Alexander Cunningham (Indologe)

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Sir Alexander Cunningham (* 23. Januar 1814 in London; † 28. November 1893 in London) war ein britischer Indologe.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Alexander Cunningham diente als britischer Ingenieuroffizier in Indien; in dieser Funktion unternahm er viele Reisen, auf denen er anfing, sich mit der Kunst und Archäologie des indischen Subkontinents auseinanderzusetzen. Er veröffentlichte mehrere Schriften – hauptsächlich zur Geschichte und Kunst des Buddhismus. Im Jahr 1861 wurde er zum ersten Direktor des britisch-indischen Antikendienstes berufen, der jedoch aus Geldmangel bereits 1865 seine Tätigkeit einstellen musste. Cunningham kehrte nach England zurück und verfasste den ersten Teil der Ancient Geography of India. Im Jahr 1871 wurde der Archaeological Survey of India begründet, zu dessen erstem Direktor Cunningham ernannt wurde. In dieser Position setzte er seine Studien und Reisen fort, wobei allmählich auch sein Interesse für die hinduistische Kunst und Architektur zu erwachen begann – so war er der erste, der sich mit den frühen Gupta-Tempeln befasste. Cunningham gilt als einer der Begründer der indischen Archäologie und Numismatik. Er führte unter anderem in Harappa, Bharhut und Sanchi Ausgrabungen durch.

Schriften[Bearbeiten]

  • The Bhilsa Topes; Or, Buddhist Monuments of Central India, (Erstveröffentlichung 1854), Munshiram Manoharlal Publishers, ISBN 81-215-0759-6. (PDF)
  • Coins os Ancient India (Erstveröffentlichung 1892 [1])
  • Mahābodhi, Or, the Great Buddhist Temple Under the Bodhi Tree at Buddha-Gaya, Munshiram Manoharlal Publishers, 1998 (Erstveröffentlichung 1892), ISBN 81-215-0813-4