Alexander Wassiljewitsch Samsonow

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Alexander Wassiljewitsch Samsonow

Alexander Wassiljewitsch Samsonov (russisch Александр Васильевич Самсонов, wiss. Transliteration Aleksandr Vasil'evič Samsonov; * 2. Novemberjul./ 14. November 1859greg. im Gouvernement Jekaterinoslaw; † 17. Augustjul./ 30. August 1914greg. bei Willenberg) war ein General der russischen Armee.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Seine Ausbildung an der Kavallerieschule der russischen Armee beendete er 1877. Im Jahre 1884 verließ er nach erfolgreicher Ausbildung die Akademie des Generalstabes. Im Russisch-Japanischen Krieg (1904/05) war er Kommandeur einer Kavallerie-Division. 1906 wurde er zum Chef des Stabes im Militärbezirk Warschau berufen. Ab 1909 war er Generalgouverneur in Turkestan. Dort war er hauptsächlich mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt.Erst Anfang August 1914, im Zuge der russischen Mobilmachung, erhielt er das Kommando über die 2. Armee (Narew-Armee). Als General der Kavallerie (3-Sterne-General) war Samsonow zu Beginn des Ersten Weltkrieges Oberbefehlshaber der 2. russischen Armee in der Schlacht bei Tannenberg vom 26. bis zum 30. August 1914.

Tod[Bearbeiten]

Nach der vernichtenden Niederlage seiner Armee gegen die Deutschen in Ostpreußen eingekesselt, erschoss er sich in aussichtsloser Lage am 30. August 1914 im Wald bei Willenberg.

Der Leichnam General Samsonows wurde zunächst von den Dorfbewohnern nicht erkannt und so begrub man ihn wie alle anderen Gefallenen auf dem Schlachtfeld in einem einfachen Soldatengrab. Erst später, bei Verlegung der verstreut liegenden Gräber in Soldatenfriedhöfe, wurde er erkannt. Man identifizierte ihn anhand eines Amuletts, das er um seinen Hals trug. Auf Betreiben seiner Frau wurden seine Gebeine 1916 nach Russland überführt. Am Fundort wurde später, im Rahmen der Errichtung des Tannenberg-Denkmals, eine kleine Pyramide – der sogenannte Samsonow-Stein – errichtet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Zentner: Der Erste Weltkrieg. Daten, Fakten, Kommentare. Moewig, Rastatt 2000, ISBN 3-8118-1652-7
  • General Noskoff: Der Mann, der Tannenberg verlor; mit 15 Bildern und 3 Kartenskizzen. Vorhut Verlag Otto Schlegel GmbH Berlin SW 68 , Übersetzung aus dem Russischen von Franz Volk / Berlin

Weblinks[Bearbeiten]