Aldi

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen italienischen Maler siehe Pietro Aldi.
Aldi
Logo Aldi Nord Logo ALDI Süd
Rechtsform GmbH & Co. oHG
Gründung 1913 (Aufspaltung in Nord und Süd 1960)[1]
Sitz Essen (Aldi Nord),
Mülheim an der Ruhr (Aldi Süd)
Leitung Marc Heußinger (Aldi Nord),
Norbert Podschlapp (Aldi Süd)
Mitarbeiter 23.021 (Aldi Nord)[2]

26.193 (Aldi Süd)[2]

Umsatz 9,95 Mrd. EUR (Aldi Nord)[2]

12,5 Mrd. EUR (Aldi Süd)[2]
52,8 Mrd. EUR (Aldi-Gruppe gesamt, international)[2]

Gewinn 295 Mio. EUR (Aldi Nord)[2]

460 Mio. EUR (Aldi Süd)[2]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn

Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.aldi.com
Stand: 31. Dezember 2010 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2010
historisches Logo
Ursprungs-Aldi in der Huestraße 89 in Essen-Schonnebeck (2006)
Albrecht-Stammhaus 1958 in Essen
Albrecht-Filiale in Memmingen, Ende der 1960er Jahre

Aldi ist der Kurzname der beiden weltweit operierenden deutschen Discounter-Konzerne Aldi Nord und Aldi Süd. Der Name Aldi ist eine Abkürzung und steht für Albrecht Diskont (Nord) bzw. Albrecht Discount (Süd).

Unternehmen[Bearbeiten]

Anfänge 1913–1945[Bearbeiten]

Karl Albrecht sen. (1886–1943), der Vater von Theo (1922–2010) und Karl Albrecht (1920-2014), war ein gelernter Bäcker, bis er aus gesundheitlichen Gründen diese Arbeit aufgeben musste. Im Frühjahr 1913 machte er sich als Brothändler selbstständig und seine Frau Anna Albrecht (geb. Siepmann) eröffnete unter dem Namen ihres Mannes am 10. April 1913 einen Tante-Emma-Laden in Essen-Schonnebeck (Huestraße 89). Brot bezog Anna Albrecht von der Brotfabrik Stauffenberg (bis heute ein Lieferant von Aldi). Wein wurde damals noch aus Fässern in Flaschen abgefüllt, Zucker und Mehl gab es aus Säcken.

Nachkriegszeit 1945–1960[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen Karl und Theo 1945 den elterlichen Betrieb.[3] Sie expandierten immer mehr und eröffneten 1953 das erste Zentrallager mit Bürogebäude in Essen-Schonnebeck. 1955 hatte die damalige Albrecht KG schon 100 Filialen (alle in Nordrhein-Westfalen).[3]

Aufteilung 1960 in Aldi Nord und Aldi Süd[Bearbeiten]

1960, im Jahr der Aufteilung in Aldi Nord und Aldi Süd,[1] waren es bereits 300 Läden in West-Deutschland[3] mit einem Umsatz von 90 Mio. DM. Zu dieser Zeit existierten bereits zwei getrennte Zentralbetriebe mit Verwaltung und Zentrallager (von Theo Albrecht in Herten für Aldi Nord, von Karl Albrecht in Mülheim an der Ruhr für Aldi Süd). In Mülheim am Heifeskamp wurde bereits 1960 eine Kaffee-Rösterei betrieben, die noch heute existiert.

Durch die in Westdeutschland aufkommende Selbstbedienung im Vertriebstyp Supermarkt stagnierten Anfang der 1960er Jahre auch bei den Albrecht-Brüdern die Umsätze in den etwa 300 sehr kleinen Bedienungsläden (auch Stubenläden genannt). Dieser Vertriebstyp hatte keine Zukunft mehr und verlor Umsätze an Supermarktketten wie Kaiser’s, Hill, Bolle, Deutscher Supermarkt, Konsum etc. Karl und Theo Albrecht wandten sich ab 1960 ebenfalls dem Vertriebstyp Supermarkt zu und experimentierten mit etwa 20 bis 30 Albrecht-Supermärkten. Die Läden hatten eine Verkaufsfläche von etwa 150 bis 200 m² und führten neben einem mittelgroßen Sortiment von Trockenwaren auch Frischwaren wie Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Wurstwaren und Frischfleisch (bei Frischfleisch stützten sich die Albrecht-Brüder auf einen sachkompetenten Partner, die Großfleischerei RUOS aus Essen). Der Test mit diesen Albrecht-Supermärkten scheiterte, da er weder in den Ladengrößen noch in der Sortimentsvielfalt der inzwischen davongeeilten Supermarkt-Konkurrenz ebenbürtig war. Diese noch unter dem roten Albrecht-Logo getesteten Märkte wurden bald wieder geschlossen bzw. konnten kurze Zeit später nach Umgestaltung auf Aldi-Discount genutzt werden.

Ein weiterer, ebenfalls nicht erfolgreicher Ausweg wurde 1961 durch einen Test mit dem aus den USA kommenden Vertriebstyp Cash & Carry an den Standorten Neuss und Mülheim/Ruhr unter dem Logo ALIO gestartet. Dieser Test erscheint aus heutiger Sicht ebenfalls als eher halbherzig, denn mit nur etwa 2000 bis 3000 m² Verkaufsfläche konnte Alio sich nicht gegen die bereits etablierte C&C-Konkurrenz, wie z. B. gegen die Märkte des damaligen Marktführers und Hauptkonkurrenten RATIO in Bochum und Münster, durchsetzen, die etwa zehnfache Fläche und viel größeres Sortiment hatten.

Das Unternehmen Albrecht befand sich also 1961/62 in einer Krise, aus der die Tests mit Supermärkten und Cash & Carry-Märkten keinen Ausweg gebracht hatten. Unter dem Zwang zur Neuorientierung entwickelten Karl und Theo Albrecht die Idee Lebensmittel-Discount; sie gaben ihren Läden dieser für Europa völlig neuen Vertriebsform den Namen ALDI (AL-brecht DI-scount).[3]

Der betriebswirtschaftliche Grundgedanke zu diesem neuen Vertriebstyp lässt sich mit dem Satz „Discount ist die Kunst des Weglassens“ umschreiben. Im Vergleich zu den damals marktführenden Supermärkten ließen die Brüder Albrecht eine ganze Reihe der damals üblichen Dienstleistungs-Funktionen der Einzelhandels-Distribution einfach weg. Aldi-Fazit: Keine breiten und tiefgestaffelten Sortimente (nur schnelldrehende Grundnahrungsmittel, keine Doubletten), keine leicht verderblichen Frischwaren (damit keine kostenintensive Warenpflege, keine Bedienung, keine teuren Kühlmöbel, geringer Energieverbrauch), kein Preisetikett auf jedem Artikel (die Kassiererinnen hatten die Preise, zusammengefasst in relativ wenigen Preisgruppen, auswendig zu lernen, später über PLU-Nummern aufzurufen), kein Auspacken der Ware (verkauft wurde aus den aufgeschnittenen Versandkartons), keine teure Ladeneinrichtung (verkauft wurde von Paletten oder selbstgefertigten Holzregalen), keine Ladendekoration und Werbung, kein Kreditverkauf, keine damals üblichen Rabattmarken. Das knapp bemessene Filial-Personal wurde für alle anfallenden Arbeiten ausgebildet, so dass dieses bei hoher Arbeitsdichte ständig ausgelastet war. Dieses Weglassen von wesentlichen Einzelhandelsfunktionen brachte den Aldi-Märkten große Kostenvorteile gegenüber der Supermarkt-Konkurrenz. Diese Kostenvorteile ermöglichten es Aldi, trotz eines von Anfang an gut kalkulierten Gewinns den Verbrauchern große Preisvorteile zu bieten.

Die ersten Versuche mit solchen Discount-Läden fanden 1961 im Raum Dortmund und Bochum statt. In Serie ging der Vertriebstyp „Discount“ bei Aldi Süd (Leitung Horst Steinfeld, Geschäftsführer Aldi Mülheim). Die Organisation der Eröffnungen und die Führung dieser ersten Aldi-Filialen verantwortete Walter Vieth (damals Leiter des Bezirks westliches Ruhrgebiet/Niederrhein). Unter Verwertung ehemaliger Albrecht-Supermärkte wurden ab Juni 1962 im Wochenrhythmus und in dieser Reihenfolge die ersten ALDI-Discountmärkte eröffnet: Dinslaken (Neustraße), Walsum (Friedrich-Ebert-Straße), Bocholt (Nordstraße) und Wesel (Hohe Straße).

Die Verbraucher nahmen die neuen, sehr preiswerten ALDI-Märkte in kürzester Zeit an. Die Umsatzleistung pro Mitarbeiter war fast zehnmal höher als die in den ALBRECHT-Supermärkten. Die Umsatz- und Renditewerte der ersten Serienmärkte und die schnelle Akzeptanz dieser Läden bei den Verbrauchern waren so überzeugend, dass die Albrecht-Brüder wenige Monate nach Eröffnung dieser ersten Märkte in die überregionale Multiplikation gehen konnten. Das für diese wohl einmalige Expansion notwendige Kapital erwirtschaftete das Discount-System selbst. Durch den raschen Warenumschlag (circa 10 Tage — "Schnelldreher"), die Barzahlung in den Läden und das übliche Zahlungsziel bei den Herstellern (30 Tage) war stets genügend Liquidität vorhanden, die Expansion ohne Bankkredite zu finanzieren.

Karl und Theo Albrecht gelang mit der Idee Aldi die wohl erfolgreichste Einzelhandels-Innovation des 20. Jahrhunderts. Aldi ist bis heute (2014) Marktführer in Deutschland und weiteren Ländern. Sortiment und Filialgröße wurden vorsichtig erweitert; das Prinzip „Discount ist die Kunst des Weglassens“ gilt nach wie vor.[4]

Organisation[Bearbeiten]

1960 haben Karl und Theo Albrecht die Stammfirma Albrecht KG in Aldi-Nord (Theo) und Aldi-Süd (Karl) getrennt. 1960 schied auch die Mutter der Gebrüder Albrecht als Gesellschafterin aus. Die beiden Konzerne sind freundschaftlich verbunden und treten gelegentlich gemeinsam auf, z. B. mit gemeinsamen Handelsmarken, gegenüber Lieferanten und im Internet. Das Bundeskartellamt[5] betrachtet Aldi Nord und Aldi Süd als „faktischen Gleichordnungskonzern“ im Sinne von § 18 Abs. 2 Aktiengesetz (Deutschland). Rechtlich, organisatorisch und seit 1966 auch finanziell sind beide Konzerne ansonsten als GmbH & Co. oHG unabhängig. Die Regionalgesellschaften sind als GmbH & Co. KG organisiert.

Deutschland[Bearbeiten]

Der sogenannte „Aldi-Äquator“

Zurzeit besteht Aldi Nord aus 37 rechtlich selbständigen Regionalgesellschaften mit etwa 2520 Filialen und Aldi Süd aus 31 Gesellschaften mit circa 1791 Filialen in West- und Süddeutschland. Die Grenze zwischen Aldi Nord und Aldi Süd (auch Aldi-Äquator genannt) verläuft vom Westmünsterland über Mülheim an der Ruhr, Wermelskirchen, Gummersbach (in Gummersbach gibt es Nord- und Süd-Filialen),[6] Siegen (in Siegen gibt es Nord- und Süd-Filialen, weil die Autobahn 45 die Grenze bildet), Marburg, nach Osten bis nördlich von Fulda. Ostdeutschland ist (bis auf eine Filiale im thüringischen Sonneberg, die aus Bayern beliefert wird) vollständig Aldi-Nord-Gebiet. Den Regionalgesellschaften, die als Kommanditgesellschaften (GmbH & Co. KG) geführt werden, steht jeweils ein Geschäftsführer vor. Dieser legt der Geschäftsleitung in Essen (Aldi-Nord) bzw. Mülheim an der Ruhr (Aldi-Süd), welche als Kommanditist auftritt, Rechenschaft ab.

Es gibt mehrere Tochtergesellschaften der beiden Aldi-Konzerne, die zentrale Aufgaben wie Einkauf und Immobilienverwaltung übernehmen, beispielsweise die Aldi Einkauf GmbH & Co. oHG.

Die Regionalgesellschaften haben ihren Sitz zumeist außerhalb der größeren Ballungszentren; sie liegen meist nahe einem Autobahnanschluss, damit die Ware effizient zu den Filialen transportiert werden kann.

*Regionalgesellschaft ohne direktes Zentrallager

Aldi besitzt eigene Kaffeeröstereien. Aldi Nord betreibt diese in Weyhe und Herten; die Röstereien von Aldi Süd sind in Mülheim an der Ruhr und in Ketsch.

Österreich[Bearbeiten]

Aldi-Süd-Logo mit Hofer-Schriftzug
Hauptartikel: Hofer KG

Die von Helmut Hofer im Jahre 1962 gegründete Filialkette Hofer wurde 1967 von Aldi Süd übernommen.[7]

Sie firmiert seitdem als Hofer. Das Aldi-Süd-Konzept wurde nach und nach umgesetzt. Das Hofer-Logo gleicht dem Logo von Aldi-Süd (siehe Foto).

International[Bearbeiten]

Aufteilung von Aldi in Europa:
  • Aldi Nord
  • Aldi Süd
  • ehem. Aldi Süd in Griechenland
Aldi Marché, Frankreich
Aldi Marked, Dänemark
Aldi-Schild in Baltimore, USA

Die Aldi-Gruppe betrieb 2010 rund 8000 Filialen in Europa und etwa 1500 Filialen in Australien und den USA.[2]

Aldi Nord ist zuständig für Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Dänemark und Polen. In den USA betreibt die Markus-Stiftung, zu der Aldi Nord gehört, seit 1979 die Lebensmittel-Einzelhandelskette Trader Joe’s.

Aldi Süd kümmert sich um die Märkte in Österreich, Großbritannien, Irland, den USA, Australien, der Schweiz, Slowenien und Ungarn.

Während Aldi Nord seine niederländischen und belgischen Tochtergesellschaften Combi und Lansa mittlerweile in Aldi umfirmiert hat, ist Aldi Süd um regional gefärbte Marktauftritte bemüht und tritt in Deutschland explizit als Aldi Süd, in der Schweiz als Aldi Suisse und in Österreich und Slowenien als Hofer auf.

Land Name Aldi-Konzern seit Anzahl der Filialen (ca.)
Deutschland Aldi Nord 1960[1] 2520[2]
Aldi Süd Süd 1960[1] >1800[1]
USA Aldi Süd 1976[8] >1200[1]
Frankreich Aldi Nord 1988 919[2]
Niederlande Aldi Nord 1975 493[2]
Belgien Aldi Nord 1973 452[2]
Österreich Hofer Süd 1968 >438 [2]
Vereinigtes Königreich Aldi Süd 1990 550
Dänemark Aldi Nord 1977 255[2]
Australien Aldi Süd 2001 280[2]
Spanien Aldi Nord 2002 247[2]
Schweiz Aldi Suisse Süd 2005 169[2]
Irland Aldi Süd 1998 >90
Slowenien Hofer Süd 2005 67[9]
Luxemburg Aldi Nord 1990 13[2]
Polen Aldi Nord 2008 58[2]
Portugal Aldi Nord 2006 31[2]
Ungarn Aldi Süd 2008 94[1]

In den Vereinigten Staaten konnten 2008 990 Filialen unter Aldi-Süd Landeschef Jason Hart ihren Umsatz um 21 % auf etwa 7 Mrd. US-Dollar steigern. Aldi-Süd gab im Januar 2009 Expansionspläne bekannt, die die Neueröffnung von 75 Filialen vorsahen. Die erste Aldi-Süd Filiale in New York entstand im Stadtteil Queens.[10]

2012 haben in Großbritannien die dortigen fast 500 Filialen einen Umsatz von 3,9 Milliarden britische Pfund (4,65 Milliarden Euro) erwirtschaftet.[11]

Griechenland: Mitte 2010 wurde bekannt, dass Aldi Süd einen Käufer für seine griechischen Filialen sucht. Inzwischen sind alle Filialen geschlossen; dies war das erste Mal, dass Aldi Süd sich aus einem Land zurückzog.[12]

Sonstige Konzepte[Bearbeiten]

Tausendundeine Gelegenheit in Mannheim

Im Mannheimer Stadtteil Waldhof erprobte Aldi Süd ein neues Marktkonzept mit dem Namen Tausendundeine Gelegenheit. In dem am 4. April 2005 eröffneten Laden wurden nicht abgesetzte Schnäppchenprodukte (Aldi-Aktionsware) zu nochmals stark ermäßigten Preisen verkauft. Da sich das Konzept jedoch nicht bewährte, wurde der Laden am 30. Juni 2007 wieder geschlossen.

Finanzen[Bearbeiten]

Umsätze und Erträge der Gruppe wurden bis zum Jahr 2000 nicht veröffentlicht. Seit dem Jahr 2001 werden die Zahlen zumindest für die Gesellschaften Nord im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Umsatz 2010 in Deutschland betrug 22,5 Mrd. € (Aldi Nord: 9,95 Mrd. €; Aldi Süd 12,5 Mrd. €), der weltweite Umsatz betrug 52,8 Mrd. Die Umsatzrendite betrug 2010 in Deutschland 3,0 % (Aldi Nord) bzw. 3,7 % (Aldi Süd).[2]
Aldi Nord und Aldi Süd sind vollständig in Familienbesitz. Die Kapitalausstattung wird als sehr solide bezeichnet; nach eigenen Angaben hat Aldi keine Verbindlichkeiten. Soweit bekannt, ist Aldi Nord über seine Immobilientochter Eigentümer sämtlicher Logistikzentren. Der Filialbestand ist ebenfalls größtenteils Eigentum; gemietete Objekte werden im Zuge des Flächentausches und der Vergrößerung verstärkt durch eigene Objekte ersetzt. Aldi Süd ist ebenfalls Eigentümer fast aller Gebäude (Märkte, Logistikzentren) und Grundstücke, hat aber auch Fremdkapital aufgenommen, um die weitere Immobilienexpansion zu finanzieren. Damit verließ Aldi Süd den bisherigen Weg der totalen Unabhängigkeit von Kreditgebern durch das Vermeiden von Fremdkapital.

Im Ranking der 500 größten Familienunternehmen Deutschlands der Zeitschrift Wirtschaftsblatt nimmt die Gruppe im Jahr 2013 den zweiten Platz ein. Danach betrug der Umsatz der beiden Unternehmen im Jahr 2011 ca. 50,9 Milliarden Euro.[13]

Kundenprofil[Bearbeiten]

Bis etwa Anfang der 1980er Jahre hatte Aldi das Image eines Arme-Leute-Ladens;[14] Aldi-Produkte galten zwar als qualitativ hinreichend solide, aber ohne Prestige. Auch heute sind arme Bevölkerungsschichten eine wichtige Zielgruppe von Aldi,[15] jedoch gilt dies nicht mehr als negativ für Aldis Image. Von Aldi vertriebene Produkte erhielten vielfach sehr gute Testergebnisse (z.B. bei Stiftung Warentest[16][17] und bei Öko-Test[18][19]). 2006 kauften drei Viertel der Haushalte regelmäßig bei Aldi ein. Im Fünfjahresrückblick der Stiftung Warentest waren 2004-2009 rund 40 % der angebotenen Aktionsprodukte ein Schnäppchen, 45 % waren von angemessenem Preis; die übrigen 15 % erschienen den Testern als zu teuer.[20][21]

Leitbild[Bearbeiten]

Eine flache Organisationshierarchie und einfache Unternehmensgrundsätze bilden das Unternehmensleitbild.

Sortiment[Bearbeiten]

Innenansicht eines Aldi-Nord-Marktes, 2006

Die Grundidee ist, nur Produkte im Sortiment zu führen, die bei einem gewissen Mindestumsatz eine hohe Warenumschlagshäufigkeit aufweisen, sogenannte Schnelldreher. Das Sortiment ist somit verhältnismäßig schmal und besteht aus rund 700 Artikeln, die vorwiegend für den Durchschnittskunden interessant sind.

Marken[Bearbeiten]

Die früher bei allen Markenartikeln übliche Bindung der Verbraucherpreise (Preisbindung der zweiten Hand) gab den Albrecht-Brüdern keine Möglichkeit, Markenartikel günstiger anzubieten. Deshalb blieb Aldi nur der Ausweg über markenfreie Produkte, die sogenannten No-Name-Produkte. Es galt, Hersteller zu finden, die Produkte speziell für Aldi mit Fantasie-Namen abpackten, die keiner Preisbindung unterlagen. Viele Markenartikler waren anfangs dazu nicht bereit, weil sie negative Reaktionen ihrer Bestandskunden befürchteten und auch tatsächlich erlebten. Aufgrund der raschen Expansion von Aldi und wegen ihrer von Anfang an guten Qualität erreichten diese Aldi-Eigenmarken schnell die Bekanntheit und den Distributionsgrad bekannter Markenartikel.[4] Für Aldi hat dieses Konzept den zusätzlichen Nutzen, dass der Verbraucher nicht eine bekannte Marke kauft, die er genauso gut in jedem anderen Supermarkt erhalten kann, sondern eingestellt wird auf eine Meinung wie beispielsweise „Die Schokolade von Aldi ist gut“.[6]

Als Markenware hat Aldi Produkte von Haribo, Ferrero, Coca Cola und der Beiersdorf AG im Sortiment.

Lebensmittel[Bearbeiten]

Aldi Nord verkauft erst seit 2004 loses Obst und Gemüse, das – anders als bei Aldi Süd – an der Kasse abgewogen wird. In österreichischen Hofer-Filialen wird seit Anfang 2008 ebenfalls loses Obst und Gemüse angeboten, welches an der Kasse abgewogen wird.

Sehr erfolgreich sind Nord und Süd im Kaffeegeschäft: Der gesamte Röstkaffee wird in eigenen Röstereien hergestellt. Aldi Nord lässt Markus Kaffee bei der Markus Kaffee GmbH & Co. KG in Weyhe und Herten rösten. Aldi Süd lässt Amaroy Kaffee in Röstereien in Mülheim an der Ruhr und in Ketsch produzieren. Aldi hat auch den größten Weinabsatz in Deutschland und ist in vielen anderen Warengruppen ebenfalls Marktführer.

Backautomat im Aldi Süd

Ende 2009 wurde bekannt, dass Aldi Süd seine Filialen mit Backautomaten ausrüsten wolle. Der Brotbackautomat gibt Brotprodukte per Knopfdruck heraus.[22] Im Juli 2010 erhob der Zentralverband des Bäckerhandwerks Klage gegen Aldi wegen irreführender Werbung. Kritisiert wird die Werbung: „Ab sofort backen wir den ganzen Tag Brot und Brötchen für Sie – frisch aus dem Ofen.“[23][24]

Biosortiment[Bearbeiten]

Aldi Nord und Aldi Süd führen eigene Biomarken, welche die Anforderungen des deutschen staatlichen Bio-Siegels erfüllen.

Der Gebrauchsgüterbereich und der Aldi-PC[Bearbeiten]

Der steigende Anteil an Gebrauchsgütern zieht sich seit Anfang der 1990er Jahre wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte nicht nur von Aldi, sondern auch von anderen Lebensmittel-Discountern. Im Unterschied zu Lebensmitteln haben Gebrauchsgüter den Charakter kurzzeitiger Aktionsangebote. Mitunter wird im Rahmen einer Themenwoche ein Sortiment artverwandter Artikel angeboten, z. B. ein breites Sortiment an Campingprodukten.

Während sich in der Frühzeit der Gebrauchsgüterbereich eher auf Textilien und Haushaltsgegenstände beschränkte, erweiterte sich das Angebot im Laufe der 1990er Jahre immer mehr auf Unterhaltungselektronik. Einen Höhepunkt erreichte die Gebrauchsgütersparte durch den sogenannten Aldi-PC, einen in großen Zeitabständen für den Massenmarkt eigens von Aldi in Auftrag gegebenen Personal Computer.

Als erster Computer bei Aldi kam der „Aldi-C16“ im Frühjahr 1986 als Set zum Preis von 149 DM in den Handel, wobei dies zuerst lediglich ein Abverkauf von Restbeständen von Commodore war, der aber einen Nachfrageboom auslöste.[25] Der erste „Aldi-PC“ wurde 1995 auf den Markt gebracht, zur Zeit des beginnenden Internet-Booms. Auf die ersten Aldi-PCs gab es einen regelrechten Run, da der Bedarf an Consumer-PCs auf dem Markt nicht sofort von den bisher den PC-Markt dominierenden Handelsketten gedeckt werden konnte und der Aldi-PC dank enorm hoher Absatzzahlen preisgünstig verkauft werden konnte. Besonders angesprochen waren dabei in erster Linie Familien mit unterem und mittlerem Einkommen.

Der seit Jahren gleiche Handelspartner und Hersteller der meisten technischen Geräte, die es bei Aldi gibt, ist Medion.

In den Aldi-Süd-Filialen werden Produkte der Firma Medion nahezu ausnahmslos (außer der PC und Bildschirme) unter der Pseudonym-Marke Tevion angeboten, die eine Eigenmarke von Aldi Süd ist[26], und auch Produkte anderer Hersteller umfasst.

Die Aldi-Gruppe ist der achtgrößte Textilvermarkter in Deutschland; in diesem Segment setzt der Discounter – allgemein stagnierenden Verkaufszahlen im Textilbereich zum Trotze – über 1,095 Mrd. € pro Jahr um (2005).[27]

Seit 2003/04 bietet auch Aldi Süd in Deutschland Tabakwaren an. Aldi bezieht seine Tabakwaren bei Austria Tabak.

Aldi bietet in Deutschland seit Juli 2005 einen Online-Fotoservice, bei dem Papierabzüge von Digitalbildern nach Hause bestellt werden können.

Am 7. Dezember 2005 stieg Aldi nach guten Erfahrungen bei Hofer in Österreich auch in Deutschland ins Mobilfunkgeschäft ein. Sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd bieten den Kunden in Kooperation mit der Medion-Telefoniesparte MedionMobile den Prepaid-Tarif Aldi Talk an. In der Schweiz wird seit 2006 unter Aldi Suisse mobile ebenfalls ein No-Frills-Angebot für Mobiltelefonie angeboten.

Seit Januar 2007 vermitteln Aldi Nord und Aldi Süd auch in Deutschland und der Schweiz Pauschalreisen. Der ausführende Partner ist das Unternehmen Berge & Meer, eine TUI-Tochter. Seit 19. April 2013 vermitteln Aldi Nord und Süd in Kooperation mit dem Bonner Busunternehmen Univers auf dem Internetportal Aldi Reisen auch Fernbusfahrten.

Seit Februar 2008 vertreibt Aldi Nord ein Sortiment von circa 70 Zeitschriften (Tageszeitungen und Illustrierte).

Seit April 2008 wird ein Onlinebestellservice von Schnittblumen angeboten, wobei Aldi nur als Vermittler auftritt, den Auftrag wickelt das Unternehmen fleurfrisch ab, eine Tochtergesellschaft von Landgard (Landgard ist langjähriger Vertragslieferant der Pflanzenangebote bei Aldi).[28] Die eigentliche Zusammenstellung der Sträuße übernimmt ein von fleurfrisch beauftragter Bündelservice, der sich fast ausschließlich Werkvertrags-Mitarbeitern bedient.

Für das Jahr 2008 war auch der Vertrieb von Versicherungen in Kooperation mit Signal Iduna geplant. Nach Protesten des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute zog sich Aldi aus der Kooperation zurück.[29]

Vermarktung[Bearbeiten]

Modell-LKW

Aldi hat keine offizielle PR-Abteilung und gab in der gesamten Unternehmensgeschichte zu keinem Zeitpunkt Geld für externe Marketingagenturen aus. (Karl Albrecht, 1953: „Unsere Werbung liegt im billigen Preis.“)[30] Die wöchentlichen Anzeigen in lokalen Zeitungen sehen seit Jahren gleich aus; sie zeigen die aktuellen Angebote ohne Werbeslogans unter dem Motto „Aldi informiert“. Die Zeitungsanzeigen lösten vorher regelmäßig erscheinende vierseitige Preislisten ab, die teilweise auch an die Haushalte verteilt wurden.

Die Zeitungsanzeigen von Nord und Süd wurden vor einigen Jahren größer (seitdem 1/1 Seite) und farbig. Zudem liegen in den Märkten Flugblätter mit den Angeboten der nächsten Woche aus. Sowohl Aldi Süd als auch Aldi Nord haben ganzjährig zwei Aktionen pro Woche, die zu einem mehrseitigen Prospekt zusammengefasst werden. Aldi Nord lässt Prospekte, Flugblätter und Zeitungsanzeigen von einer konzerneigenen Werbeagentur vorbereiten und schalten, die für den Konzern europaweit tätig ist.

Vor einigen Jahren versuchte sich Aldi Nord in Sachen Merchandising und bot Aldi-Markt-Bausätze, LKW-Modelle (siehe Foto) und Badetücher in den Aldi-Farben an. Der Erfolg war eher gering. Der Aldi-Markt ist nun aber im Standardprogramm der Firma Faller, und es gibt immer wieder (vor Weihnachten) Faller-Sonderbausätze im Angebot.

Hofer Österreich bringt seit 2010 Werbespots in österreichischen Privatsendern. Zur Ausgabe Mai 2012 der Zeitschrift Universum ließ Hofer einen Extra-Teil Zurück zum Ursprung drucken,[31] die Zeitschrift lag in den Filialen zur freien Entnahme aus.

Aldi Suisse wirbt wöchentlich in größeren Tageszeitungen mit farbigen Inseraten. Daneben wird im Einzugsgebiet auch wöchentlich ein rund 16-seitiges Reklameheft verteilt, das fast ausschließlich für Non-Food-Produkte wirbt.

2010 verzichtete Aldi in einigen Regionen auf Anzeigen in Tageszeitungen[32] und ließ stattdessen die zweiwöchentlich erscheinende Werbebroschüre kostenlos an alle Haushalte verteilten (Sonntags)zeitungen beilegen.

Aldi Nord und Aldi Süd haben seit 2010, bzw. 2011 auch jeweils eine eigene „Aldi-App“ für Apple iOS und Googles Android in den jeweiligen App-Stores bzw. Google Play im Angebot. Darüber lassen sich die aktuellen Kundenprospekte aufrufen und Artikel aus dem Angebot in eine Einkaufsliste eintragen. Die Aldi-Prospekte lassen sich parallel auch über andere Einkauf-Apps aufrufen (z. B. MeinProspekt oder Marktjagd).

Kassensystem[Bearbeiten]

Vor der Verbreitung von Scannerkassen war es im Lebensmitteleinzelhandel üblich, jeden Artikel einzeln mit einem Preisetikett auszuzeichnen; dieses wurde von den Kassierern abgelesen und eingegeben. Bei Aldi gab es keine Preisetiketten: Bei Aldi Nord erfolgte die Registrierung der verkauften Artikel früher durch Eingabe einer dreistelligen PLU-Nummer. Bei Aldi Süd wurden die DM-Preise direkt eingegeben; lange Kassenbons ohne Artikelbezeichnung waren für den Kunden schlecht zu kontrollieren. Die Kassierer mussten damals die Preise aller Produkte bzw. die PLU-Nummern mithilfe von bebilderten Sortimentslisten auswendig lernen.

Im Laufe der Zeit wurde das Produktsortiment auch bei Aldi größer. Durch die Euro-Bargeldeinführung (Ende 2001 / Anfang 2002) änderten sich sämtliche Preise. Aldi Süd stellte 2000 endgültig komplett auf Scannerkassen um, Aldi Nord Ende 2002.[33][34] Ein Grund für die späte Einführung war, dass das Eintippen schneller ging als das Scannen mit den Geräten der ersten Generationen ohne omnidirektionalen Laser.

Da Aldi größtenteils Eigenmarken vertreibt, war es relativ einfach, den Strichcode auf den Produktverpackungen in unüblichen und teilweise ungenormten Größen sowie in größerer Anzahl auf verschiedenen Seiten der Verpackung zu platzieren. Die meisten Aldi-Verpackungen besitzen daher den EAN-Strichcode (unternehmensinterner verkürzter EAN 8-Code)[35] auf mindestens drei Seiten, als lange Streifen oder als Banderole um die ganze Verpackung herum, wohingegen die Produkte in anderen Supermärkten einen genormten kleineren Strichcode an nur einer Stelle besitzen. Die Kassierer müssen daher Aldi-Artikel viel seltener drehen und wenden, um sie vom Scanner zu erfassen, was den Kassiervorgang beschleunigt.

Tests mit der Bezahlung per EC-Karte erfolgten 2004 in Filialen von Aldi Nord. Ab April 2005 folgte die flächendeckende Einführung der Zahlung per EC-Karte bei Aldi Nord und Süd, die bis Ende Oktober 2005 abgeschlossen wurde. Die Umstellung wurde durch das Unternehmen NCR durchgeführt.[36]

Leergutrücknahme[Bearbeiten]

Wincor-Nixdorf-Leergutautomat
Tomra-Leergutautomat

In der zweiten Jahreshälfte 2005 führte Aldi Nord als Rationalisierungsmaßnahme testweise Leergutautomaten ein. Aldi Süd übernahm dieses System im ersten Quartal 2006. Beide schlossen sich im Zuge dieser Maßnahme dem ILN-System an. Auch die neue Pfandregelung, die am 1. Mai 2006 in Kraft trat, zwang das Unternehmen zu diesem Schritt, da die so genannten „Insellösungen“ beendet wurden.[37]

Nach ausgiebigen Tests hat sich Aldi Nord für ein Rücknahmesystem des Herstellers Wincor Nixdorf entschieden, während Aldi Süd eine Entwicklung des Herstellers Tomra Systems vorzog. Bei beiden Geräten kommt ein System zur Anwendung, bei dem die PET-Flaschen unmittelbar nach der Abgabe gepresst werden.

Bei Hofer in Österreich werden jedoch keine Produkte mit Pfandgebinde verkauft, und es gibt daher auch keine Rücknahme.

Tax Free Shopping[Bearbeiten]

Seit 2006 bietet Aldi Süd in den an der Grenze zur Schweiz gelegenen Filialen ein System zur Rückerstattung der Umsatzsteuerdifferenz für die dort überproportional stark vertretenen Schweizer Kunden an. Hierbei erfolgt jedoch keine Barauszahlung, sondern über eine eigens geschaffene Aldi-Süd-Tax-Free-Karte eine bargeldlose Überweisung durch die Firma Global Refund. Sie gilt nur für Kunden über 18 Jahren. Anfangs war ein Mindesteinkauf von 40 € obligatorisch. Erstattet (wie bei allen Unternehmen, die sich dem Tax-Free-System angeschlossen haben) wurde aber nur ein Teil der USt. Bei Aldi waren dies 75 % (25 % wurden zur Finanzierung des Systems einbehalten). Aldi sah sich jedoch dazu gezwungen (da der konkurrierende Einzelhandel in diesem Gebiet den Schweizer Kunden schon seit Jahren beinahe flächendeckend eine volle Rückerstattung anbietet und der Anteil dieser Kunden in den regionalen Filialen etwa 30 %, an manchen Wochentagen über 50 % beträgt), die 75-%-/40-€-Regelung Ende 2011 aufzuheben. Mittlerweile wird die volle USt. (100 %) erstattet und der Mindesteinkaufsbetrag wurde aufgehoben.

Ladenöffnungszeiten[Bearbeiten]

Aldi befolgt bei den Ladenöffnungszeiten die in der Branche üblichen Gepflogenheiten. Manchmal werden Anpassungen vorgenommen. Aldi-Filialen in großen Einkaufszentren haben in der Regel so lange wie die anderen Läden im Zentrum geöffnet. Seit 1. September 2007 schließt Aldi Nord die Filialen samstags um 18 Uhr. Einige Regionalgesellschaften haben die Öffnungszeiten am Samstag bis 20 Uhr verlängert. Aldi Süd öffnet seine Märkte von 8 bis 20 Uhr, mit den o. g. Ausnahmen in Einkaufszentren.

Aktuelle Marktposition[Bearbeiten]

Im gesamten Lebensmitteleinzelhandel belegt ALDI in Deutschland den vierten Platz nach Umsatz hinter den Unternehmen Edeka, Rewe, der Schwarz-Gruppe und vor der Metro Gruppe (2010).[38] Mit einem Umsatz im Textilbereich von rund 1,071 Mrd. € (2009) liegt ALDI hier derzeit auf Platz 8 der größten Textileinzelhändler Deutschlands.[39] Im Bereich Gesundheitsprodukte außerhalb der Apotheke schafft es ALDI derzeit (2005) auf einen Marktanteil von rund 18 %.[40] Laut einer Forsa-Umfrage sind 95 % der Arbeiter, 88 % der Angestellten, 84 % der Beamten und 80 % der selbständigen Kunden bei Aldi. Nach Informationen der Gesellschaft für Konsumforschung ging der Umsatz im Jahr 2007 erstmals um 1,5 % zurück, und lag bei brutto 27 Mrd €. Der Marktanteil unter den Discountern ging dadurch um 0,6 Prozentpunkte auf 18,9 % zurück.[41]

Kritik[Bearbeiten]

Mitarbeiter[Bearbeiten]

Das Schwarzbuch Markenfirmen wirft Aldi Süd vor, dass eine gewerkschaftliche Organisierung weitgehend vermieden werde,[42] so gebe es keinen Gesamtbetriebsrat. Im April 2004 kündigte Aldi mit sofortiger Wirkung seine bisher wöchentlich erscheinende, ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung, nachdem diese in einem kleinen Artikel am 7. April 2004 über „schikanöse Arbeitsbedingungen“ und „massive Wahlbehinderungen“ bei der versuchten Gründung der ersten Aldi-Betriebsräte in München berichtet hatte.[43] Durch diesen Boykott entgingen der Zeitung Anzeigen im Gesamtwert von rund 1,5 Millionen Euro.[44]

In einer Studie hat das Südwind-Institut Arbeitsrechtsverletzungen in chinesischen und indonesischen Zuliefererbetrieben von Aldi nachgewiesen. Dazu zählen unter anderem eine monatelange Zurückhaltung von Löhnen, Kautionszahlungen von Beschäftigten für Fabrikjobs und Kinderarbeit.[45] Im Februar 2008 trat die Aldi-Gruppe der Business Social Compliance Initiative (BSCI) bei,[46] nachdem für März 2008 die „Kampagne für Saubere Kleidung“ Aktionen in Deutschland für bessere Produktionsbedingungen der Aldi-Textilien in China und Indonesien organisiert hatte.[47] Die Kampagne kritisierte jedoch, dass die BSCI keine unabhängige Verifizierungseinrichtung sei, in der Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an führender Stelle vertreten seien.[48] Im Jahr 2009 wies das Südwind-Institut erneut auf unwürdige Arbeitsbedingungen in Aldi-Zuliefererbetrieben hin. Die Arbeitnehmerinnen müssten bis zu 90 Stunden pro Woche arbeiten, Fehler würden mit Geldstrafen geahndet. Die Beschäftigten erhielten keinen Mutterschutz und die Bildung von Gewerkschaften sei ihnen verboten.[49] Auch 2010 wies das Südwind-Institut in einer neu veröffentlichten Studie auf Arbeitsrechtsverletzungen bei Aldi-Zulieferern in China hin.[50]

Im April 2008 stand Aldi Nord in der Kritik, weil jährlich 120.000 Euro an die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) geflossen sind. Der Konzern räumte diese Zahlungen ein. Die Betriebsräte vieler Aldi Nord-Regionalgesellschaften sind Mitglied in der AUB, diese selbst steht den Arbeitgebern nahe.

Anfang Januar 2013 wurde bekannt, dass Aldi Süd offenbar Mitarbeiter mit versteckten Kameras überwachen lasse. Ein früherer Detektiv des Konzerns berichtete im Nachrichtenmagazin Der Spiegel, er habe auch über private Angelegenheiten der Beschäftigten Bericht erstatten sollen, insbesondere auch die finanzielle Situation und die Arbeitsgeschwindigkeit. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück.[51]

Mitarbeiter in einem Warenlager in Baden-Württemberg misshandelten 2013 Auszubildende[52]. Missliebige Azubis von Aldi Süd seien im Zentrallager Mahlberg vom stellvertretenden Bereichsleiter und anderen Beschäftigten mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt worden. Die Aldi-Mitarbeiter hätten dann die Gesichter der Auszubildenden mit Filzstiften beschmiert. Die Folie sei beim Fesseln derart stark gespannt gewesen, dass einer der gefesselten kaum noch atmen konnte. Vorgesetzte hätten die Schikanen beobachtet und gebilligt. Einige mit Smartphones aufgenommenen Ausschnitte der Misshandlungen seien auch auf Seiten im Online-Netzwerk Facebook veröffentlicht worden. Dem Auszubildenden sei außerdem angedroht worden, bei weiterem Fehlverhalten in das Tiefkühlabteil des Zentrallagers gesperrt zu werden.[53]

Zulieferer[Bearbeiten]

Aldi nutzt seine Marktmacht bei Verhandlungen mit Zulieferern. Aldi erwartet von seinen Lieferanten hingegen keine Zugeständnisse bei sinkenden Verkaufspreisen oder Werbekostenzuschüsse, Jubiläums-Rabatte oder Logistik-Optimierungsrabatte.

Umwelt[Bearbeiten]

Im Schwarzbuch Markenfirmen werden Ausbeutung in der Rohstoffgewinnung und Umweltzerstörung als Kritik genannt.[54]

Aldi wurde wegen seines unökologischen Angebots billiger Garnelen auf Kosten der Mangrovenwälder kritisiert.[55] 2010 warf die Umweltschutzorganisation Robin Wood der Handelskette vor, dass auch zwei Bücher ihres Angebotes Fasern aus Mangrovenholz enthielten.[56] Im Mai 2004 verkaufte Aldi in einer Sonderaktion Gartenmöbel aus indonesischem Meranti-Holz.[57] Aufgrund von Protesten von Umweltorganisationen und einzelnen Aktivisten, die Aldi aufforderten, sich nicht an der Zerstörung der letzten indonesischen Tropenwälder zu bereichern, erklärte Aldi, in Zukunft nur noch Artikel aus Holz mit FSC-Siegel vermarkten zu wollen.[58]

Lebensmittelskandal in Großbritannien[Bearbeiten]

Anfang Februar 2013 wurde bestätigt, dass Rindfleisch-Fertiggerichte wie Tiefkühllasagne und Spaghetti Bolognese, welche auch durch ALDI UK vertrieben wurden, bis zu 100 Prozent Pferdefleisch enthielten. Es handelte sich dabei um Produkte der Firma Findus[59]. Das Pferdefleisch wurde nach Angaben von ALDI UK durch den Lieferanten Comigel aus Rumänien[59] bezogen. Da die Produkte nicht auf Phenylbutazon getestet wurden, empfahl die Britische Food Standards Agency Verbrauchern, betroffene und eventuell noch vorhandene Lebensmittel nicht zu verzehren, da der Wirkstoff in der Europäischen Union bei lebensmittelliefernden Tieren verboten ist, aber in der Veterinärmedizin bei Pferden sehr häufig therapeutisch eingesetzt wird.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Angeblich teilten die Gebrüder Albrecht 1960 das Unternehmen in die eigenständigen Konzerne Aldi Nord und Aldi Süd auf, weil sie sich nicht über die Aufnahme von Tabakwaren und Tiefkühlkost in das Sortiment einigen konnten.[60] Ob das wirklich ausschlaggebend für die geschäftliche Trennung des Unternehmens gewesen ist, bleibt ungeklärt.
  • Aldi-Süd besitzt die Namensrechte des größten Hörsaals der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Seit Beginn des Wintersemesters 2006 trägt er den Namen „Aldi-Süd-Hörsaal“.[61] Außerdem gibt es einen „Aldi-Süd-Hörsaal“ in der Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain, sowie an der Fachhochschule Düsseldorf.[62][63][64]
  • Das Schlagwort „Aldisierung“ wurde zum Wort des Jahres 2005 der Schweiz gewählt. Das bezeichnete Phänomen ist mittlerweile im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich Untersuchungsgegenstand. Es wird definiert als „die zunehmende Suche auch besser verdienender Konsumenten nach dem günstigsten Angebot in immer mehr Konsumbereichen“. Weiterhin „charakterisiert die Aldisierung den sich intensivierenden Preis- und Sonderangebotswettbewerb im Einzelhandel, der das preisorientierte Konsumentenverhalten verstärkt. Darüber hinaus werden der Aldisierung auch verschiedene gesellschaftliche Auswirkungen problematischer Art zugeschrieben, etwa die Verödung von Innenstädten sowie die Beeinträchtigung der Beschäftigungs- und der Konsumkultur“ (Wolfgang Fritz: Die Aldisierung der Gesellschaft).
  • Die Gestaltung der Aldi-Nord-Einkaufstüte übernahm Günter Fruhtrunk, Maler und Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München.[65]
  • In den Jahren 1996 – 2005 hat der Eichborn Verlag die Buchreihe "Aldidente" herausgegeben; eine Sammlung von Koch-, Wein sowie Cocktailrezeptbüchern, deren Produkte zum größten Teil aus von Aldi vertriebener Ware erzeugt wurden.
  • Am 6. Januar 2014 wurden in einigen Aldi-Märkten in Berlin und Velten zufällig insgesamt 140 kg Kokain gefunden.[66]

Filme[Bearbeiten]

  • Der Aldi-Check. Dokumentation, Deutschland, 2011, 45 Min., Buch und Regie: Nicole Kohnert und Herbert Kordes, Produktion: WDR, Erstsendung: 22. August 2011
  • Aldi – Mutter aller Discounter. Dokumentation, Deutschland, 2009, 45 Min., Buch und Regie: Rasmus Gerlach, Produktion: NDR, Erstsendung: 2. November 2009, Inhaltsangabe vom NDR.

Literatur[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ALDI – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Daten und Fakten. Aldi Süd, archiviert vom Original am 16. Januar 2013, abgerufen am 9. Oktober 2013.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Aldi-Bilanz 2010: Gewinnsprung im Norden, mediatribune.de, 26. Juni 2012.
  3. a b c d Ruhr-Familien : Die Brüder Albrecht. Ruhr Revue, 12. September 2009, abgerufen am 29. Mai 2011.
  4. a b Dieter Brandes: Konsequent einfach: die ALDI-Erfolgsstory. Campus, Frankfurt 1999, ISBN 3-593-35904-9.
  5. Beschluss B2 – 359/07, S. 23, Fn 20 vom 2. Juli 2008 (PDF; 248 kB).
  6. a b Der Aldi-Check. In: WDR, 22. August 2011.
  7. Daten und Fakten von Hofer, hofer.at
  8. Geschichte von Aldi in den USA
  9. Geschichte von Aldi und Internationale Präsenz. Aldi Slowenien.
  10. Eva Schweitzer: Aldi erreicht New York. Osterhasen ja, Bier nein. Und die Tüten bitte selber packen! In: Die Zeit, 20. April 2011, Nr. 17.
  11. nach Angaben der BBC und der Informationswebsite Companies House vom 30. September 2013
  12. Rückzug: Aldi verlässt Griechenland – Handel+Dienstleister – Unternehmen – Handelsblatt. Abgerufen am 29. Mai 2011.
  13. Die größten Familienunternehmen in Deutschland (PDF; 307 kB). In: Wirtschaftsblatt, Nr. 1/2014, abgerufen am 29. Oktober 2013.
  14. Juliane Meyer: Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes, GRIN Verlag, ISBN 978-3-640-21998-8; zitiert aus: Reiner Mihr, Markus Oess: Aldi: Verkaufsmaschine Aldi – der Triumph des Schlichten, Europäische Verlagsanstalt, 2006, ISBN 3-434-46812-9.
  15. Arme Discounterkunden – Kasse dank Masse. in die tageszeitung vom 19. Juni 2009.
  16. Stiftung Warentest: Orangensaft – Fast jeder zweite ist "mangelhaft", test 07/2006.
  17. Stiftung Warentest: Test Sonnencreme, test vom 07/2009.
  18. Aldi-Produkte: Nicht immer gut und günstig in Öko-Test, Dezember 2003.
  19. Einzelhandel: Gute Noten für Lebensmittel von Aldi, Lidl & Co. in DerWesten vom 5. Januar 2010.
  20. Stiftung Warentest: Aktionsware: Schnäppchen sind selten, test 11/2008.
  21. Stiftung Warentest: Aldi bleibt Schnäppchenkönig in der Fünfjahresbilanz, test 11/2009.
  22. AP/dma: Aldi steigt groß ins Bäckerei-Geschäft ein. In: Die Welt, 21. Dezember 2010.
  23. Brötchen weder frisch noch Vollkorn: Bäcker klagen gegen Aldi auf n-tv vom 19. Juli 2010.
  24. Bäcker verklagen Aldi: Das Brötchen des Anstoßes in Süddeutsche Zeitung vom 19. Juli 2010.
  25. Commodore über Aldi-Theken: Computerwoche vom 4. April 1986 abgerufen am 7. Januar 2013
  26. http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/397203608/DE
  27. Die Größten im deutschen Textileinzelhandel, IHK-Hannover, 26. September 2006, archiviert auf archive.org
  28. Aldi: Startet Blumenservice in Lebensmittelzeitung vom 23. April 2008.
  29. Discounter gibt auf – Protest des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute erfolgreich, Pressemitteilung des BDV vom 21. April 2008.
  30. Handel: Geheimnisse eines Clans in Der Spiegel, Nr. 31/2010, S. 66, vom 2. August 2010.
  31. Zurück zum Ursprung – Sonderbeilage Universum Magazin. mwili.com, abgerufen am 16. Dezember 2012.
  32. Aldi spart an Anzeigen: Billiger geht immer in die tageszeitung vom 30. Mai 2011.
  33. 30 Jahre Barcode: Diese 13 Ziffern ordnen die Welt in Spiegel Online vom 4. Juli 2007.
  34. Kassenschlager: Kassensturz in Die Zeit, Nr. 42 vom 9. Oktober 2003.
  35. EAN Code, at-mix.de
  36. Aldi: Steckt Geld in Kassen in Lebensmittelzeitung vom 21. Juli 2005.
  37. GS 1 Germany: Jahresbericht 2005, S. 42/43 (PDF; 4,5 MB)
  38. TrendTopic Lebensmittel-Einzelhandel, S. 3, Stand November 2011, abgerufen 25. Mai 2012
  39. „Die größten Textileinzelhändler in Deutschland 2008“, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main
  40. „Gesundheitsprodukte im Discount – eine Erfolgsgeschichte?“ ACNielsen, 13. April 2006
  41. „Aldi muss erstmals Umsatzrückgang in Deutschland hinnehmen“, ddp, 22. Juni 2008
  42. Einzelhandel: Aldi (Version vom 11. März 2013 im Internet Archive), labournet.de
  43. Noch wehrt sich das Management – Die Aldi-Süd-Revolution: ein Betriebsrat in Süddeutsche Zeitung vom 7. April 2004
  44. Aldi informiert nicht mehr in die tageszeitung vom 20. April 2004
    Nach kritischen Berichten schaltet Aldi in der SZ keine Anzeigen mehr: Hauptsache billig in Berliner Zeitung vom 22. Juni 2004
  45. Kampagne für saubere Kleidung: Firmenprofil: Aldi
    Ingeborg Wick: All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien. (PDF; 3,9 MB) Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene, Siegburg 2007, ISBN 978-3-929704-37-2, Broschüre
  46. Friederike Schulz: „Textil-Schnäppchen auf Kosten der Hersteller“, Deutschlandfunk, 7. März 2008
    Kampagne für Saubere Kleidung: Aldi-Gruppe tritt der BSCI bei, saubere-kleidung.de, 22. Februar 2008
  47. Kampagne für Saubere Kleidung: Startschuss für Aldi-Aktionen am Weltfrauentag, saubere-kleidung.de, 6. März 2008
  48. Firmenprofil: C&A, Kampagne für saubere Kleidung
  49. Für Aldi-Produkte müssen Frauen schuften – 90 Stunden die Woche in Basler Zeitung vom 4. Februar 2009
  50. Chinageschäfte von Metro, Aldi und Adidas – Kommunen und Bundesländer müssen handeln (PDF; 102 kB), Pressemitteilung Südwind-Institut vom 19. August 2010 – abrufbar über supermarktmacht.de
    Schutz der Arbeit im Partnerschaftsabkommen mit China? Fallbeispiele Adidas, Metro, Aldi, Südwind-Institut, Juni 2010 (PDF, 96 Seiten – 2,6 MB)
  51. Detektiv enthüllt Mitarbeiterüberwachung bei Aldi Der Spiegel vom 7. Januar 2013, abgerufen am 7. Januar 2013
  52. Schikane beim Discounter: Aldi-Manager fesselt Azubis mit Frischhaltefolie an Pfosten. Der Spiegel, abgerufen am 21. September 2013.
  53. http://www.welt.de/wirtschaft/article120210028/Aldi-Manager-soll-Azubis-an-Pfosten-gefesselt-haben.html
  54. Schwarzbuch Markenfirmen
  55. Untergang der Mangroven: Garnelenzucht bedroht unersetzliche Ökosysteme in Robin Wood-Magazin 1/97, S. 28
    Hormone, Antibiotika, radioaktive Strahlen – Wie asiatische Shrimps für den deutschen Markt gezüchtet werden in Panorama vom 1. August 1996
  56. Offener Brief: Mangrovenholzfasern in Büchern des Tandem-Verlags Dr. Rudolf Fenner, Waldreferat Robin Wood, vom 16. November 2010 (PDF; 26 kB)
  57. Umwelt: Aldi auf dem Holzweg in Spiegel Online vom 20. Mai 2004
  58. ALDI will auf Tropenholz aus Raubbau verzichten: ROBIN WOOD-Protestaktionen bringen Discounter zum Umdenken, Pressemitteilung Robin Wood vom 26. Mai 2004
  59. a b Aldi confirms up to 100% horsemeat in beef products guardian.co.uk, 9. Februar 2013, abgerufen am 10. Februar 2013
  60. Handel: Geheimnisse eines Clans in Der Spiegel, Ausgabe 31/2010, S. 68, vom 2. August 2010
  61. Unis in Finanznöten: Hörsaal sponsored by Aldi in Der Spiegel, 27. Oktober 2006
  62. UniSpiegel 6/2012: Geheime Verträge (10. Dezember 2012, abgerufen 5. April 2013)
  63. Uni-Sponsoring: Ab in die Marken-Uni! In: Zeit Campus, 6. November 2006
  64. Neuer Hörsaal am Fachbereich Wirtschaft der FH Düsseldorf, Fachhochschule Düsseldorf, 11. September 2007
  65. Aufstieg und Fall des Günter F. In: Monopol vom 1. Juli 2009
  66. http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2014/01/Kokain-in-Kisten-bei-Aldi-entdeckt.html
  67. Julia Voss: Wer auf den Quatsch hereinfällt. In: FAZ, 27. November 2011.
    Hans-Dieter Franz: „I love Aldi“: Über die Wonnen der Fülle. In: Badische Zeitung, 3. Januar 2012.