Alejandro Jodorowsky

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Alejandro Jodorowsky 2006

Alejandro Jodorowsky [a.le.ˈxan.ð̪ɾo xo.ð̪o.ˈɾov.ski] (* 7. Februar 1929 in Iquique, Chile) ist ein chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor einer Reihe surrealer Filme.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Jodorowsky wuchs zunächst in Chile auf. 1955 ging er nach Paris, um bei Marcel Marceau Pantomime zu studieren. Mit dem Comic Pietrolino (zusammen mit Olivier Boiscommun setzte er ihm posthum ein Denkmal.
Sein erster Spielfilm Fando y Lis entstand 1967. In ihm beschrieb er in surrealen Bildmontagen die Reise eines jungen Paares in das verheißene Land Tar. Seinen Rang als Kultregisseur erwarb sich Jodorowsky mit El Topo (1970) und Montana Sacra – Der heilige Berg (1973). 1975 begann Jodorowsky mit der Arbeit an der Verfilmung von Frank Herberts Roman Der Wüstenplanet. Nach Jodorowskys Ideen sollte der Film zehn Stunden lang sein und sah Orson Welles, Salvador Dalí und Gloria Swanson als Darsteller vor. Die Filmmusik sollte von Pink Floyd und der französischen Musikgruppe Magma, jeweils eine der beiden Bands sollte eines der Herrscherhäuser repräsentieren, die Ausstattung von H. R. Giger stammen. Als sich die Geldgeber aus dem Projekt zurückzogen, wurde David Lynch mit der Verfilmung beauftragt.
Erst 1989 wagte Jodorowsky mit Santa Sangre ein Comeback. Im Jahr darauf folgte The Rainbow Thief. Weitere Projekte scheiterten seither.
Jodorowsky lebt derzeit in Paris und arbeitet als Comicautor. So hat er z. B. auch die Geschichte zu dem bisher 13-bändigen John Difool (die ersten sechs Bände und der 13. gezeichnet von Moebius) geschrieben. Berichten zufolge bereitet er unter dem Titel The Sons of El Topo eine Fortsetzung von El Topo vor.
In den letzten Jahren hat Jodorowsky mehrere Bücher im künstlerisch-therapeutischen Bereich und zur Persönlichkeitsentwicklung geschrieben. Vor allem in Frankreich und in der spanischsprachigen Welt hält er nach dem Motto "Wie kann ich euch nützlich sein?" Vorträge, legt Tarotkarten mit dem restaurierten Tarot de Marseille (gemeinsam mit Philippe Camoin), erforscht den Familienstammbaum und verordnet nach der von ihm entwickelten Psychomagie psychomagische Akte. Sein Werk erscheint in Spanien beim Verlag Siruela und in Frankreich bei Albin Michel. Auf Deutsch liegen bisher "Der Weg des Tarot" und "Der Finger und der Mond" vor.
Von Alejandro Jodorowsky ist der Ausspruch überliefert: „Die meisten Regisseure machen Filme mit ihren Augen. Ich mache Filme mit meinen Eiern.“[1]
Die italienische Band Timoria wurde von seinem Film El Topo inspiriert und benannte demnach eines ihrer Alben El Topo Grand Hotel. Im gleichnamigen Lied der Band kommt Jodorowsky sogar selbst zu Wort.

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Comics

[Bearbeiten] Bibliografie

  • Cuentos Panicos, 1963 (dt. Panische Geschichten) ISBN 3-924001-01-4
  • Teatro Pánico, 1965
  • Juegos Pánicos, 1965
  • El Topo, fábula pánica con imágenes, 1970
  • Fábulas Pánicas, 1977
  • Las ansias carnívoras de la nada, 1991
  • Donde mejor canta un pájaro, 1994 (dt. Wo ein Vogel am schönsten singt, Übs. Peter Schwaar) ISBN 3-518-39342-1
  • Psicomagia, una terapia pánica, 1995
  • Garra de Ángel, 1996
  • Antología Pánica, 1996
  • Los Evangelios para sanar, 1997
  • La Sabiduría de los chistes, 1997
  • El niño del jueves negro, 1999
  • Albina y los hombres-perro, 2000
  • La Trampa Sagrada, 2000
  • No basta decir, 2000
  • La danza de la realidad, 2001
  • El loro de las siete lenguas, 2001
  • El Paso del ganso, 2001
  • Ópera Pánica, 2001
  • El tesoro de la sombra, 2003
  • Fábulas Pánicas, 2003
  • El dedo y la luna, 2004 (dt. Der Finger und der Mond. Zen-Geschichten und schlagkräftige Worte dazu, Übs. Christian Schweiger), ISBN 3-89385-496-7
  • Piedras del camino, 2004
  • La vía del Tarot, 2004 (dt. Der Weg des Tarot, Übs. Silke Kleemann), ISBN 3-89385-555-6
  • Yo, el tarot, 2004
  • El Maestro y las Magas,2006

[Bearbeiten] Literatur

Interview in: Thomas Gaschler & Eckhard Vollmar, "Dark Stars"; Belleville, München 1992, ISBN 3-923646-50-X

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. kinolatino.de

[Bearbeiten] Weblinks

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