Aleo Solar

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aleo solar GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 2001
Sitz Prenzlau, Brandenburg
Leitung William Chen, Günter Schulze, Geschäftsführer
Mitarbeiter 180 (Juni 2014)
Branche Photovoltaik
Website aleo-solar.de

Die Aleo Solar GmbH (eigene Schreibweise: aleo solar GmbH) produziert und vertreibt Solarmodule und ist Systemanbieter für den weltweiten Photovoltaik-Markt. Das Unternehmen wurde im Jahr 2001 gegründet. Am 16. Mai 2014 hat die Aleo Solar GmbH die Produktion in Prenzlau (120 Megawatt Jahreskapazität) und die Marke „aleo“ von der aleo solar AG übernommen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2001 als S.M.D. Solar-Manufaktur Deutschland GmbH & Co. KG in Prenzlau gegründet und begann im August 2002 mit der Produktion von Solarmodulen. Die Kapazität wurde von 15 MW bis 2012 auf 280 MW gesteigert. 2005 wurde die S.M.D. in aleo solar AG und die Aleo Solar GmbH in aleo solar Deutschland GmbH umbenannt. Die aleo solar AG ist seit 2006 an der Börse notiert. Im April 2014 wurde ihre Auflösung und Abwicklung beschlossen.[2] Im Februar 2007 wurde mit der Produktion von Solarmodulen in Spanien begonnen (bis 2012). Seit September 2008 wurde auch in China produziert (bis 2012). Das Werk im spanischen Santa Maria de Palautordera wurde 2012 geschlossen[3], das Joint Venture mit Avim Solar im September 2012 beendet und das Werk in China ebenfalls stillgelegt (Gaomi, Provinz Shandong)[4].

Die Aleo Solar AG gehört seit 2009 mehrheitlich zur Bosch-Gruppe. Am 22. März 2013 gab Bosch die Absicht bekannt, sich von seiner Solarsparte zu trennen.[5] Im September 2013 gab das Unternehmen die Auflösung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft mit Sitz in Denver bekannt.

Im Februar 2014 wurde ein Vertrag mit der SCP Solar GmbH (jetzt: aleo solar GmbH), einem Konsortium asiatischer Investoren mit Sitz in Hamburg abgeschlossen. Die SCP Solar GmbH übernimmt den Produktionsstandort Prenzlau, die Marke „aleo“ und rund 200 Mitarbeiter.[6] Am 16. April 2014 wurde auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit der Stimmenmehrheit von Bosch die Auflösung der Aktiengesellschaft beschlossen.[7]

Aktie[Bearbeiten]

Die Aleo solar AG ging im Juli 2006 an die Börse [ISIN: DE000A0JM634]. Der Bosch-Konzern erwarb im Laufe der Jahre eine zunehmende Aktienmehrheit, erreichte am 28 Februar 2011[8] die Schwelle von 75 % und erhöhte diesen Anteil danach auf über 90 %. Mitte des Jahres 2011 stieg der Kurs auf über 26 Euro, fiel aber in den Folgejahren, bedingt auch durch die Krise in der Solarindustrie.

Ein weiterer Großaktionär ist Wilhelm Konrad Thomas Zours mit über 4 %. Der Rest befindet sich im Streubesitz. Insgesamt gibt es rund 1600 Kleinaktionäre.[9]

Standorte[Bearbeiten]

Der Produktions- und Verwaltungsstandort der operativ tätigen Aleo Solar GmbH ist Prenzlau. Die aleo solar AG hatte ihren Verwaltungssitz in Oldenburg (Niedersachsen). Vertriebsniederlassungen gab es in Australien, Großbritannien, Spanien und den USA mit jeweils eigenen Firmen. In Asien war die Aleo Solar AG bis 2012 mit dem Joint Venture Avim Solar Production Co. Ltd. engagiert. Eine italienische Tochterfirma wurde von der SCP Solar GmbH übernommen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. aleo solar AG i.L. schließt Verkauf des operativen Geschäfts ab auf as-abwicklung.de
  2. aleo solar AG i.L auf as-abwicklung.de
  3. aleo solar AG schließt Werk in Spanien, Pressemeldung vom 11. Juni 2012.
  4. aleo solar AG beendet Joint Venture avim solar, Pressemeldung vom 24. September 2012.
  5. Verlustgeschäft: Bosch steigt aus Solargeschäft aus, FAZ.NET, 22. März 2013.
  6. Mitteilung vom 5. Februar 2014 auf aleo-solar.de (URL inzwischen ungültig)
  7. Bericht in der Nordwest-Zeitung vom 16. April 2014.
  8. Mündliche Auskunft des Vorstands auf der Hauptversammlung am 15. April 2014.
  9. Unternehmensprofil bei Cortals Consors, abgerufen am 15. April 2014.

53.31663913.860344Koordinaten: 53° 19′ 0″ N, 13° 51′ 37″ O