Aleqa Hammond

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Aleqa Hammond (2013)

Aleqa Hammond (* 23. September 1965 in Narsaq) ist eine grönländische Politikerin. Sie ist seit 2009 Parteivorsitzende der sozialdemokratischen Siumut und seit dem 5. April 2013 Premierministerin von Grönland.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter einer Inuitfamilie wuchs zusammen mit zwei Brüdern in Uummannaq auf. Nachdem ihr Vater auf der Jagd tödlich verunglückt war, musste ihre Mutter die folgenden Jahre unter schwierigen finanziellen Bedingungen bewältigen. Aleqa Hammond reiste seit ihrem 15. Lebensjahr durch verschiedene Länder und studierte anschließend von 1989 bis 1991 im kanadischen Iqaluit am Nunavut Arctic College. Nachfolgend besuchte sie bis 1993 die Universität von Grönland. Sie spricht sieben Sprachen, einschließlich Deutsch.[1][2][3][4]

Hammond arbeitete in den nächsten Jahren in der grönländischen Tourismusbranche. Von 1999 bis 2003 war sie Kommissarin des Inuit Circumpolar Council. Die Grönländerin hat zwei Kinder.[1]

Politik[Bearbeiten]

Aleqa Hammond wurde 2005 in das grönländische Parlament Inatsisartut gewählt und war bis 2007 Ministerin für Familie und Justiz, danach bis 2008 Ministerin für Finanzen und Auswärtige Angelegenheiten.[1] Bei den Wahlen am 12. März 2013 gewannen die vorher oppositionellen Sozialdemokraten und gingen 14 Tage später eine Koalition mit den konservativen Atassut und der separatistischen Partii Inuit ein. Am 5. April 2013 trat sie ihr Amt als Premierministerin an. Sie übernahm auch das Außenministerium.[5]

Sie vertritt einen Weg Grönlands in die politische wie wirtschaftliche Selbständigkeit und sieht die Insel nicht als Teil Europas, sondern zu Nordamerika gehörig. Durch eine stärkere Ausbeutung der Bodenschätze soll die Unabhängigkeit von Dänemark erreicht werden.[2][3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aleqa Hammond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Inatsisartut katitigaanerat (2009-2013). In: ina.gl. Inatsisartut, abgerufen am 14. März 2013 (grönländisch, Lebenslauf).
  2. a b  Manfred Ertel: Grönland – Aufbruch im Eis. In: Der Spiegel. Nr. 46, 2008, S. 150 f. (online).
  3. a b dpa: Grönlands neue Regierungschefin – Vom Hundeschlitten an den Kabinettstisch. In: Handelsblatt. VHB, 13. März 2013, abgerufen am 14. März 2013.
  4. Reinhard Wolff: Wahl in Grönland – Mit Charme und großem Herzen. In: taz.de. die tageszeitung, 13. März 2013, abgerufen am 27. März 2013.
  5.  dpa: Grönland erstmals mit Frau an Regierungsspitze. In: Sächsische Zeitung. DD+V, Dresden 26. März 2013 (online, abgerufen am 27. März 2013).
Vorgänger Amt Nachfolger
Kuupik Kleist Premierminister von Grönland
seit 5. April 2013