Alexandre-Emile Béguyer de Chancourtois

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alexandre-Emile Béguyer de Chancourtois.

Alexandre-Emile Béguyer de Chancourtois (* 20. Januar 1819 in Paris; † 14. November 1886 ebenda)[1] war ein französischer Chemiker und Geologe.

Leben[Bearbeiten]

Béguyer de Chancourtois war der Sohn eines Architekten und studierte ab 1838 an der École Polytechnique und der École des Mines de Paris (ab 1840) und war danach auf geologischen Exkursionen in der Türkei, Ungarn und Armenien.

Ab 1848 unterrichtete er an der École des Mines in Paris, an der er 1856 Assistenzprofessor und 1875 Professor für Markscheidewesen und Geologie wurde. Gleichzeitig wurde er 1875 Generalinspektor der Bergwerke in Frankreich. Er schlug die Einrichtung seismographischer Stationen vor, verbesserte die Sicherheit in Bergwerken (Belüftung und Schutz vor Explosionen) und beteiligte sich an der kartographischen Aufnahme von Frankreich.

Vorstufe zum Periodensystem der Elemente[Bearbeiten]

1862 erkannte er als einer der Ersten eine Periodizität bei den chemischen Elementen und erdachte ein Klassifikationssystem (»tellurische Helix«), nach dem die bis dahin bekannten chemischen Elemente entsprechend ihren Atommassen schraubenförmig auf einen Zylinder aufgereiht wurden, so dass die Elemente mit ähnlichen Eigenschaften senkrecht übereinander auftauchten. Eine Achterperiodizität beschrieb darauf auch der englische Chemiker John A. R. Newlands (1837–1898) als Oktaven-Regel.

Literatur[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Études stratigraphiques sur le départ de la Haute-Marne. Paris, 1862.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach Pötsch u.a, Lexikon bedeutender Chemiker 1989, S. 36