Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn

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Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (* 22. November 1943 in Salzburg) ist ein deutscher Unternehmer, Vizepräsident von Europa Nostra und Vorsitzender von Europa Nostra Deutschland. Von 1986 bis 2013 war er Präsident der Deutschen Burgenvereinigung (DBV). Am 28. April 2013 wurde er zum Ehrenpräsidenten der DBV gewählt, ebenso zum Vorsitzenden der Stiftung der Deutschen Burgenvereinigung .

Alexander Konrad Friedrich Heinrich Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, so der vollständige Taufname,[1] folgte seinem Vater Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Sayn 1962 gemäß den traditionellen Richtlinien des Deutschen Adelsrechtsausschusses als „Chef“ des Hauses Sayn-Wittgenstein-Sayn nach.

Allgemein bekannt ist er seitdem unter dem Namen Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (oder verkürzt um das zweite Sayn)[2], obwohl seit der Abschaffung der Standesvorrechte des Adels 1919 der Titel „Prinz“, nicht jedoch der in Primogenitur gewährte Erstgeburtstitel „Fürst“, Bestandteil des bürgerlichen Namens ist.

Familie[Bearbeiten]

Burg Sayn (links oben) und Schloss Sayn

Alexander ist der älteste Sohn des Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (1915–1962) und der Fotografin „Mamarazza“ Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, geb. Freiin Mayr von Melnhof (* 1919). Nach dem Unfalltod seines Vaters übernahm er das Sayner Erbe. Das Schloss Sayn, kurz vor Kriegsende im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und danach zur Ruine verfallen, ließ er in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts unter Wiederherstellung der alten Bausubstanz wieder aufbauen, im Jahr 2000 wurden die Arbeiten abgeschlossen.

Am 29. Juli 1969 heiratete Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Rathaus von Keilberg[3] (kirchlich am 27. September in Pommersfelden[1]) Gabriela Gräfin von Schönborn-Wiesentheid, eine Tochter von Rudolf Graf von Schönborn-Wiesentheid und Helene Prinzessin von Thurn und Taxis.

Gemeinsam hatten sie sieben Kinder, die Tochter Filippa kam 2001 bei einem Autounfall ums Leben:

  • Heinrich Prinz ("Erbprinz") zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (* 1971), verheiratet 2003 mit Donna Priscilla Incisa della Rocchetta (* 1975),
  • Alexandra Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (* 1973), verheiratet mit Stefan Graf Hunyady von Kéthely
  • Johann Casimir (* 1976), verheiratet 2000 mit Corinna Larsen (geschieden)
  • Filippa Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (1980–2001), verheiratet mit Vittorio Mazzetti d' Albertis
  • Ludwig (Louis) Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (* 1982), verheiratet 2011 mit Philippa Spannocchi
  • Maria Sophie Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (* 1986),
  • Christian-Peter Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (* 1992).

Ämter und Engagement[Bearbeiten]

Orden und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Familienname[Bearbeiten]

Auch seine Ehefrau Gabriela tritt als Fürstin zu Sayn Wittgenstein-Sayn auf bzw. wird von der Öffentlichkeit so bezeichnet.[4] Da jedoch die Adelstitel 1919/20 in Deutschland abgeschafft und in Bestandteile der bürgerlichen Namen umgewandelt wurden, ist der amtliche Familienname aller Familienmitglieder, Alexander und Ehefrau Gabriela eingeschlossen, Prinz bzw. Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b thePeerage.com: Eintrag zu Alexander Konrad Friedrich Heinrich Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Abgerufen am 22. Juli 2010.
  2. Europa Nostra Deutschland - Der Vorstand Zum Beispiel: Website der Europa Nostra Deutschland: Vorstand
  3. Website der Gemeinde Bessenbach: Historischer Kalender. Von damals bis heute. (Version vom 21. August 2010 im Internet Archive).
  4. Website des Vereins Lichtzeichen e.V.: Unterschriftenaktion an den deutschen Bundestag, Pressemeldung vom 14. Januar 2005 (Unterschriftsliste (JPG)). Abgerufen am 22. Juli 2010.
  5. Die Bezeichnung Fürst des früheren Primogenituradels ist als Namensteil nicht mehr vererbbar und existiert daher als Bestandteil des Namens nicht mehr. Bis dato (Stand: 22. Juli 2010) finden sich keine Belege, dass eine amtliche Namensänderung auf Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn oder Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein stattgefunden hat und daher auch seine Ehefrau amtlich den Namen Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein(-Sayn) führen würde.