Alexander William Williamson

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Alexander William Williamson.

Alexander William Williamson (* 1. Mai 1824 in Wandsworth; † 6. Mai 1904 in Haslemere) war ein britischer Chemiker des 19. Jahrhunderts, der vor allem durch die nach ihm benannte Ethersynthese bekannt wurde.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Williamson wurde am 1. Mai 1824 in Wandsworth,[2] einem Stadtteil Londons, als zweites von drei Kindern geboren. Nach Schulbesuchen in London, Dijon und Wiesbaden beginnt er 1841 ein Medizinstudium in Heidelberg. Leopold Gmelin weckt dort sein Interesse an der Chemie. 1844–1846 lernt Williamson im Labor von Justus von Liebig in Gießen und wird dort promoviert. Anschließend studiert er in Paris von 1846 bis 1849 Mathematik; nebenbei baut er ein privates Labor auf und entwickelt dort die ersten Schritte der Ethersynthese. 1849 nimmt Williamson die Professur für Angewandte Chemie am University College London an, ab 1855 auch für Allgemeine Chemie. 1850-1851 entstehen Veröffentlichungen über die Struktur von Alkoholen und Ethern, worin er die Ähnlichkeit dieser Stoffklassen mit Wasser aufzeigt. Nach Untersuchungen der Ethersynthese aus Ethyliodid und Natriumethylat sowie aus Ethanol unter Schwefelsäure-Zusatz erscheinen mehrere Veröffentlichungen zu diesem Thema, worin Williamson seinen berühmten Zeitgenossen Liebig, Alexander Mitscherlich und Jöns Jakob Berzelius widerspricht und letztlich Recht behält. Der Brite entdeckt auch als einer der ersten, dass viele organische Reaktionen je nach gewählten Bedingungen reversibel verlaufen.[3] Ab 1869 studiert er die damals noch recht junge Atomtheorie und sieht darin eine hervorragende Erklärung der von ihm entdeckten Zusammenhänge. 1887 zieht sich Williamson von der aktiven Lehrtätigkeit und Forschung zurück.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. W.A. Tilden: Famous Chemists, 1977, Ayer Publishing, ISBN 0-83690944-5.
  2. ALEXANDER WILLIAM WILLIAMSON (1824–1904). In: Encyclopedia.jrank.org, abgerufen 27. Januar 2010.
  3. J. Daintith: Biographical Encyclopedia of Scientists. CRC Press, 1994, ISBN 0-75030287-9.