Aleo Solar

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aleo solar AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A0JM634
Gründung 2001
Sitz Prenzlau, Brandenburg
Leitung York zu Putlitz, Finanzvorstand
Mitarbeiter 864 (Juni 2013)
Umsatz 279,9 Mio. Euro (2012)[1]
Branche Photovoltaik
Website www.aleo-solar.de

Die Aleo Solar AG (eigene Schreibweise: aleo solar AG) produziert und vertreibt Solarmodule und ist Systemanbieter für den weltweiten Photovoltaik-Markt. Das im Jahr 2001 gegründete Unternehmen ist seit 2006 an der Börse notiert. Das Unternehmen hat im Jahr 2012 (2011) einen Umsatz von 279,9 (462) Millionen Euro erwirtschaftet.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2001 als S.M.D. Solar-Manufaktur Deutschland GmbH & Co. KG in Prenzlau gegründet und begann im August 2002 mit der Produktion von Solarmodulen. Die Kapazität wurde von 15 MW bis 2004 auf 30 MW gesteigert. 2005 wurde die S.M.D. in aleo solar AG und die Aleo Solar GmbH in aleo solar Deutschland GmbH umbenannt. Im selben Jahr wurde die Niederlassung in Spanien gegründet.

Im Februar 2007 wurde mit der Produktion von Solarmodulen in Spanien begonnen. Seit September 2008 wurde auch in China produzierte.

Die Aleo Solar AG ist mit 9,23 % an der Johanna Solar Technology GmbH (seit 1. September 2010 Bosch Solar CISTech GmbH) mit Sitz in Brandenburg an der Havel beteiligt, gehört selbst seit 2009 mehrheitlich zur Bosch-Gruppe.

Das Werk im spanischen Santa Maria de Palautordera wurde 2012 geschlossen[3], das Joint Venture mit Avim Solar im September 2012 beendet und das Werk in China ebenfalls stillgelegt (Gaomi, Provinz Shandong)[4].

Am 22. März 2013 gab Bosch die Absicht bekannt, sich von seiner Solarsparte zu trennen.[5]

Im September 2013 gab das Unternehmen die Auflösung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft mit Sitz in Denver bekannt.

Im Februar 2014 wurde ein Vertrag mit der SCP Solar GmbH, einem Konsortium asiatischer Investoren mit Sitz in Hamburg abgeschlossen. Die SCP Solar GmbH übernimmt den Produktionsstandort Prenzlau, die Marke „aleo“ und rund 200 Mitarbeiter.[6] Am 16. April 2014 wurde auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit der Stimmenmehrheit von Bosch die Auflösung der Aktiengesellschaft bechlossen.[7]

Aktie[Bearbeiten]

Das Unternehmen ging im Juli 2006 an die Börse. Der Bosch-Konzern erwarb im Laufe der Jahre eine zunehmende Aktienmehrheit, erreichte am 28 Februar 2011[8] die Schwelle von 75 % und erhöhte diesen Anteil danach auf über 90 %. Mitte des Jahres 2011 stieg der Kurs auf über 26 Euro, fiel aber in den Folgejahren, bedingt auch durch die Krise in der Solarindustrie.

Ein weiterer Großaktionär ist Wilhelm Konrad Thomas Zours mit über 4 %. Der Rest befindet sich im Streubesitz. Insgesamt gibt es rund 1600 Kleinaktionäre.[9]

Standorte[Bearbeiten]

Standorte von Aleo Solar sind die Produktion in Prenzlau und der Verwaltungssitz in Oldenburg (Niedersachsen). Vertriebsniederlassungen gab es in Australien, Großbritannien, Spanien und den USA mit jeweils eigenen Firmen. In Asien war Aleo Solar bis 2012 mit dem Joint Venture Avim Solar Production Co. Ltd. engagiert. Die italienischen Tocherfirmen werden ebenso von der SCP Solar GmbH übernommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2012 (PDF; 1,4 MB)
  2. Geschäftsbericht 2011 (PDF; 3,1 MB)
  3. aleo solar AG schließt Werk in Spanien, Pressemeldung vom 11. Juni 2012.
  4. aleo solar AG beendet Joint Venture avim solar, Pressemeldung vom 24. September 2012.
  5. Verlustgeschäft: Bosch steigt aus Solargeschäft aus, FAZ.NET, 22. März 2013
  6. Mitteilung vom 5. Februar 2014
  7. [http://www.nwzonline.de/wirtschaft/turbulente-hauptversammlung-bei-aleo_a_14,7,75579889.html Bericht in der Nordwest-Zeitung vom 16. April 2014
  8. Mündliche Auskunft des Vorstands auf der Hauptversammlung am 15. April 2014
  9. Unternehmensprofil bei Cortals Consors, abgerufen am 15. April 2014

53.31663913.860344Koordinaten: 53° 19′ 0″ N, 13° 51′ 37″ O