Aldabra

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Aldabra
NASA-Bild von Aldabra
NASA-Bild von Aldabra
Gewässer Indischer Ozean
Archipel Aldabra-Gruppe
Geographische Lage 9° 25′ S, 46° 22′ O-9.422546.365277777778Koordinaten: 9° 25′ S, 46° 22′ O
Aldabra (Seychellen)
Aldabra
Anzahl der Inseln 4 Hauptinseln
+ zahlreiche kleine und kleinste Inseln
Hauptinsel West Island
Landfläche 155 km²
Lagunenfläche 224 km²
Einwohner (unbewohnt)
Topographische Karte (franz.)
Topographische Karte (franz.)

Aldabra ist das größte Atoll des Indischen Ozeans. Es gehört politisch zu den Seychellen und ist Teil der Aldabra-Gruppe, die zu den Outer Islands gehört. Es steht unter strengem Schutz und hat deshalb seine ursprüngliche Flora und Fauna weitgehend bewahren können.

Geographie[Bearbeiten]

Aldabra besteht aus den vier Hauptinseln Picard (West Island, 9,4 km²), Polymnie (Polymnieli, 4,75 km²), Malabar (Middle Island, 26,8 km²) und Grand Terre (South Island, 116,1 km²) und erstreckt sich über eine Länge von 34 km und eine Breite von 14,5 km mit einer Landfläche von 155,4 km². Die Fläche der Lagune misst 224 km². Aldabra erhebt sich nur geringfügig, maximal acht Meter, über den Meeresspiegel, weshalb es während vergangener Warmzeiten in der Erdgeschichte wiederholt komplett vom Meer überspült wurde. Zuletzt geschah dies während der Eem-Warmzeit vor etwa 120.000 Jahren.

Während die vier größten Inseln den äußeren Ring des Atolls (zusammen mit einigen kleinen Inseln zwischen South und Polymnie) markieren, gibt es mehrere kleine und kleinste Inseln in der Lagune. Dazu gehören Île Michel (Coconut Island) im Osten mit 0,34 km² und Île Esprit (Euphrates Island) im Westen mit 0,41 km².

Die Verfassung der Seychellen listet insgesamt 46 Inseln für das Aldabra-Atoll auf.[1]

Welterbe[Bearbeiten]

1982 wurde Aldabra von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Berühmt sind vor allem die Aldabra-Riesenschildkröten (Dipsochelys dussumieri). Auf dem Aldabra-Atoll wurden 97 Vogelarten bestimmt, darunter neben vielen Seevögeln auch 13 Landvogelarten wie die Weißkehlralle (Dryolimnas cuvieri aldabranus), der Malegassen-Nektarvogel (Cinnyris sovimanga), der endemische Aldabra-Drongo (Dicrurus aldabranus) und der Seychellenweber (Foudia sechellarum), sowie bis zu seinem Aussterben der endemische Aldabrabuschsänger (Nesillas aldabranus). Auch der selten gewordene Dickschnabelreiher brütet hier.[2] Die Aldabra-Schnecke war seit 1997 verschollen, wurde jedoch 2014 bei einer Bestandsaufnahme wiedergefunden. Aldabra ist bis auf wenige Menschen, die zum Schutze des Atolls dort leben, unbewohnt. Es ist jedoch möglich, von vorbeifahrenden Schiffen aus Tagesausflüge zu unternehmen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aldabra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • David R. Stoddart (Hrsg.): Ecology of Aldabra Atoll, Indian Ocean. Atoll Research Bulletin 118, 15. November 1967 (online: PDF (7,9 MB))
  • David R. Stoddart: Place Names of Aldabra. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Series B, Biological Sciences , Vol. 260, No. 836, A Discussion on the Results of the Royal Society Expedition to Aldabra 1967-68 (Mar. 4, 1971), S. 631-632

Quellen[Bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Constitution of the Republic of Seychelles; Schedule 1, Part 1, Islands of the Seychelles Archipelago, Coralline Islands, Aldabra Group, Aldabra Atoll, S. 133-136, abgerufen am 13. Juni 2013
  2. James A. Kushlan & James A. Hancock: Herons. Oxford University Press, 2005, ISBN 0-19-854981-4, S. 247