Alenka Bratušek

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Alenka Bratušek (2013)

Alenka Bratušek (* 31. März 1970 in Celje) ist eine slowenische Politikerin. Sie war seit Februar (kommissarisch) bzw. März (regulär) 2013 Ministerpräsidentin des Landes. Am 5. Mai 2014 erklärte sie ihren Rücktritt vom Amt.

Biographie[Bearbeiten]

Alenka Bratušek studierte an der Universität Ljubljana Management und erwarb 2006 einen Master-Abschluss. Von 1999 bis 2011 war sie im slowenischen Finanzministerium beschäftigt, zuletzt als Generaldirektorin der Haushaltsabteilung.

Bei der Parlamentswahl in Slowenien 2011 gelang ihr als Mitglied der Partei Pozitivna Slovenija der Einzug ins Parlament. Dort wurde sie Vorsitzende des Ausschusses für die Kontrolle der öffentlichen Finanzen.

Im Januar 2013 übernahm sie kommissarisch den Parteivorsitz, da der damalige Vorsitzende Zoran Janković unter Korruptionsverdacht stand und sein Amt ruhen ließ.[1] Am 27. Februar 2013 sprach das slowenische Parlament dem ebenfalls unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Janez Janša das Misstrauen aus und wählte die bisherige Oppositionsführerin Bratušek zur neuen Ministerpräsidentin. Sie stellte, wie von der Verfassung vorgeschrieben, innerhalb von 14 Tagen ihre neue Regierung zusammen, die am 20. März vom Parlament bestätigt wurde. Ihre Regierung ist eine Koalition ihrer Partei Positives Slowenien mit den Socialni demokrati, der Državljanska lista sowie der Demokratischen Pensionistenpartei Sloweniens.[2]

Auf dem Parteitag am 25. April 2014 unterlag sie bei der Wahl zum Parteivorsitz mit 44,5 % zu 55,5 % ihrem Vorgänger Zoran Janković. Infolgedessen trat Bratušek aus der Partei aus[3] und erklärte am 5. Mai 2014 ihren Rücktritt vom Amt der Ministerpräsidentin.[4] Da die Koalitionspartner der PS eine Wahl von Zoran Janković als Ministerpräsidenten ablehnen, sollen bereits im Juni 2014 Neuwahlen stattfinden.[5] Die österreichische Zeitung Der Standard schrieb über ihre Arbeit als Ministerpräsidentin, sie habe „etwas geschafft, was alle ihre Vorgänger nicht zusammengebracht haben, nämlich Slowenien wirtschaftspolitisch wieder einigermaßen auf Kurs zu bringen.“[6]

Am 31. Mai 2014 gründete sie das Bündnis Alenka Bratušek und wurde einstimmig zur Vorsitzenden gewählt.[7] Bei der Parlamentswahl vom 13. Juli 2014 schaffte das Bündnis Alenka Bratušek den Einzug ins Parlament mit 4,34 Prozent. Die Partei erlangte vier Sitze, darunter für Bratušek selbst.

Am 25. August 2014 wählte das slowenische Parlament Miro Cerar zu Bratušeks Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten.

Seit dem 10. September 2014 ist sie Kandidatin für einen Kommissarposten in der Europäischen Kommission und designierte Vizepräsidentin für Energie.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alenka Bratušek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pozitivno Slovenijo vodi mag. Alenka Bratušek (Mag. Alenka Bratušek führt Positives Slowenien, slowenisch, Presseaussendung der Partei vom 17. Januar 2013)
  2. Neue Zürcher Zeitung: Sloweniens Opposition stürzt Regierungschef Jansa, 27. Februar 2013; V DZ prisegla ministrska ekipa Alenke Bratušek, vecer.com, 20. März 2012
  3. Bratusek verließ PS, radiosi.de, abgerufen: 3. Mai 2014
  4. Slowenische Ministerpräsidentin Bratusek ist zurückgetreten, Die Welt vom 5. Mai 2014, abgerufen: 5. Mai 2014
  5. Slowenien - Regierungschefin tritt zurück, Süddeutsche Zeitung vom 3. Mai 2014, abgerufen: 3. Mai 2014
  6. Adelheid Wölfl, Slowenien: Neuer Parteichef bei PS bringt Regierung ins Wanken, Der Standard online, 26. April 2014
  7. Slowenien: Jeder Politikerin ihre eigene Partei, 31. Mai 2014, Wirtschaftsblatt