Alcalá de Guadaíra

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Gemeinde Alcalá de Guadaíra
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Alcalá de Guadaíra
Alcalá de Guadaíra (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Sevilla
Koordinaten 37° 20′ N, 5° 51′ W37.333333333333-5.8546Koordinaten: 37° 20′ N, 5° 51′ W
Höhe: 46 msnm
Fläche: 287 km²
Einwohner: 73.876 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 257,41 Einw./km²
Postleitzahl: 41500
Gemeindenummer (INE): 41004 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Antonio Gutiérrez Limones (PSOE)
Webpräsenz der Gemeinde
Burg in Alcalá de Guadaíra
Ermita de San Roque
Kirche Santiago
Mühle am Fluss

Alcalá de Guadaira ist eine spanische Stadt in der Provinz Sevilla der Region Andalusien.

Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt 15 km südöstlich von Sevilla, am Fluss Guadaira und am Ende der Alcores, einer Erhebung im Flachland des Guadalquivir. Bevölkerung: 73.876 Einwohner (Stand 1. Januar 2013).

Geschichte[Bearbeiten]

Alcalá wird wohl schon in prähistorischer Zeit Siedlungsraum gewesen sein. Als römisches Kastell gegründet, wurde unter den Almohaden die große Burganlage errichtet, von welcher der gesamte Ort seinen Namen hat (al-Qalat = arab. Burg). Als Schlüsselposition für den Zugang zur Stadt Sevilla wurde die Anlage nach und nach zu einer der größten in ganz Andalusien ausgebaut. König Ferdinand III. konnte Stadt und Burg 1246 ohne große Kampfhandlungen einnehmen. Alcalá wurde durch die Reconquista Teil des christlichen Kastilien. Die strategische Bedeutung Alcalás für Sevilla trat zurück hinter die wirtschaftliche. Schon in arabischer Zeit wurden am Fluss mehrere Mühlen betrieben. Die Stadt versorgte die Metropole mit Brot und wurde „Alcalá de los panaderos“ (Alcalá der Bäcker) genannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung wuchs in den letzten Jahren stark an.

1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2009
56.225 56.743 57.206 57.830 58.351 59.807 61.063 63.237 64.990 66.089 70.155

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde Alcalá ist heute eine der ökonomisch aktivsten Zonen in ganz Andalusien. Zu den traditionellen Olivenöl- und Brotfabriken kamen seit den 1960er Jahren alle möglichen Unternehmungen dazu, bis hin zur Panzerproduktion. Alcalá ist die Gemeinde in der Provinz Sevilla (vielleicht sogar in ganz Andalusien) mit dem höchsten Energieverbrauch. Die Kommune hat in den letzten 15 Jahren gewaltiges ökonomisches Wachstum erfahren; das wirkte sich positiv aus auf die bisher sehr hohe Arbeitslosigkeit und wurde begleitet durch eine systematische Renovierung und Verschönerung des alten Stadtkerns. In Alcalá wird auch der Albero abgebaut, der orange-rote Sand, der in Stierkampfarenen überall auf der Welt exportiert wird.

Leben in Alcalá[Bearbeiten]

Im Vergleich zum quirligen Sevilla ist es in Alcalá recht ruhig. Es ist aber auch sehr viel preiswerter. Ein paar tapas bekommt man in vielen Bars; gute Restaurants und Konditoreien sind ebenfalls vorhanden. Mit dem Parque Oromana am Fluss Guadaira verfügt Alcalá über ein besonders schönes Naherholungsgebiet, das im 19. Jahrhundert schon eine ganze Schule von Malern anzog und jetzt wieder sehr gepflegt wird - obwohl der Fluss nach wie vor stark belastet ist von der Olivenölproduktion.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Castillo arabe mit seinem Festungsring und den Türmen (wird seit kurzer Zeit restauriert und z.T. rekonstruiert), die Kirchen Santa Maria del Àguila (im Castillo), Santiago, San Sebastián (beide 15./16. Jahrhundert) und die Ermita de San Roque; die arabischen Mühlen am Fluss Guadaira; die Brücke Karls III.; das Gebiet Gandul mit der Nekropole.

Sport[Bearbeiten]

2008 wurde der Dreiband-Weltcup, ein bedeutendes Carambolage-Turnier, als Abschluss der Turnierserie in der Stadt abgehalten. Sieger war der Niederländer Dick Jaspers, der den Titelverteidiger aus Schweden Torbjörn Blomdahl im Finale mit 3:1 schlug.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Hervorgehend aus einem Jugendaustausch, der 1990 begann, wurde im Jahr 1997 ein Partnerschaftsvertrag mit der Gemeinde Stuhr in Niedersachsen unterzeichnet.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alcalá de Guadaíra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).