Alexandra Kamp

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Alexandra Kamp (2007)

Alexandra Kamp, auch Alexandra Kamp-Groeneveld (* 29. Dezember 1966 in Karlsruhe[1]) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Kamp hat vier Halbgeschwister väterlicherseits. Ihr Großvater Bobby Kamp schrieb 1948 das durch Hildegard Knef bekannt gewordene Chanson: Ich hab' so Heimweh nach dem Kurfürstendamm. Ihr Vater war Peter Kamp (* 17. Dezember 1939; † 17. Januar 2007), der unter dem Künstlernamen Peter Griffin Ende der 1970er, Anfang der 1980er einige Charterfolge hatte (Spiderman, Hurricane is comin’, Step by Step).[2]

Sie wuchs in Baden-Baden auf, wo sie auch ihr Abitur am Richard-Wagner-Gymnasium ablegte. Danach besuchte sie die Lee-Strasberg-Schauspielschule in New York. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie sich in dieser Zeit als Model für z. B. Paco Rabanne und Christian Dior sowie im Manhattaner Restaurant Bouley. In Los Angeles und am Pariser Cours Florent setzte sie ihre Ausbildung fort. Anschließend spielte sie auf Theaterbühnen in Bern, Paris und Baden-Baden.

Nach einigen Nebenrollen seit 1993 spielte sie in Ernst Josef Lauschers Melodram Ich liebe eine Hure (1998) an der Seite von Uwe Bohm ihre erste Hauptrolle in einem Fernsehfilm. Den ersten Kinoauftritt hatte Kamp 1998 in dem französischen Arthousefilm Riches, Belles, et Cruelles. mit Claudia Cardinale, Anouk Aimee und Marisa Berenson. In diesem Jahr stand sie auch für den Kriminalfilm Der Kopp (1998) mit Dietmar Schönherr und Benjamin Sadler vor der Kamera.

Im Drama Morgen gehört der Himmel dir (1999) von Ute Wieland spielte Kamp eine Krankenschwester. Ebenfalls im Krankenhausmilieu spielte die Serie Fieber – Ärzte für das Leben. 2000 folgte eine Rolle in Thrill – Spiel um dein Leben. In der ZDF-Produktion Traumzeit nach dem gleichnamigen Roman von Barbara Wood spielte Alexandra Kamp die Rolle der Joanna Williams.

Weitere Filme mit Kamp: Jörg Grünlers Dreiteiler Antonia – Zwischen Liebe und Macht (2000) mit Kai Wiesinger, die Science-Fiction-Komödie Durchgeknallt im All (2001) mit Leslie Nielsen, Sehnsucht nach Sandin (2001), The Red Phone (2001).

2003 spielte Kamp die Titelrolle in dem Science-Fiction-Film Sumuru – Planet der Frauen, in dem Michael Shanks die männliche Hauptrolle spielt. 2005 war sie in einer Folge in der zweiten Staffel der RTL-Actionserie Wilde Engel als Bösewicht neben Udo Kier zu sehen und spielte die Rolle des Engels im Musical Ludwig² im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen. 2006 übernahm sie bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg eine Gastrolle als Ärztin Dr. Kate Brody in Winnetou III, und war in der Auftaktfolge zu Home James zu sehen. 2007 übernahm sie die Rolle der Dr. Lena Weingarten in der ARD-Fernsehserie Tierärztin Dr. Mertens. Im April 2007 war sie Jurymitglied des belgischen Filmfestivals in Lüttich. Im Mai 2007 spielte sie die Hauptrolle im Tanztheaterstück Benefit im Berliner Kunsthaus Tacheles. Im August 2007 übernahm sie eine Hauptrolle in der belgischen Mockumentary Vampires (2010), unter der Regie von Vincent Lannoo. Im August 2009 spielte sie sich in der Filmkomödie Horst Schlämmer – Isch kandidiere! selbst. In diesem war sie fikiv mit Horst Schlämmer liiert bzw. verlobt.

Für die Februarausgabe 2007 des deutschen Playboy stand Alexandra Kamp als Aktmodell vor der Kamera.

Kamp unterstützt Amnesty International sowie das St. Nikolaus-Kinderhospiz im Allgäu, zu dessen Gunsten sie Lesungen hält. Daneben unterstützt sie die Tierschutzorganisation PETA, für die sie sich u. a. 2009 als Fotomodell an einer Anti-Pelz-Kampagne beteiligte.[3]

2009 erschien ihre Hörbuch-Lesung von Henry Millers Roman Sexus. Seit 2012 ist sie mit Ben Streubel und Ronald Spiess mit den SWR3 live-lyrix auf Tour.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1994: Alle lieben Julia
  • 1996: Eine Frau wird gejagt
  • 1997: Leise Lügen
  • 1997: Küsse niemals Deinen Chef
  • 1998: Eine Lüge zuviel
  • 1998: Riches, Belles Et Cruelles
  • 1998: Fieber – Ärzte für das Leben
  • 1998: Ich liebe eine Hure (Sündige Vergangenheit – Und trotzdem liebe ich Dich)
  • 1999: Der Kopp
  • 1999: Fieber – Ärzte für das Leben
  • 1999: Morgen gehört der Himmel dir
  • 1999: Tatort: Licht und Schatten
  • 2000: Thrill – Spiel um dein Leben
  • 2000: Antonia
  • 2001: Shadow of the Dragon
  • 2001: 2002 – Durchgeknallt im All (2001: A Space Travesty)
  • 2001: Shadow Fury
  • 2001: Antonia – Zwischen Liebe und Macht
  • 2001: Barbara Wood: Traumzeit
  • 2001: The Red Phone: Manhunt
  • 2001: Sehnsucht nach Sandin
  • 2002: Halbtot (Half Past Dead)
  • 2002: Ein Himmlisches Weihnachtsgeschenk
  • 2003: Antonia – Tränen im Paradies
  • 2003: Deep Freeze
  • 2003: Sumuru – Planet der Frauen
  • 2003: A Crime of Passion
  • 2004: Ein Baby für dich
  • 2004: Dracula 3000
  • 2005: Wilde Engel – Wer schön sein will, muss sterben
  • 2006: Um Himmels Willen: Traumfrau
  • 2006: Home James: Auftaktfolge
  • 2007: Tierärztin Dr. Mertens (Folge 18–22)
  • 2009: Horst Schlämmer – Isch kandidiere!
  • 2009: Der Zauberregen
  • 2010: Vampires
  • 2010: SOKO Stuttgart – Ein eingespieltes Team
  • 2010: The Quartering Act

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2002: Maxim-Woman of the year (TV-Star)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexandra Kamp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steckbrief auf Bunte.de, abgerufen am 3. Oktober 2012. Nach anderen Angaben in Baden-Baden: Biografie auf der Website von Alexandra Kamp (archivierte Version vom 13. Juli 2011)
  2. Peter Griffin bei Discogs (englisch), abgerufen am 9. September 2013
  3. Alexandra Kamp zeigt „Das ist der Rest von Ihrem Pelz“