberschicht und infolge der wirtschaftlichen Blüte erreichte die Eisenbahn Alcañiz 1895.

Während der Spanischen Republik und zu Beginn des Bürgerkrieges war die Stadt eine Hochburg der CNT. Im Rahmen der Vorbereitung der Aragonoffensive wurde Alcañiz Anfang März 1938 von italienischen Fliegereinheiten Francos bombardiert und nach Eroberung der Gegend durch die Nationalspanier zur Mitte des gleichen Monats wurden die beiden außerhalb im Westen gelegenen Flugplätze umgehend von den nationalen Fliegerkräften genutzt. In Puig Moreno (nördlich der heutigen N232) lagen spanische und italienische Staffeln, die deutsche Legion Condor nutzte den Platz La Salada (westlich der N211).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alcañiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).