Aldi
| ALDI Einkauf GmbH & Co. oHG | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. oHG |
| Gründung | 1960 (Aufspaltung)[1] |
| Sitz | Essen (Aldi Nord), Mülheim an der Ruhr (Aldi Süd) |
| Leitung | Marc Heußinger (Aldi Nord), Norbert Podschlapp (Aldi Süd) |
| Mitarbeiter | 23.021 (Aldi Nord)[2] 26.193 (Aldi Süd)[2] |
| Umsatz | 9,95 Mrd. EUR Aldi Nord)[2] 12,5 Mrd. EUR (Aldi Süd)[2] |
| Gewinn | 295 Mio. EUR (Aldi Nord)[2] |
| Branche | Lebensmitteleinzelhandel |
| Website | www.aldi.com |
| Stand: 31. Dezember 2010 | |
Aldi ist der Kurzname der beiden weltweit operierenden deutschen Discounter-Konzerne Aldi Nord und Aldi Süd. Der Name Aldi ist eine Abkürzung und stand ursprünglich für Albrecht-Diskont.
Inhaltsverzeichnis |
Unternehmen [Bearbeiten]
Anfänge 1913–1946 [Bearbeiten]
Karl Albrecht sen. (1886–1943) der Vater von Theo (1922–2010) und Karl Albrecht (* 1920) war gelernter Bäcker, bis er aus gesundheitlichen Gründen diese Arbeit aufgeben musste. Im Frühjahr 1913 machte sich Karl Albrecht sen. als Brothändler selbstständig, und seine Frau Anna Albrecht (geb. Siepmann) eröffnete unter dem Namen ihres Mannes am 10. April 1913 einen Tante-Emma-Laden auf der Huestraße 89 in Essen-Schonnebeck. Brot bezog Anna Albrecht von der Brotfabrik Stauffenberg (bis heute ein Lieferant von Aldi). Wein wurde damals noch aus Fässern in Flaschen abgefüllt, Zucker und Mehl gab es aus Säcken.
Nachkriegszeit 1946–1960 [Bearbeiten]
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen Karl und Theo 1946 den elterlichen Betrieb.[3] Sie expandierten immer mehr und hatten es 1950 zu einer Lebensmittelkette von 13 Geschäften herkömmlicher Prägung (keine Selbstbedienungsläden) gebracht.[3]
Aufteilung ab 1960 in Aldi Nord und Aldi Süd [Bearbeiten]
1960, im Jahr der Aufteilung in Aldi Nord und Aldi Süd, waren es bereits 300 Läden in West-Deutschland[3] mit einem Umsatz von 90 Mio. DM. Zu dieser Zeit existierten bereits zwei getrennte Zentralbetriebe mit Verwaltung und Zentrallager (von Theo Albrecht in Herten für Aldi Nord, von Karl Albrecht in Mülheim an der Ruhr für Aldi Süd).
In Mülheim am Heifeskamp wurde bereits 1960 eine Kaffee-Rösterei betrieben, die noch heute existiert.
Durch die in Westdeutschland aufkommende Selbstbedienung im Vertriebstyp Supermarkt stagnierten Anfang der 1960er Jahre auch bei den Albrecht-Brüdern die Umsätze in den circa 300 sehr kleinen Bedienungsläden. Dieser Vertriebstyp (auch Stubenläden genannt) hatte keine Zukunft mehr und verlor ständig mehr Umsätze an Supermarktketten wie Kaiser’s, Hill, Bolle, Deutscher Supermarkt, Konsum etc. Um einen Ausweg aus dieser kritischen Situation zu finden, wandten sich Karl und Theo Albrecht ab 1960 ebenfalls dem Vertriebstyp Supermarkt zu und experimentierten mit etwa 20 bis 30 Albrecht-Supermärkten. Die Läden hatten eine Verkaufsfläche von etwa 150 bis 200 m² und führten neben einem mittelgroßen Sortiment von Trockenwaren auch Frischwaren wie Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Wurstwaren und Frischfleisch (bei Frischfleisch stützten sich die Albrecht-Brüder auf einen sachkompetenten Partner, die Großfleischerei RUOS aus Essen). Der Test mit diesen Albrecht-Supermärkten scheiterte, da er weder in den Ladengrößen noch in der Sortimentsvielfalt der inzwischen davongeeilten Supermarkt-Konkurrenz ebenbürtig war. Diese noch unter dem roten Albrecht-Logo getesteten Märkte wurden bald wieder geschlossen bzw. konnten kurze Zeit später nach Umgestaltung auf Aldi-Discount genutzt werden.
Ein weiterer, ebenfalls nicht erfolgreicher Ausweg wurde 1961 durch einen Test mit dem aus den USA kommenden Vertriebstyp Cash & Carry an den Standorten Neuss und Mülheim/Ruhr unter dem Logo ALIO gestartet. Dieser Test ist aus heutiger Sicht ebenfalls als eher halbherzig zu bezeichnen, denn mit nur etwa 2000 bis 3000 m² Verkaufsfläche konnte Alio sich nicht gegen die bereits etablierte C&C-Konkurrenz, wie z. B. gegen die Märkte des damaligen Marktführers und Hauptwettbewerbers RATIO in Bochum und Münster, durchsetzen, die mit circa zehnfacher Fläche und entsprechend größerem Sortiment antraten.
Das Unternehmen Albrecht befand sich also 1961/62 in einer Krise, aus der die Tests mit Supermärkten und Cash & Carry-Märkten keinen Ausweg gebracht hatten. Unter dem Zwang zur Neuorientierung entwickelten Karl und Theo Albrecht die Idee Lebensmittel-Discount und gaben ihren Läden dieser für Europa völlig neuen Vertriebsform den Namen ALDI (AL-brecht DI-scount).[3]
Der betriebswirtschaftliche Grundgedanke zu diesem neuen Vertriebstyp lässt sich mit dem Satz „Discount ist die Kunst des Weglassens“ umschreiben. Im Vergleich zu den damals marktführenden Supermärkten ließen die Brüder Albrecht eine ganze Reihe der damals üblichen Dienstleistungs-Funktionen der Einzelhandels-Distribution einfach weg. Aldi-Fazit: Keine breiten und tiefgestaffelten Sortimente (nur schnelldrehende Grundnahrungsmittel, keine Doubletten), keine leicht verderblichen Frischwaren (damit keine kostenintensive Warenpflege, keine Bedienung, keine teuren Kühlmöbel, geringer Energieverbrauch), keine Preisauszeichnung (die Kassiererinnen hatten die Preise, zusammengefasst in relativ wenigen Preisgruppen, auswendig zu lernen, später über PLU-Nummern aufzurufen), kein Auspacken der Ware (verkauft wurde aus den aufgeschnittenen Versandkartons), keine teure Ladeneinrichtung (verkauft wurde von Paletten oder selbstgefertigten Holzregalen), keine Ladendekoration und Werbung, kein Kreditverkauf, keine damals üblichen Rabattmarken. Das knapp bemessene Filial-Personal wurde für alle anfallenden Arbeiten ausgebildet, so dass dieses bei hoher Arbeitsdichte ständig ausgelastet war. Dieses Weglassen von wesentlichen Einzelhandelsfunktionen brachte den Aldi-Märkten große Kostenvorteile gegenüber der Supermarkt-Konkurrenz. Diese Kostenvorteile ermöglichten es Aldi, trotz eines von Anfang an gut kalkulierten Gewinns den Verbrauchern große Preisvorteile zu bieten.
Die ersten Versuche mit solchen Discount-Läden fanden 1961 im Raum Dortmund und Bochum statt. In Serie ging der Vertriebstyp „Discount“ bei Aldi Süd (Leitung Horst Steinfeld, Geschäftsführer Aldi Mülheim). Die Organisation der Eröffnungen und die Führung dieser ersten Aldi-Filialen verantwortete Walter Vieth (damals Leiter des Bezirks westliches Ruhrgebiet/Niederrhein). Unter Verwertung ehemaliger Albrecht-Supermärkte wurden ab Juni 1962 im Wochenrhythmus und in dieser Reihenfolge die ersten ALDI-Discountmärkte eröffnet: Dinslaken (Neustraße), Walsum (Friedrich-Ebert-Straße), Bocholt (Nordstraße) und Wesel (Hohe Straße).
Die Verbraucher nahmen die neuen, äußerst preiswerten ALDI-Märkte in kürzester Zeit an. Die Umsatzleistung pro Mitarbeiter hatte sich gegenüber dem ALBRECHT-Supermarkt beim Discounttyp ALDI fast verzehnfacht. Die Umsatz- und Renditewerte der ersten Serienmärkte und die schnelle Akzeptanz dieser Läden bei den Verbrauchern waren so überzeugend, dass die Albrecht-Brüder wenige Monate nach Eröffnung dieser ersten Märkte in die überregionale Multiplikation gehen konnten und ihren erfolgreichen Weg durch Westdeutschland, Europa und andere Kontinente antraten. Das für diese wohl einmalige Expansion notwendige Kapital erwirtschaftete das Discount-System selbst. Durch den raschen Warenumschlag (circa 10 Tage), die Barzahlung in den Läden und das übliche Zahlungsziel bei den Herstellern (30 Tage) war stets genügend Liquidität vorhanden, die Expansion ohne Bankkredite zu finanzieren.
Karl und Theo Albrecht gelang mit der Idee Aldi die wohl erfolgreichste Einzelhandels-Innovation des vergangenen Jahrhunderts. Das Potential dieser inzwischen etwa 50 Jahre alten Innovation der Albrecht-Brüder zeigt die bis heute andauernde Marktführerschaft von Aldi in Deutschland und weiteren Ländern. Dabei gilt trotz der vorsichtigen Erweiterung von Sortiment und Filialgröße nach wie vor das Prinzip des Gründungsjahres „Discount ist die Kunst des Weglassens“.[4]
Organisation [Bearbeiten]
1960 haben Karl und Theo Albrecht die Stammfirma Albrecht KG in Aldi-Nord (Theo) und Aldi-Süd (Karl) getrennt. Zu diesem Zeitpunkt schied auch die Mutter der Gebrüder Albrecht als Gesellschafterin aus. Die beiden Konzerne sind freundschaftlich verbunden und treten gelegentlich gemeinsam auf, z. B. mit gemeinsamen Handelsmarken, gegenüber Lieferanten und im Internet. Das Bundeskartellamt[5] betrachtet Aldi Nord und Aldi Süd als „faktischen Gleichordnungskonzern“ im Sinne von § 18 Abs. 2 Aktiengesetz (Deutschland). Rechtlich, organisatorisch und seit 1966 auch finanziell sind beide Konzerne ansonsten als GmbH & Co. oHG unabhängig. Die Regionalgesellschaften sind als GmbH & Co. KG organisiert.
Deutschland [Bearbeiten]
Zurzeit besteht Aldi Nord aus 37 rechtlich selbstständigen Regionalgesellschaften mit etwa 2520 Filialen und Aldi Süd aus 31 Gesellschaften mit circa 1791 Filialen in West- und Süddeutschland. Die Grenze zwischen Aldi Nord und Aldi Süd, auch Aldi-Äquator genannt, verläuft vom Westmünsterland über Mülheim an der Ruhr, Wermelskirchen, Gummersbach (in Gummersbach gibt es Nord- und Süd-Filialen),[6] Siegen (in Siegen gibt es Nord- und Süd-Filialen, weil die Autobahn 45 die Grenze bildet), Marburg, nach Osten bis nördlich von Fulda. Ostdeutschland ist – bis auf eine Filiale im thüringischen Sonneberg, die aus Bayern beliefert wird – vollständig Aldi-Nord-Gebiet. Den Regionalgesellschaften, die als Kommanditgesellschaften (GmbH & Co. KG) geführt werden, steht jeweils ein Geschäftsführer vor. Dieser muss lediglich der Geschäftsleitung in Essen (Aldi-Nord) bzw. Mülheim an der Ruhr (Aldi-Süd), welche als Kommanditist auftritt, Rechenschaft ablegen.
Weiter existieren verschiedene Tochtergesellschaften der beiden Aldi-Konzerne, die zentrale Aufgaben wie Einkauf und Immobilienverwaltung übernehmen, beispielsweise die Aldi Einkauf GmbH & Co. oHG.
Die Regionalgesellschaften haben ihren Sitz zumeist außerhalb der größeren Ballungszentren, verfügen jedoch grundsätzlich über einen nahe gelegenen Autobahnanschluss, damit die Ware schnellstmöglich zu den Filialen transportiert werden kann.
- Aldi Nord hat seine Zentralen in Bad Laasphe, Bargteheide, Barleben, Berlin, Beucha, Beverstedt, Birkenwerder, Datteln, Essen, Greiz, Greven, Großbeeren, Hann. Münden, Herten, Hesel, Horst, Hoyerswerda, Jarmen, Könnern, Lingen, Mittenwalde, Nortorf, Radevormwald, Rinteln, Salzgitter, Scharbeutz, Schloß Holte, Schwelm, Seefeld, Seevetal, Sievershausen, Weimar, Werl, Weyhe, Wilsdruff und Wittstock.
- Aldi-Süd-Zentralen gibt es in Adelsdorf, Aichtal, Altenstadt (Iller), Bingen, Bous, Butzbach, Donaueschingen, Dormagen, Ebersberg, Eichenau, Eschweiler, Geisenfeld, Heidelberg*, Helmstadt, Kerpen, Ketsch, Kirchheim an der Weinstraße, Kleinaitingen, Langenfeld, Langenselbold, Mahlberg, Montabaur, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Murr, Titz*, Mülheim an der Ruhr, Rastatt, Regenstauf, Rheinberg, Roth, Sankt Augustin, Pforzheim, Schweich* und Wittlich.
*Regionalgesellschaft ohne direktes Zentrallager
Aldi besitzt eigene Kaffeeröstereien. Aldi Nord betreibt diese in Weyhe und Herten, die Röstereien von Aldi Süd befinden sich in Mülheim an der Ruhr und Ketsch.
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Filiale von Aldi Nord in Kamen
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Filiale von Aldi Süd in Aldingen
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Aldi-Nord-Lkw an der Laderampe der Regionalgesellschaft Datteln
Österreich [Bearbeiten]
Aldi tritt in Österreich unter dem Namen Hofer auf. Dies ist historisch bedingt, weil die von Helmut Hofer im Jahre 1962 gegründete gleichnamige Filialkette Hofer im Jahre 1968 von Aldi Süd übernommen wurde.[7] Das gleiche Konzept wie bei Aldi Süd wurde nach und nach umgesetzt. Das Logo ähnelt dem Logo von Aldi-Süd, trägt aber den Schriftzug „Hofer“ als Firmierung.
International [Bearbeiten]
Die Aldi-Gruppe betrieb 2010 rund 8000 Filialen in Europa und etwa 1500 Filialen in Australien und den USA.[2]
Aldi Nord ist zuständig für Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Dänemark und Polen. In den USA betreibt die Markus-Stiftung, zu der Aldi Nord gehört, seit 1979 die Lebensmittel-Einzelhandelskette Trader Joe’s.
Aldi Süd kümmert sich um die Märkte in Österreich, Großbritannien, Irland, den USA, Australien, der Schweiz, Slowenien und Ungarn. Ein aktuelles Ziel ist die weitere Erschließung der Schweiz und Sloweniens. In der Schweiz wurden im Oktober 2005 die ersten Filialen eröffnet. Im Februar 2008 eröffnete der Discounter seine ersten Filialen in Polen.
Während Aldi Nord seine niederländischen und belgischen Tochtergesellschaften Combi und Lansa mittlerweile in Aldi umfirmiert hat, ist Aldi Süd um regional gefärbte Marktauftritte bemüht und tritt in Deutschland explizit als Aldi Süd, in der Schweiz als Aldi Suisse und in Österreich und Slowenien als Hofer auf.
| Land | Name | Aldi-Konzern | seit | Anzahl der Filialen (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Aldi | Nord | 1960[1] | 2520[2] |
| Aldi Süd | Süd | 1960[1] | >1800[1] | |
| USA | Aldi | Süd | 1976[8] | >1200[1] |
| Trader Joe’s | Nord | 1979[8] | >390[1] | |
| Frankreich | Aldi Marché | Nord | 1988 | 919[2] |
| Niederlande | Aldi | Nord | 1975 | 493[2] |
| Belgien | Aldi | Nord | 1973 | 452[2] |
| Österreich | Hofer | Süd | 1968 | >438 [2] |
| Vereinigtes Königreich | Aldi | Süd | 1990 | >450 |
| Dänemark | Aldi Marked | Nord | 1977 | 255[2] |
| Australien | Aldi | Süd | 2001 | 272[2] |
| Spanien | Aldi | Nord | 2002 | 247[2] |
| Schweiz | Aldi Suisse | Süd | 2005 | 152[2] |
| Irland | Aldi | Süd | 1998 | >90 |
| Slowenien | Hofer | Süd | 2005 | 67[9] |
| Luxemburg | Aldi | Nord | 1990 | 13[2] |
| Polen | Aldi | Nord | 2008 | 58[2] |
| Portugal | Aldi | Nord | 2006 | 31[2] |
| Ungarn | Aldi | Süd | 2008 | >80[1] |
In den Vereinigten Staaten konnten 2008 990 Filialen unter Aldi-Süd Landeschef Jason Hart ihren Umsatz um 21 % auf etwa 7 Mrd. US-Dollar steigern. Aldi-Süd gab im Januar 2009 Expansionspläne bekannt: im Jahre 2009 sollen 75 neue Filialen entstehen. Die erste Aldi-Süd Filiale in New York entstand im Stadtteil Queens.[10]
Griechenland: Mitte 2010 wurde bekannt, dass Aldi einen Käufer für seine griechischen Filialen sucht. Inzwischen sind die Filialen geschlossen, das war das erste Mal, dass Aldi sich aus einem Land zurückzog.[11]
Sonstige Konzepte [Bearbeiten]
Im Mannheimer Stadtteil Waldhof erprobte Aldi Süd ein neues Marktkonzept mit dem Namen Tausendundeine Gelegenheit. In dem am 4. April 2005 eröffneten Laden wurden nicht abgesetzte Schnäppchenprodukte (Aldi-Aktionsware) zu nochmals stark ermäßigten Preisen verkauft. Da sich das Konzept jedoch nicht bewährte, wurde der Laden am 30. Juni 2007 wieder geschlossen.
Finanzen [Bearbeiten]
Umsätze und Erträge der Gruppe wurden bis zum Jahr 2000 nicht veröffentlicht. Ab dem Jahr 2001 werden die Zahlen zumindest für die Gesellschaften Nord im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Umsatz 2010 in Deutschland betrug 22,5 Mrd. € (Aldi Nord: 9,95 Mrd. €; Aldi Süd 12,5 Mrd. €), der weltweite Umsatz betrug 52,8 Mrd. Die Umsatzrendite betrug 2010 in Deutschland 3,0 % (Aldi Nord) bzw. 3,7 % (Aldi Süd).[2]
Aldi Nord und Aldi Süd befinden sich vollständig in Familienbesitz. Die Kapitalausstattung wird als sehr solide bezeichnet; nach eigenen Angaben hat Aldi keine Verbindlichkeiten. Soweit bekannt, ist Aldi Nord über seine Immobilientochter Eigentümer sämtlicher Logistikzentren. Der Filialbestand ist ebenfalls größtenteils Eigentum, gemietete Objekte werden im Zuge des Flächentausches und der Vergrößerung verstärkt durch eigene Objekte ersetzt. Aldi Süd ist ebenfalls Eigentümer fast aller Gebäude (Märkte, Logistikzentren) und Grundstücke, hat kürzlich aber auch Fremdkapital aufgenommen, um die weitere Immobilienexpansion finanzieren zu können. Damit verlässt zumindest Aldi Süd den bisherigen Weg der totalen Unabhängigkeit von Kreditgebern durch das Vermeiden von Fremdkapital. Die Finanzstrategie divergiert damit zwischen Nord und Süd.
Kundenprofil [Bearbeiten]
Bis Anfang der 1980er Jahre hatte Aldi das Image eines Arme-Leute-Ladens;[12] Aldi-Produkte galten zwar als qualitativ hinreichend solide, aber ohne Prestige. Auch heute sind arme Bevölkerungsschichten eine wichtige Zielgruppe von Aldi,[13] jedoch wird dies mittlerweile nicht mehr als negativ für Aldis Image gesehen: Aldi konnte mehrmals mit sehr guten Testergebnissen bei der Stiftung Warentest[14][15] und bei Öko-Test[16][17] punkten. 2006 kauften drei Viertel der Haushalte regelmäßig bei Aldi ein. Im Fünfjahresrückblick der Stiftung Warentest waren 2009 rund 40 % der angebotenen Aktionsprodukte ein Schnäppchen, 15 % erwiesen sich als Fehlkauf, der Rest war von angemessenem Preis.[18][19]
Leitbild [Bearbeiten]
Eine flache Organisationshierarchie und einfache Unternehmensgrundsätze bilden das Unternehmensleitbild. Die oft günstigen Preise bei Aldi sind auf eine effiziente Struktur, basierend auf rigoroser Mitarbeiterführung (bei allerdings meist überdurchschnittlicher Bezahlung), straffer Logistik, eine starke Position (durch einen hohen Grad an Marktmacht) gegenüber Lieferanten und spartanischer Präsentation der Waren (unter anderem Verzicht auf Fernsehwerbung) zurückzuführen.
Sortiment [Bearbeiten]
Die Grundidee ist, nur Produkte im Sortiment zu führen, die bei einem gewissen Mindestumsatz eine hohe Warenumschlagshäufigkeit aufweisen, sogenannte Schnelldreher. Das Sortiment ist somit verhältnismäßig schmal und besteht aus rund 700 Artikeln, die vorwiegend für den Durchschnittskunden interessant sind.
Marken [Bearbeiten]
Die früher bei allen Markenartikeln übliche Bindung der Verbraucherpreise (Preisbindung der zweiten Hand) gab den Albrecht-Brüdern keine Möglichkeit, Markenartikel günstiger anzubieten. Deshalb blieb Aldi nur der Ausweg über markenfreie Produkte, die sogenannten No-Name-Produkte. Es galt, Hersteller zu finden, die Produkte speziell für Aldi mit Fantasie-Namen abpackten, die keiner Preisbindung unterlagen. Viele Markenartikler waren anfangs dazu nicht bereit, weil sie negative Reaktionen ihrer Bestandskunden befürchteten und auch tatsächlich erlebten. Aufgrund der raschen Expansion von Aldi und wegen ihrer von Anfang an guten Qualität erreichten diese Aldi-Eigenmarken schnell die Bekanntheit und den Distributionsgrad bekannter Markenartikel.[4] Für Aldi hat dieses Konzept den zusätzlichen Nutzen, dass der Verbraucher nicht eine bekannte Marke kauft, die er genauso gut in jedem anderen Supermarkt erhalten kann, sondern eingestellt wird auf eine Meinung wie beispielsweise „Die Schokolade von Aldi ist gut“.[6]
Als Markenware hat Aldi Süd Produkte von Haribo und Ferrero im Sortiment. 2012 kündigte Aldi an, den Anteil von Markenartikeln innerhalb des Sortiments ab Oktober zu erhöhen. Hierzu führte das Unternehmen Gespräche mit Herstellern von Markenprodukten wie Coca Cola und der Beiersdorf AG.[20]
Lebensmittel [Bearbeiten]
Aldi Nord verkauft erst seit 2004 loses Obst und Gemüse, das – anders als bei Aldi Süd – an der Kasse abgewogen wird. In österreichischen Hofer-Filialen wird seit Anfang 2008 ebenfalls loses Obst und Gemüse angeboten, das an der Kasse abgewogen wird.
Sehr erfolgreich sind Nord und Süd im Kaffeegeschäft: Der gesamte Röstkaffee wird in eigenen Röstereien hergestellt. Aldi Nord lässt Markus Kaffee bei der Markus Kaffee GmbH & Co. KG in Weyhe und Herten rösten. Aldi Süd lässt Amaroy Kaffee in Röstereien in Mülheim an der Ruhr und in Ketsch produzieren. Aldi hat auch den größten Weinabsatz in Deutschland und ist in vielen anderen Warengruppen ebenfalls Marktführer.
Ende 2009 wurde bekannt, dass Aldi Süd seine Filialen mit Backautomaten ausrüsten wolle. Der Brotbackautomat gibt Brotprodukte per Knopfdruck heraus.[21] Im Juli 2010 erhob der Zentralverband des Bäckerhandwerks Klage gegen Aldi wegen irreführender Werbung. Kritisiert wird die Werbung: „Ab sofort backen wir den ganzen Tag Brot und Brötchen für Sie – frisch aus dem Ofen.“[22][23]
Bio-Label [Bearbeiten]
Aldi Nord und Aldi Süd führen eigene Bio-Marken, die die Anforderungen des deutschen staatlichen Bio-Siegels erfüllen.
Der Non-Food-Bereich und der Aldi-PC [Bearbeiten]
Der steigende Anteil der Non-Food-Waren zieht sich seit Anfang der 1990er Jahre wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte nicht nur von Aldi, sondern auch von anderen Lebensmittel-Discountern. Im Unterschied zu Lebensmitteln haben Non-Food-Waren den Charakter kurzzeitiger Aktionsangebote. Mitunter wird im Rahmen einer Themenwoche ein Sortiment artverwandter Artikel angeboten, z. B. ein breites Sortiment an Campingprodukten.
Während sich in der Frühzeit der Non-Food-Bereich eher auf Textilien und Haushaltsgegenstände beschränkte, erweiterte sich das Angebot im Laufe der 1990er Jahre immer mehr auf Unterhaltungselektronik. Einen Höhepunkt erreichte die Non-Food-Sparte durch den sogenannten Aldi-PC, einen in großen Zeitabständen für den Massenmarkt eigens von Aldi in Auftrag gegebenen Personal Computer.
Als erster Computer bei Aldi kam der „Aldi-C16“ im Frühjahr 1986 als Set zum Preis von 149 DM in den Handel, wobei dies zuerst lediglich ein Abverkauf von Restbeständen von Commodore war, der aber einen Nachfrageboom auslöste.[24] Der erste „Aldi-PC“ wurde 1995 auf den Markt gebracht, zur Zeit des beginnenden Internet-Booms. Auf die ersten Aldi-PCs gab es einen regelrechten Run, da der Bedarf an Consumer-PCs auf dem Markt nicht sofort von den bisher den PC-Markt dominierenden Handelsketten gedeckt werden konnte und der Aldi-PC dank enorm hoher Absatzzahlen preisgünstig verkauft werden konnte. Besonders angesprochen waren dabei in erster Linie Familien mit unterem und mittlerem Einkommen.
Der seit Jahren gleiche Handelspartner und Hersteller der allermeisten technischen Geräte, die es bei Aldi gibt, ist Medion. Bei Aldi Nord trat Medion noch bis vor wenigen Jahren auch unter der Marke Lifetec auf.
In den Aldi-Süd-Filialen werden Produkte der Firma Medion nahezu ausnahmslos (außer der PC und Bildschirme) unter der Pseudonym-Marke Tevion angeboten, die eine Eigenmarke von Aldi Süd ist, und auch Produkte anderer Hersteller umfasst.
Die Aldi-Gruppe ist der achtgrößte Textilvermarkter in Deutschland; in diesem Segment setzt der Discounter – allgemein stagnierenden Verkaufszahlen im Textilbereich zum Trotze – über 1,095 Mrd. € pro Jahr um (2005).[25]
Seit 2003/04 bietet nun auch Aldi Süd in Deutschland Tabakwaren an. Aldi bezieht seine Tabakwaren bei Austria Tabak.
Aldi bietet in Deutschland seit Juli 2005 einen Online-Fotoservice, bei dem Papierabzüge von Digitalbildern nach Hause bestellt werden können.
Am 7. Dezember 2005 stieg Aldi nach guten Erfahrungen bei Hofer in Österreich auch in Deutschland ins Mobilfunkgeschäft ein. Sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd bieten den Kunden in Kooperation mit Medion und dem Netzbetreiber E-Plus den Prepaid-Tarif Aldi Talk unter dem Markennamen MedionMobile an. In der Schweiz wird seit 2006 unter Aldi Suisse mobile ebenfalls ein No-Frills-Angebot für Mobiltelefonie angeboten.
Seit Januar 2007 vermitteln Aldi Nord und Aldi Süd auch in Deutschland und der Schweiz Pauschalreisen. Der ausführende Partner ist das Unternehmen Berge & Meer, eine TUI-Tochter. Seit 19. April 2013 vermitteln Aldi Nord und Süd in Kooperation mit dem Bonner Busunternehmen Univers auf dem Internetportal Aldi Reisen auch Fernbusfahrten.
Seit Februar 2008 vertreibt Aldi Nord ein Sortiment von circa 70 Zeitschriften (Tageszeitungen und Illustrierte).
Seit April 2008 wird ein Onlinebestellservice von Schnittblumen angeboten, wobei Aldi nur als Vermittler auftritt, den Auftrag wickelt das Unternehmen fleurfrisch ab, eine Tochtergesellschaft von Landgard (Landgard ist langjähriger Vertragslieferant der Pflanzenangebote bei Aldi).[26] Die eigentliche Zusammenstellung der Sträuße übernimmt ein von fleurfrisch beauftragter Bündelservice, der sich fast ausschließlich Werkvertrags-Mitarbeitern bedient.
Für das Jahr 2008 war auch der Vertrieb von Versicherungen in Kooperation mit Signal Iduna geplant. Nach Protesten des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute zog sich Aldi aus der Kooperation zurück.[27]
Vermarktung [Bearbeiten]
Aldi hat keine offizielle PR-Abteilung und gab in der gesamten Unternehmensgeschichte zu keinem Zeitpunkt Geld für externe Marketingagenturen aus. (Karl Albrecht, 1953: „Unsere Werbung liegt im billigen Preis.“)[28] Die wöchentlichen Anzeigen in lokalen Zeitungen sehen seit Jahren gleich aus; sie zeigen die aktuellen Angebote ohne Werbeslogans unter dem Motto „Aldi informiert“. Die Zeitungsanzeigen lösten vorher regelmäßig erscheinende vierseitige Preislisten ab, die teilweise auch an die Haushalte verteilt wurden.
Die Zeitungsanzeigen von Nord und Süd wurden vor einigen Jahren größer (seitdem 1/1 Seite) und farbig. Zudem liegen in den Märkten Flugblätter mit den Angeboten der nächsten Woche aus. Sowohl Aldi Süd als auch Aldi Nord haben ganzjährig zwei Aktionen pro Woche, die zu einem mehrseitigen Prospekt zusammengefasst werden. Aldi Nord lässt Prospekte, Flugblätter und Zeitungsanzeigen von einer konzerneigenen Werbeagentur vorbereiten und schalten, die für den Konzern europaweit tätig ist.
Vor einigen Jahren versuchte sich Aldi Nord in Sachen Merchandising und bot Aldi-Markt-Bausätze, LKW-Modelle (siehe Foto) und Badetücher in den Aldi-Farben an. Der Erfolg war eher gering. Der Aldi-Markt ist nun aber im Standardprogramm der Firma Faller, und es gibt immer wieder (vor Weihnachten) Faller-Sonderbausätze im Angebot.
Hofer Österreich bringt seit 2010 Werbespots in österreichischen Privatsendern. Zur Ausgabe Mai 2012 der Zeitschrift Universum ließ Hofer einen Extra-Teil Zurück zum Ursprung drucken,[29] die Zeitschrift lag in den Filialen zur freien Entnahme aus.
Aldi Suisse wirbt wöchentlich in größeren Tageszeitungen mit farbigen Inseraten. Daneben wird im Einzugsgebiet auch wöchentlich ein rund 16-seitiges Reklameheft verteilt, das fast ausschließlich für Non-Food-Produkte wirbt.
2010 verzichtete Aldi in einigen Regionen auf Anzeigen in Tageszeitungen[30] und ließ stattdessen die zweiwöchentlich erscheinende Werbebroschüre kostenlos an alle Haushalte verteilten (Sonntags)zeitungen beilegen.
Aldi Nord und Aldi Süd haben seit 2010, bzw. 2011 auch jeweils eine eigene „Aldi-App“ für Apple iOS und Googles Android in den jeweiligen App-Stores bzw. Google Play im Angebot. Darüber lassen sich die aktuellen Kundenprospekte aufrufen und Artikel aus dem Angebot in eine Einkaufsliste eintragen. Die Aldi-Prospekte lassen sich parallel auch über andere Einkauf-Apps aufrufen (z. B. MeinProspekt XL).
Kassensystem [Bearbeiten]
Vor der Verbreitung von Scannerkassen war es im Lebensmitteleinzelhandel üblich, jeden Artikel einzeln mit einem Preisetikett auszuzeichnen; dieses wurde von den Kassierern abgelesen und eingegeben. Bei Aldi gab es keine Preisetiketten: Bei Aldi Nord erfolgte die Registrierung der verkauften Artikel früher durch Eingabe einer dreistelligen PLU-Nummer. Bei Aldi Süd wurden die DM-Preise direkt eingegeben; lange Kassenbons ohne Artikelbezeichnung waren für den Kunden schlecht zu kontrollieren. Die Kassierer mussten damals die Preise aller Produkte bzw. die PLU-Nummern mithilfe von bebilderten Sortimentslisten auswendig lernen.
Im Laufe der Zeit wurde das Produktsortiment auch bei Aldi größer. Durch die Euro-Bargeldeinführung (Ende 2001 / Anfang 2002) änderten sich sämtliche Preise. Aldi Süd stellte 2000 endgültig komplett auf Scannerkassen um, Aldi Nord Ende 2002.[31][32] Ein Grund für die späte Einführung war, dass das Eintippen schneller ging als das Scannen mit den Geräten der ersten Generationen ohne omnidirektionalen Laser.
Da Aldi größtenteils Eigenmarken vertreibt, war es relativ einfach, den Strichcode auf den Produktverpackungen in unüblichen und teilweise ungenormten Größen sowie in größerer Anzahl auf verschiedenen Seiten der Verpackung zu platzieren. Die meisten Aldi-Verpackungen besitzen daher den EAN-Strichcode (unternehmensinterner verkürzter EAN 8-Code)[33] auf mindestens drei Seiten, als lange Streifen oder als Banderole um die ganze Verpackung herum, wohingegen die Produkte in anderen Supermärkten einen genormten kleineren Strichcode an nur einer Stelle besitzen. Die Kassierer müssen daher Aldi-Artikel viel seltener drehen und wenden, um sie vom Scanner zu erfassen, was den Kassiervorgang beschleunigt.
Tests mit der Bezahlung per EC-Karte erfolgten 2004 in Filialen von Aldi Nord. Ab April 2005 folgte die flächendeckende Einführung der Zahlung per EC-Karte bei Aldi Nord und Süd, die bis Ende Oktober 2005 abgeschlossen wurde. Die Umstellung wurde durch das Unternehmen NCR durchgeführt.[34]
Leergutrücknahme [Bearbeiten]
In der zweiten Jahreshälfte 2005 führte Aldi Nord als Rationalisierungsmaßnahme testweise Leergutautomaten ein. Aldi Süd übernahm dieses System im ersten Quartal 2006. Beide schlossen sich im Zuge dieser Maßnahme dem ILN-System an. Auch die neue Pfandregelung, die am 1. Mai 2006 in Kraft trat, zwang das Unternehmen zu diesem Schritt, da die so genannten „Insellösungen“ beendet wurden.[35]
Nach ausgiebigen Tests hat sich Aldi Nord für ein Rücknahmesystem des Herstellers Wincor Nixdorf entschieden, während Aldi Süd eine Entwicklung des Herstellers Tomra Systems vorzog. Bei beiden Geräten kommt ein System zur Anwendung, bei dem die PET-Flaschen unmittelbar nach der Abgabe gepresst werden.
Bei Hofer in Österreich werden jedoch keine Produkte mit Pfandgebinde verkauft, und es gibt daher auch keine Rücknahme.
Tax Free Shopping [Bearbeiten]
Seit 2006 bietet Aldi Süd in den an der Grenze zur Schweiz gelegenen Filialen ein System zur Rückerstattung der Umsatzsteuerdifferenz für die dort überproportional stark vertretenen Schweizer Kunden an. Hierbei erfolgt jedoch keine Barauszahlung, sondern über eine eigens geschaffene Aldi-Süd-Tax-Free-Karte eine bargeldlose Überweisung durch die Firma Global Refund. Sie gilt nur für Kunden über 18 Jahren. Anfangs war ein Mindesteinkauf von 40 € obligatorisch. Erstattet (wie bei allen Unternehmen, die sich dem Tax-Free-System angeschlossen haben) wurde aber nur ein Teil der USt. Bei Aldi waren dies 75 % (25 % wurden zur Finanzierung des Systems einbehalten). Aldi sah sich jedoch dazu gezwungen (da der konkurrierende Einzelhandel in diesem Gebiet den Schweizer Kunden schon seit Jahren beinahe flächendeckend eine volle Rückerstattung anbietet und der Anteil dieser Kunden in den regionalen Filialen etwa 30 %, an manchen Wochentagen über 50 % beträgt), die 75-%-/40-€-Regelung Ende 2011 aufzuheben. Mittlerweile wird die volle USt. (100 %) erstattet und der Mindesteinkaufsbetrag wurde aufgehoben.
Ladenöffnungszeiten [Bearbeiten]
Aldi befolgt bei den Ladenöffnungszeiten die in der Branche üblichen Gepflogenheiten. Manchmal werden Anpassungen vorgenommen. Aldi-Filialen in großen Einkaufszentren haben in der Regel so lange wie die anderen Läden im Zentrum geöffnet. Seit 1. September 2007 schließt Aldi Nord die Filialen samstags um 18 Uhr. Einige Regionalgesellschaften haben die Öffnungszeiten am Samstag bis 20 Uhr verlängert. Aldi Süd öffnet seine Märkte von 8 bis 20 Uhr, mit den o. g. Ausnahmen in Einkaufszentren.
Aktuelle Marktposition [Bearbeiten]
Im gesamten Lebensmitteleinzelhandel belegt ALDI in Deutschland den vierten Platz nach Umsatz hinter den Unternehmen Edeka, Rewe, der Schwarz-Gruppe und vor der Metro Gruppe (2010).[36] Mit einem Umsatz im Textilbereich von rund 1,071 Mrd. € (2009) liegt ALDI hier derzeit auf Platz 8 der größten Textileinzelhändler Deutschlands.[37] Im Bereich Gesundheitsprodukte außerhalb der Apotheke schafft es ALDI derzeit (2005) auf einen Marktanteil von rund 18 %.[38] Laut einer Forsa-Umfrage sind 95 % der Arbeiter, 88 % der Angestellten, 84 % der Beamten und 80 % der Selbstständigen Kunden bei Aldi. Nach Informationen der Gesellschaft für Konsumforschung ging der Umsatz im Jahr 2007 erstmals um 1,5 % zurück, und lag bei brutto 27 Mrd €. Der Marktanteil unter den Discountern ging dadurch um 0,6 Prozentpunkte auf 18,9 % zurück.[39]
Kritik [Bearbeiten]
Mitarbeiter [Bearbeiten]
Das Schwarzbuch Markenfirmen wirft Aldi Süd vor, dass eine gewerkschaftliche Organisierung weitgehend vermieden werde,[40] so gebe es keinen Gesamtbetriebsrat. Im April 2004 kündigte Aldi mit sofortiger Wirkung seine bisher wöchentlich erscheinende, ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung, nachdem diese in einem kleinen Artikel am 7. April 2004 über „schikanöse Arbeitsbedingungen“ und „massive Wahlbehinderungen“ bei der versuchten Gründung der ersten Aldi-Betriebsräte in München berichtet hatte.[41] Durch diesen Boykott entgingen der Zeitung Anzeigen im Gesamtwert von rund 1,5 Millionen Euro.[42]
In einer Studie hat das Südwind-Institut massive Arbeitsrechtsverletzungen in chinesischen und indonesischen Zuliefererbetrieben von Aldi nachgewiesen. Dazu zählen unter anderem eine monatelange Zurückhaltung von Löhnen, Kautionszahlungen von Beschäftigten für Fabrikjobs und Kinderarbeit.[43] Im Februar 2008 trat die Aldi-Gruppe der Business Social Compliance Initiative (BSCI) bei,[44] nachdem für März 2008 die „Kampagne für Saubere Kleidung“ Aktionen in Deutschland für bessere Produktionsbedingungen der Aldi-Textilien in China und Indonesien organisiert hatte.[45] Die Kampagne kritisierte jedoch, dass die BSCI keine unabhängige Verifizierungseinrichtung sei, in der Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an führender Stelle vertreten seien.[46] Im Jahr 2009 wies das Südwind-Institut erneut auf unwürdige Arbeitsbedingungen in Aldi-Zuliefererbetrieben hin. Die Arbeitnehmerinnen müssten bis zu 90 Stunden pro Woche arbeiten, Fehler würden mit Geldstrafen geahndet. Die Beschäftigten erhielten keinen Mutterschutz und die Bildung von Gewerkschaften sei ihnen verboten.[47] Auch 2010 wies das Südwind-Institut in einer neu veröffentlichten Studie auf massive Arbeitsrechtsverletzungen bei Aldi-Zulieferern in China hin.[48]
Im April 2008 stand Aldi Nord in der Kritik, weil jährlich 120.000 Euro an die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) geflossen sind. Der Konzern räumte diese Zahlungen ein. Die Betriebsräte vieler Aldi Nord-Regionalgesellschaften sind Mitglied in der AUB, diese selbst steht den Arbeitgebern nahe.
Anfang Januar 2013 wurde bekannt, dass Aldi Süd offenbar Mitarbeiter mit versteckten Kameras überwachen lasse. Ein früherer Detektiv des Konzerns berichtete im Nachrichtenmagazin Der Spiegel, er habe auch über private Angelegenheiten der Beschäftigten Bericht erstatten sollen, insbesondere auch die finanzielle Situation und die Arbeitsgeschwindigkeit. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück.[49]
Zulieferer [Bearbeiten]
Aldi übt einen extremen Preisdruck auf seine Zulieferer aus; Aldi erwartet von seinen Lieferanten hingegen keine Zugeständnisse bei sinkenden Verkaufspreisen oder Werbekostenzuschüsse, Jubiläums-Rabatte oder Logistik-Optimierungsrabatte, wie in der Branche üblich.
Umwelt [Bearbeiten]
Im Schwarzbuch Markenfirmen werden Ausbeutung in der Rohstoffgewinnung und Umweltzerstörung als Kritik genannt.[50]
Aldi wurde wegen seines unökologischen Angebots billiger Garnelen auf Kosten der Mangrovenwälder kritisiert.[51] 2010 warf die Umweltschutzorganisation Robin Wood der Handelskette vor, dass auch zwei Bücher ihres Angebotes Fasern aus Mangrovenholz enthielten.[52] Im Mai 2004 verkaufte Aldi in einer Sonderaktion Gartenmöbel aus indonesischem Meranti-Holz.[53] Aufgrund von Protesten von Umweltorganisationen und einzelnen Aktivisten, die Aldi aufforderten, sich nicht an der Zerstörung der letzten indonesischen Tropenwälder zu bereichern, erklärte Aldi, in Zukunft nur noch Artikel aus Holz mit FSC-Siegel vermarkten zu wollen.[54]
Lebensmittelskandal in England [Bearbeiten]
Anfang Februar 2013 bestätigte ALDI UK, dass die von ihm vertriebenen Rindfleisch-Fertiggerichte bis zu 100 Prozent Pferdefleisch enthielten. Es handelte es sich um Tiefkühllasagne und Spaghetti Bolognese der Firma Findus.[55] Die Britische Food Standards Agency empfahl Verbrauchern betroffene und eventuell noch vorhandene Lebensmittel nicht zu verzehren, da diese nicht auf Phenylbutazon getestet seien. Der Wirkstoff wird in der Veterinärmedizin bei Pferden sehr häufig therapeutisch eingesetzt, ist jedoch in der Europäischen Union bei lebensmittelliefernden Tieren verboten. Der von ALDI UK genannte Lieferant Comigel hatte das Pferdefleisch aus Rumänien[56] ebenso wie Tesco, Lidl, Dunnes und Iceland bezogen.[57]
Sonstiges [Bearbeiten]
- Angeblich teilten die Gebrüder Albrecht 1960 das Unternehmen in die eigenständigen Konzerne Aldi Nord und Aldi Süd auf, weil sie sich nicht über die Aufnahme von Tabakwaren und Tiefkühlkost in das Sortiment einigen konnten.[58] Ob das wirklich ausschlaggebend für die geschäftliche Trennung des Unternehmens gewesen ist, bleibt ungeklärt.
- Aldi-Süd besitzt die Namensrechte des größten Hörsaals der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Seit Beginn des Wintersemesters 2006 trägt er den Namen „Aldi-Hörsaal“.[59] Außerdem gibt es einen „Aldi-Süd-Hörsaal“ in der Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain, sowie an der Fachhochschule Düsseldorf.[60][61][62]
- Das Schlagwort „Aldisierung“ wurde zum Wort des Jahres 2005 der Schweiz gewählt. Das bezeichnete Phänomen ist mittlerweile im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich Untersuchungsgegenstand. Es wird definiert als „die zunehmende Suche auch besser verdienender Konsumenten nach dem günstigsten Angebot in immer mehr Konsumbereichen“. Weiterhin „charakterisiert die Aldisierung den sich intensivierenden Preis- und Sonderangebotswettbewerb im Einzelhandel, der das preisorientierte Konsumentenverhalten verstärkt. Darüber hinaus werden der Aldisierung auch verschiedene gesellschaftliche Auswirkungen problematischer Art zugeschrieben, etwa die Verödung von Innenstädten sowie die Beeinträchtigung der Beschäftigungs- und der Konsumkultur“ (Wolfgang Fritz: Die Aldisierung der Gesellschaft).
- Die Gestaltung der Aldi-Nord-Einkaufstüte übernahm Günter Fruhtrunk, Maler und Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München.[63]
Filme [Bearbeiten]
- Der Aldi-Check. Dokumentation, Deutschland, 2011, 45 Min., Buch und Regie: Nicole Kohnert und Herbert Kordes, Produktion: WDR, Erstsendung: 22. August 2011, Online
- Aldi – Mutter aller Discounter. Dokumentation, Deutschland, 2009, 45 Min., Buch und Regie: Rasmus Gerlach, Produktion: NDR, Erstsendung: 2. November 2009, Inhaltsangabe vom NDR. Online
Literatur [Bearbeiten]
- Dieter Brandes: Die 11 Geheimnisse des ALDI-Erfolgs. Campus, Frankfurt/Main 2003, ISBN 3-593-37294-0.
- Eberhard Fedtke: ALDI-Geschichten. Ein Gesellschafter erinnert sich. Mit Zeichnungen von Philipp Heinisch. NWB-Verlag, Herne 2012, ISBN 978-3-482-63731-5, Besprechung.
- Wolfgang Fritz: Die Aldisierung der Gesellschaft – Eine ökonomische Perspektive. Braunschweig 2005, ISBN 3-933628-60-1.
- Hannes Hintermeier: Die Aldi-Welt. Nachforschungen im Reich der Discount-Milliardäre. Goldmann, München 2000, ISBN 3-442-15063-9.
- Franz Kotteder: Die Billig-Lüge. Die Tricks und Machenschaften der Discounter. Droemer/Knaur, München 2005, ISBN 3-426-27371-3.
- Andreas Straub: Einfach billig. Ein ehemaliger Manager packt aus. rororo 2012, ISBN 978-3499629594.
- Hans Weiss, Ernst Schmiederer: Asoziale Marktwirtschaft. Insider aus Politik und Wirtschaft enthüllen, wie die Konzerne den Staat ausplündern. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03643-2.
- Klaus Werner-Lobo: Das neue Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne. Deuticke Verlag, Wien 2003, ISBN 3-216-30715-8.
- Silke Gronwald, Rolf-Herbert Peters und Michael Streck: Die Masse Macht's – 100 Jahre Aldi. Eine deutsche Konsum-Geschichte. in: stern Nr. 15 vom 4. April 2013, S. 76–87 und als Audiodatei der DZB (Dauer 30:52 min)
Ausstellungen [Bearbeiten]
- I love ALDI. 26. November 2011 bis 4. März 2012 im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, Rezensionen:[64]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Seite – aldi.com
- Karte zum Grenzverlauf zwischen Aldi Nord und Aldi Süd
- Management: Das Prinzip Aldi in Manager Magazin vom 8. März 2004, Interview mit Ex-Geschäftsführer Dieter Brandes
- Aldi brutal, Handelsblatt vom 29. Januar 2008
- Aldi: Eine Tüte geht um die Welt in Manager Magazin vom 14. Juli 2009
- Expansion: Discount-Krösus Aldi macht mobil in Manager Magazin vom 15. April 2012
Quellenangaben [Bearbeiten]
- ↑ a b c d e f g Daten und Fakten, ALDI Süd.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Aldi-Bilanz 2010: Gewinnsprung im Norden, mediatribune.de, 26. Juni 2012.
- ↑ a b c d Ruhr-Familien : Die Brüder Albrecht. Ruhr Revue, 12. September 2009, abgerufen am 29. Mai 2011.
- ↑ a b Dieter Brandes: Konsequent einfach: die ALDI-Erfolgsstory. Campus, Frankfurt 1999, ISBN 3-593-35904-9.
- ↑ Beschluss B2 – 359/07, S. 23, Fn 20 vom 2. Juli 2008 (PDF; 248 kB).
- ↑ a b Der Aldi-Check. In: WDR, 22. August 2011.
- ↑ Daten und Fakten von Hofer, hofer.at
- ↑ a b Geschichte von Aldi in den USA
- ↑ Geschichte von Aldi und Internationale Präsenz. Aldi Slowenien.
- ↑ Eva Schweitzer: Aldi erreicht New York. Osterhasen ja, Bier nein. Und die Tüten bitte selber packen! In: Die Zeit, 20. April 2011, Nr. 17.
- ↑ Rückzug: Aldi verlässt Griechenland – Handel+Dienstleister – Unternehmen – Handelsblatt. Abgerufen am 29. Mai 2011.
- ↑ Juliane Meyer: Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes, GRIN Verlag, ISBN 978-3-640-21998-8; zitiert aus: Reiner Mihr, Markus Oess: Aldi: Verkaufsmaschine Aldi – der Triumph des Schlichten, Europäische Verlagsanstalt, 2006, ISBN 3-434-46812-9.
- ↑ Arme Discounterkunden – Kasse dank Masse. in die tageszeitung vom 19. Juni 2009.
- ↑ Stiftung Warentest: Orangensaft – Fast jeder zweite ist "mangelhaft", test 07/2006.
- ↑ Stiftung Warentest: Test Sonnencreme, test vom 07/2009.
- ↑ Aldi-Produkte: Nicht immer gut und günstig in Öko-Test, Dezember 2003.
- ↑ Einzelhandel: Gute Noten für Lebensmittel von Aldi, Lidl & Co. in DerWesten vom 5. Januar 2010.
- ↑ Stiftung Warentest: Aktionsware: Schnäppchen sind selten, test 11/2008.
- ↑ Stiftung Warentest: Aldi bleibt Schnäppchenkönig in der Fünfjahresbilanz, test 11/2009.
- ↑ Mehr Markenprodukte im Sortiment: Discounter Aldi verkauft bald Coca-Cola, focus.de, 28. September 2012
- ↑ AP/dma: Aldi steigt groß ins Bäckerei-Geschäft ein. In: Die Welt, 21. Dezember 2010.
- ↑ Brötchen weder frisch noch Vollkorn: Bäcker klagen gegen Aldi auf n-tv vom 19. Juli 2010.
- ↑ Bäcker verklagen Aldi: Das Brötchen des Anstoßes in Süddeutsche Zeitung vom 19. Juli 2010.
- ↑ Commodore über Aldi-Theken: Computerwoche vom 4. April 1986 abgerufen am 7. Januar 2013
- ↑ Die Größten im deutschen Textileinzelhandel, IHK-Hannover, 26. September 2006, archiviert auf archive.org
- ↑ Aldi: Startet Blumenservice in Lebensmittelzeitung vom 23. April 2008.
- ↑ Discounter gibt auf – Protest des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute erfolgreich, Pressemitteilung des BDV vom 21. April 2008.
- ↑ Handel: Geheimnisse eines Clans in Der Spiegel, Nr. 31/2010, S. 66, vom 2. August 2010.
- ↑ Zurück zum Ursprung – Sonderbeilage Universum Magazin. mwili.com, abgerufen am 16. Dezember 2012.
- ↑ Aldi spart an Anzeigen: Billiger geht immer in die tageszeitung vom 30. Mai 2011.
- ↑ 30 Jahre Barcode: Diese 13 Ziffern ordnen die Welt in Spiegel Online vom 4. Juli 2007.
- ↑ Kassenschlager: Kassensturz in Die Zeit, Nr. 42 vom 9. Oktober 2003.
- ↑ EAN Code, at-mix.de
- ↑ Aldi: Steckt Geld in Kassen in Lebensmittelzeitung vom 21. Juli 2005.
- ↑ GS 1 Germany: Jahresbericht 2005, S. 42/43 (PDF; 4,5 MB)
- ↑ TrendTopic Lebensmittel-Einzelhandel, S. 3, Stand November 2011, abgerufen 25. Mai 2012
- ↑ „Die größten Textileinzelhändler in Deutschland 2008“, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main
- ↑ „Gesundheitsprodukte im Discount – eine Erfolgsgeschichte?“ ACNielsen, 13. April 2006
- ↑ „Aldi muss erstmals Umsatzrückgang in Deutschland hinnehmen“, ddp, 22. Juni 2008
- ↑ Einzelhandel: Aldi, labournet.de
- ↑ Noch wehrt sich das Management – Die Aldi-Süd-Revolution: ein Betriebsrat in Süddeutsche Zeitung vom 7. April 2004
- ↑ Aldi informiert nicht mehr in die tageszeitung vom 20. April 2004
Nach kritischen Berichten schaltet Aldi in der SZ keine Anzeigen mehr: Hauptsache billig in Berliner Zeitung vom 22. Juni 2004 - ↑ Kampagne für saubere Kleidung: Firmenprofil: Aldi
Ingeborg Wick: All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien. (PDF; 3,9 MB) Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene, Siegburg 2007, ISBN 978-3-929704-37-2, Broschüre - ↑ Friederike Schulz: „Textil-Schnäppchen auf Kosten der Hersteller“, Deutschlandfunk, 7. März 2008
Kampagne für Saubere Kleidung: Aldi-Gruppe tritt der BSCI bei, saubere-kleidung.de, 22. Februar 2008 - ↑ Kampagne für Saubere Kleidung: Startschuss für Aldi-Aktionen am Weltfrauentag, saubere-kleidung.de, 6. März 2008
- ↑ Firmenprofil: C&A, Kampagne für saubere Kleidung
- ↑ Für Aldi-Produkte müssen Frauen schuften – 90 Stunden die Woche in Basler Zeitung vom 4. Februar 2009
- ↑ Chinageschäfte von Metro, Aldi und Adidas – Kommunen und Bundesländer müssen handeln (PDF; 102 kB), Pressemitteilung Südwind-Institut vom 19. August 2010 – abrufbar über supermarktmacht.de
Schutz der Arbeit im Partnerschaftsabkommen mit China? Fallbeispiele Adidas, Metro, Aldi, Südwind-Institut, Juni 2010 (PDF, 96 Seiten – 2,6 MB) - ↑ Detektiv enthüllt Mitarbeiterüberwachung bei Aldi Der Spiegel vom 7. Januar 2013, abgerufen am 7. Januar 2013
- ↑ Schwarzbuch Markenfirmen
- ↑ Untergang der Mangroven: Garnelenzucht bedroht unersetzliche Ökosysteme in Robin Wood-Magazin 1/97, S. 28
Hormone, Antibiotika, radioaktive Strahlen – Wie asiatische Shrimps für den deutschen Markt gezüchtet werden in Panorama vom 1. August 1996 - ↑ Offener Brief: Mangrovenholzfasern in Büchern des Tandem-Verlags Dr. Rudolf Fenner, Waldreferat Robin Wood, vom 16. November 2010 (PDF; 26 kB)
- ↑ Umwelt: Aldi auf dem Holzweg in Spiegel Online vom 20. Mai 2004
- ↑ ALDI will auf Tropenholz aus Raubbau verzichten: ROBIN WOOD-Protestaktionen bringen Discounter zum Umdenken, Pressemitteilung Robin Wood vom 26. Mai 2004
- ↑ Aldi confirms up to 100% horsemeat in beef products guardian.co.uk, 9. Februar 2013, abgerufen am 10. Februar 2013
- ↑ Aldi confirms up to 100% horsemeat in beef products guardian.co.uk, 9. Februar 2013, abgerufen am 10. Februar 2013
- ↑ Pferdefleisch in britischen Lebensmitteln: Kriminelle Machenschaften vermutet vom 9. Februar 2013 abgerufen am 10. Februar 2013
- ↑ Handel: Geheimnisse eines Clans in Der Spiegel, Ausgabe 31/2010, S. 68, vom 2. August 2010
- ↑ Unis in Finanznöten: Hörsaal sponsored by Aldi in Der Spiegel, 27. Oktober 2006
- ↑ UniSpiegel 6/2012: Geheime Verträge (10. Dezember 2012, abgerufen 5. April 2013)
- ↑ Uni-Sponsoring: Ab in die Marken-Uni! In: Zeit Campus, 6. November 2006
- ↑ Neuer Hörsaal am Fachbereich Wirtschaft der FH Düsseldorf, Fachhochschule Düsseldorf, 11. September 2007
- ↑ Aufstieg und Fall des Günter F. In: Monopol vom 1. Juli 2009
- ↑ Julia Voss: Wer auf den Quatsch hereinfällt. In: FAZ, 27. November 2011.
Hans-Dieter Franz: „I love Aldi“: Über die Wonnen der Fülle. In: Badische Zeitung, 3. Januar 2012.