Alerheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alerheim
Alerheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alerheim hervorgehoben
48.8510.616666666667425Koordinaten: 48° 51′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ries
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 23,37 km²
Einwohner: 1613 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86733
Vorwahl: 09085
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 111
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Beuthener Str. 6
86720 Nördlingen
Webpräsenz: www.alerheim.de
Bürgermeister: Christoph Schmid (Freie Wahlgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Alerheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Alerheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Teilansicht vom Schloss Alerheim
Stele in Erinnerung an Johann Wilhelm Klein

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt im Nördlinger Ries, neun Kilometer Luftlinie östlich von Nördlingen, und ist Teil der Planungsregion Augsburg. Etwa einen Kilometer weiter östlich fließt die Wörnitz.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst folgende Ortsteile:[2]

Es existieren die Gemarkungen Alerheim, Bühl, Rudelstetten und Wörnitzostheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals im 8. Jahrhundert n. Chr. wird Alerheim im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Reichsabtei Fulda urkundlich als „Villa Alarheim“ erwähnt.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Ortschaft während der Schlacht bei Alerheim stark verwüstet.

Alerheim war von 1306 bis 1806 im Besitz der Familie Oettingen-Wallerstein und kam als Oberamt des Fürstentums Oettingen-Wallerstein mit der Rheinbundakte 1806 zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 erfolgte im Zuge der Gemeindegebietsreform die Eingliederung von Wörnitzostheim,[3] am 1. Januar 1978 kamen die Gemeinden Bühl im Ries mit ihren Ortsteilen sowie Rudelstetten dazu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1503 Einwohner[4]
  • 1970: 1455 Einwohner[4]
  • 1987: 1501 Einwohner
  • 2001: 1684 Einwohner
  • 2005: 1703 Einwohner
  • 2008: 1671 Einwohner
  • 2010: 1665 Einwohner
  • 2011: 1645 Einwohner

Die im Jahr 2008 von der Gemeinde ermittelten 1663 Einwohner verteilten sich wie folgt auf die Ortsteile:

Alerheim 962 Einwohner, Bühl im Ries 231 Einwohner, Rudelstetten 279 Einwohner, Wörnitzostheim 191 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Christoph Schmid (Freie Wahlgemeinschaft Alerheim).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 714.000 €, davon waren 153.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 180 und im Bereich Handel und Verkehr 53 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 598. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 87 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.909 ha. Davon waren 1.488 ha Ackerfläche und 419 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtung: Der Alerheimer Kindergarten ist unter der Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde und hat 60 Plätze. Er wird von 55 Kindern besucht, darunter 8 Krippenkinder unter drei Jahren.
  • SVE, Schulvorbereitende Einrichtung der Schwabenhilfe e.V.: Im Schulgebäude sind drei Gruppen der Fördereinrichtung der Schwabenhilfe untergebracht, die von Kindern aus dem ganzen Ries besucht werden.
  • Grundschule: In Alerheim gibt es mit der Johann-Wilhelm-Klein-Volksschule ein weitgehend einzügige Grundschule für die Jahrgangsstufen 1–4 (eine Jahrgangsstufe ist zweizügig). Sie wird von ca. 100 Schülern in fünf Klassen besucht.
  • Volkshochschule: Eine Außenstelle der VHS Nördlingen ist bereits seit vielen Jahren in Alerheim angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Staatsstraße St 2221 von Oettingen zur B 25 verläuft am östlichen Gemeinderand und kreuzt dort mit der Kreisstraße DON 10.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Erhard: Alerheim im Ries. Ein historisches Mosaik vom 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Gemeinde Alerheim ca. 2000, ISBN 3-00-007186-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alerheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 541.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.