Alexandra Nikolajewna Romanowa
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Großfürstin Alexandra Nikolajewna von Russland (* 12. Juni 1825 in Sankt Petersburg; † 29. Juli 1844 ebenda) war ein Mitglied der kaiserlichen Familie aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp und war durch Heirat Kronprinzessin von Hessen-Kassel zu Rumpenheim.
[Bearbeiten] Leben
Alexandra, im Familienkreis „Adini“ genannt, war das vierte Kind und Lieblingstochter des Zaren Nikolaus I. von Russland (1796−1855) und seiner deutschen Frau Prinzessin Charlotte von Preußen (1798−1860), älteste Tochter des preußischen König Friedrich Wilhelm III. und Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz. Sie war auch eine Urenkelin der Katharina II. der Großen.
Am 28. Januar 1844 heiratete Alexandra in Sankt Petersburg Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel zu Rumpenheim (1820-1884), den einzigen Sohn des Landgrafen Wilhelm von Hessen-Rumpenheim und seiner dänischen Gemahlin Louise Charlotte. Da der Schwiegersohn zu diesem Zeitpunkt der einzige legitime Aspirant der Kurwürde des Hauses Hessen-Kassel war - eine Option, die sich am Ende wegen der Annexion Kurhessens an Preußen 1866 nicht mehr umsetzen ließ - erhoffte sich Zar Nikolaus I. von dieser Heirat für seine Tochter die künftige Rolle als Gemahlin des Kurfürsten von Hessen-Kassel.
Die Ehe dauerte nur gut ein halbes Jahr. Kurz vor ihrer Hochzeit war Alexandra bereits an Tuberkulose erkrankt; bald darauf wurde sie schwanger. Drei Monate vor dem eigentlichen Geburtstermin gebar sie einen Sohn, Wilhelm. Wie der neugeborene Prinz starb auch Alexandra noch am Tag der Entbindung. Sie wurde mit ihrem Sohn in den Armen in der St. Peter und Paul Festung in Sankt Petersburg beigesetzt.
In Gedenken an Alexandra wurde im Garten des Schlosses Peterhof bei St. Petersburg eine Bank mit einer kleinen Büste der Großherzogin errichtet.
[Bearbeiten] Erwähnswertes
In einer Sonderausstellung im Kunstgewerbemuseum Berlin 1997 und im Schloss Fasanerie 1998 wurden Silber- und Gobelinarbeiten, Stoffe und Tischdecken, Kupferstiche sowie übrige Gegenstände aus der Aussteuer gezeigt, die der Zar seiner Tochter mitgab. Aus dieser in einem Katalog dokumentierten Dimensionen der kostspieligen und aufwändig hergestellten Mitgift erschließt sich die große Bedeutung, die der Zar einer standesgemäßen Repräsentation seines Hofes im Kurfürstentum Hessen und der Zukunft seiner Tochter beimaß, sowie die Tragik des frühen Todes der jungen Großfürstin im Alter von 19 Jahren.
[Bearbeiten] Literatur
- Meinolf Siemer, Andreas Dobler, Andrea Huber, Christine Klössel und Wasilissa Pachomova- Göres:
Die Mitgift einer Zarentochter - Meisterwerke russischer Kunst des Historismus. Bestandskatalog und Ausstellungskatalog (1997) (vergriffen)
- Britta Steiner-Rinneberg: Ausstellung: Märchenhafte Mitgift einer Zarentochter,
Deutsches Ärzteblatt 95, Ausgabe 43 (1998) Seite A-2712 / B-2308 / C-2172
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alexandra Nikolajewna von Russland |
| KURZBESCHREIBUNG | russische Großfürstin |
| GEBURTSDATUM | 12. Juni 1825 |
| GEBURTSORT | St. Petersburg |
| STERBEDATUM | 29. Juli 1844 |
| STERBEORT | St. Petersburg |

