Alessandro Vittoria

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'Alessandro Vittoria', Gemälde von Giovanni Battista Moroni
Büste des Ottavio Grimani, Bode-Museum in Berlin

Alessandro Vittoria (* 1525 in Trento; † 1608 in Venedig) war ein italienischer Bildhauer des Manierismus.

Leben[Bearbeiten]

Vittoria wurde in Trient geboren und kam 1543 nach Venedig, wo er in die Werkstatt Jacopo Sansovinos eintrat. Vittoria schmückte die Gebäude seines Lehrherrn aus. Später konkurrierte er mit Sansovino um die Aufträge für Skulpturen. Er arbeitete für Andrea Palladio insbesondere in der Villa Barbaro in Maser und renovierte 1577 Teile des Dogenpalasts. Vittoria ging völlig im künstlerischen Leben Venedigs auf; er war von Michelangelo beeinflusst und praktizierte wie auch sein Zeitgenosse Giovanni Bologna eine verfeinerte Form des Manierismus. Vittoria gilt nach Sansovino als größter venezianischer Bildhauer des 16. Jahrhunderts.

Literatur[Bearbeiten]

  • L. Planiscig: Venezianische Bildhauer der Renaissance, 1921

Werke[Bearbeiten]

  • Ottavio Grimani, um 1576 (Berlin, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz)
  • Hl. Jakobus (Venedig, S. Giacomo di Rialto)
  • Hl. Sebastian, 1594-1600 (Venedig, S. Salvatore)
  • Karyatiden (Venedig, Eingang Biblioteca marciana)
  • Statuen der Justitia jeweils an den Bogenfenstern der West- und Südfassade des Dogenpalastes, Venedig.
  • Dame aus dem Hause Zorzi, um 1570/80, (Wien, Kunsthistorisches Museum)
 Commons: Alessandro Vittoria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien