Alexander II. (Makedonien)

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Alexander II. († 368 v. Chr.), der Sohn des Amyntas III. und der Eurydike, wurde nach dem Tod seines Vaters von 370 bis 368 v. Chr. König von Makedonien.

Alexander war zwar bereits erwachsen, aber noch sehr jung, als er den Thron bestieg, was dazu führte, dass Feinde der Dynastie das Land mit Krieg überzogen. Alexander sah sich gleichzeitig einem Angriff aus dem Osten durch den Prätendenten Pausanias und einer illyrischen Invasion aus dem Nordwesten gegenüber. Pausanias eroberte schnell mehrere Städte und bedrohte Eurydike, die Mutter des Königs, die mit ihren jüngeren Söhnen im Palast in Pella lebte. Alexander schlug seine Feinde mit Hilfe des Athener Generals Iphikrates, der nach Makedonien segelte und Amphipolis für ihn zurückeroberte.

Auf Bitten der Aleuadai griff Alexander in den thessalischen Bürgerkrieg ein. Er erlangte Kontrolle über Larisa und verschiedene andere Städte, und belegte sie – entgegen einem Versprechen – mit einer Garnison, was ihm die Feindschaft Thebens einbrachte, der führenden griechischen Militärmacht jener Zeit. Der thebanische General Pelopidas vertrieb die Makedonen aus Thessalien, neutralisierte dann Alexander durch die Unterstützung von dessen Schwager Ptolemaios von Aloros und zwang ihn, seine Allianz mit Athen zugunsten Thebens aufzugeben. Zudem musste er eine Reihe von Geiseln stellen, darunter seinen Bruder Philipp.

Alexander wurde auf Anstiftung des Ptolemaios 368 v. Chr. auf einem Fest ermordet. Alexanders Bruder Perdikkas III. wurde der nächste König, ihm wurde aber Ptolemaios als Regent zugewiesen. Ihm gelang es jedoch, Ptolemaios zu beseitigen und selbst die Regierung zu übernehmen.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Amyntas III. König von Makedonien
370–368 v. Chr.
Ptolemaios von Aloros