Alexander Alexandrowitsch Fadejew

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Alexander Alexandrowitsch Fadejew (russisch Александр Александрович Фадеев; * 11. Dezemberjul./ 24. Dezember 1901greg. in Kimry; † 13. Mai 1956 in Peredelkino bei Moskau durch Suizid) war ein sowjetischer Schriftsteller und Publizist.

Fadejew beteiligte sich am Bürgerkrieg und schrieb 1927 den Roman „Die Neunzehn“ über den Kampf von Partisanen und Rotarmisten gegen japanische Truppen um 1920 im Fernen Osten Russlands, wo er selbst einen Teil seiner Kindheit und Jugend im Dorf Tschugujewka verlebt hatte.

Fadejew war während der stalinistischen Ära (1938 bis 1944 sowie 1946 bis 1954) Sekretär des Schriftstellerverbandes der UdSSR. Sein bekanntester Roman ist „Die junge Garde“ (Молодая гвардия). Fadejew wurde 1946 ausgezeichnet mit dem Stalinpreis und zweimal mit dem Leninorden sowie dem Rotbannerorden.

Die „Junge Garde“ erschien 1945 und 1949 deutsch übersetzt. Der Roman beschreibt den Kampf und das Schicksal einer jugendlichen Partisanengruppe während der deutschen Okkupation im Jahr 1942. Held ist der sechzehnjährige Komsomolze Oleg Koschewoi, der in der Stadt Krasnodon den Aufstand gegen die Wehrmacht führt. Etwa vier Monate kämpfte er mit über 100 Komsomolzen gegen deutsche Soldaten. Einen Monat vor der Befreiung der Stadt durch die Rote Armee (Januar 1943) wurde die Gruppe verraten. Von 103 jungen Mitgliedern blieben nur acht am Leben. Der Leichnam Oleg Koschewois wurde erst im März 1943, gefoltert und verstümmelt, aufgefunden. Fadejews Roman aus dem Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion diente in der kommunistischen Volksbildung in der UdSSR ebenso wie in den Warschauer Vertragsstaaten, so zum Beispiel auch in der Tschechischen Sozialistischen Republik, als Vorbildroman bei der Wehrerziehung der Schuljugend.

Fadejew war schwer alkoholkrank. Nach dem Tod Stalins wurde er wegen seiner Unterstützung von Stalins Kulturpolitik während der Tauwetter-Periode heftig angegriffen. Fadejew wählte den Freitod durch eine Schusswaffe in seiner Datscha in Peredelkino. Sein Tod wurde von seinem Nachbarn in Peredelkino, Boris Pasternak, in einem Epigramm verwandt. Fadejew wurde auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof beigesetzt.

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