Alexandria

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Dieser Artikel befasst sich mit der ägyptischen Stadt Alexandria, zu anderen Bedeutungen siehe Alexandria (Begriffsklärung).
Alexandria
Alexandria bei Nacht
Basisdaten
Fläche: 2.679 km² (Gouvernement)
Einwohner: 4.317.398 (Stadt)
(Stand: 2009)

4.545.218 (Metropolregion)
(Stand: 2009)

Gründung: 331 v. Chr.
Gouvernement Alexandria
Gouverneur Adel Labib
Telefonvorwahl (+20) 03
Autokennzeichen ET, Alex
Webseite www.alexandriaegypt.com
Alexandria (Ägypten)
DEC

Alexandria oder Alexandrien (griechisch Αλεξάνδρεια, Alexándreia, nach Alexander dem Großen; arabisiertالإسكندرية‎, al-Iskandariyya) ist eine Hafenstadt an der Mittelmeerküste Ägyptens und Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie und Klima

Klimadiagramm

Alexandria liegt knapp über dem Meeresspiegel auf einer schmalen Halbinsel am westlichen Nilarm des Nildeltas an der Mittelmeerküste. Die Entfernung nach Kairo beträgt 225 km, die Stadt Rosette (Raschīd) liegt 65 km östlich. Südlich der Innenstadt erstreckt sich der Mareotis-See, im Norden ist die ehemalige Pharos-Insel heute eine Halbinsel und ein Teil des Festlandes. Die Stadt liegt im gleichnamigen Gouvernement und bildet ein Verwaltungsgebiet von 2679 km² [1].

An der Küste um Alexandria befindet sich ein schmaler steppenhafter Landstreifen zwischen mediterranem Klima und Wüstenklima. Die Temperatur schwankt im Januar von 9 bis 19 °C und im Juli von 22 bis 31 °C. Diese Schwankungen sind auf Grund der Nähe zum Meer moderat. 190 mm Niederschlag fallen an wenigen Tagen zwischen Oktober und April.

Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 60 bis 70 Prozent. Vom Mittelmeer her kommend, wehen zumeist nördliche, gemäßigte, manchmal aber auch sehr heftige Winde. Im Frühjahr kann auch ein heißer, trockener Wüstenwind wehen, der Chamsin, der aus dem Süden dichte, gelbe Wolken aus Sand und Staub mitbringt.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Mit 4,31 Millionen Einwohnern[2] in der eigentlichen Stadt ist Alexandria heute nach Kairo die zweitgrößte Stadt Nordafrikas, mit 4,54 Millionen Einwohnern in der Agglomeration viertgrößter Ballungsraum in Nordafrika und zehntgrößter in ganz Afrika[3].

Bevölkerungsentwicklung:

Jahr Einwohner (Stadt)
1976 (Zensus) 2.318.655
1986 (Zensus) 2.917.327
1996 (Zensus) 3.328.196
2006 (Zensus) 4.110.015
2008 (Berechnung) 4.247.414
2009 (Berechnung) 4.317.398

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Besiedlung des heutigen Stadtgebiets fand wahrscheinlich zwischen 2700 bis 2200 v. Chr. statt[4]. 332 v. Chr. gründete der Feldherr und Makedonenkönig Alexander der Große Alexandria an der Stelle der ägyptischen Siedlung Rachotis (Raqote). Wahrscheinlich besaß die vorherige kleine Stadt aus vor-ptolemäischer Zeit schon Hafenanlagen im Norden und Westen der Insel Pharos. Alexandria entstand nach Plänen des griechischen Architekten Deinokrates. Im Jahr 331 v. Chr. verließ Alexander die Stadt, zog mit seinen Heer nach Osten und sollte vor seinen Tod nicht mehr zurückkehren. Der Beamte Kleomenes übernahm kurzzeitig die Regierung und überwachte den Bau der Stadt. Ptolemaios I. (305-285 v. Chr.) ließ den Leichnam Alexanders überführen und bestattete ihn in einem goldenen Sarg. Das Grab lag wahrscheinlich in dem königlichen Mausoleum der Stadt, dass auf dem Gelände der heutigen Nebi-Daniel-Moschee vermutet wird[5]. Erst unter Ptolemaios II., also zwischen 285-246 v. Chr., wurde Alexandria endgültig fertiggestellt. Im Jahre 30 v. Chr. wurde die Stadt von Octavian eingenommen, der sich in einem Machtkampf im römischen Reich durchgesetzt hatte, und – wie ganz Ägypten – dem Imperium Romanum einverleibte.[6]

In der Blütezeit um 300 v. Chr. bis 395 n.Chr. ist Alexandria ein wirtschaftliches, geistiges und politisches Zentrum der römisch-hellenistischen Welt. Berühmte Bauwerke, wie der Leuchtturm von Pharos (Bauzeit ca. 299 bis 279 v. Chr.), das Museion mit der großen (alexandrinischen) Bibliothek und zahlreiche Theater, Palastbauten und Tempel machten die Stadt im ganzen antiken Mittelmeerraum bekannt. Diodor berichtet von 300.000 freien Einwohnern in späthellenistischer Zeit, wobei die Bevölkerung aus ganz unterschiedlichen ethnischen Gruppen bestand. In der Kaiserzeit war Alexandria nach Rom zeitweise die zweitgrößte Stadt des Imperiums. Die Bevölkerungszahl wird in seriösen Untersuchungen auf rund eine halbe Million freie und unfreie Einwohner in der Spätantike geschätzt.[7] Einige Schätzungen gehen sogar von einer Gesamtbevölkerung von 600.000 bis 750.000 Einwohner aus.[8] Die Stadtbefestigung wurde mehrmals erweitert, in der größten Ausdehnung grenzte die südliche Stadtgrenze an den Mareotis-See.[9][10]

In römischer Zeit leitet ein jüdischer Aufstand einen schleichenden Niedergang ein. Durch die Unruhen wurde die Stadt schwer beschädigt und der Handel kam zum Erliegen. Hadrian leitete den Wiederaufbau ein und beschränkte sich auf drei Fünftel des alten Stadtgebiets. Unter Decius und Valerius kam es erneut zu schweren religiösen Konflikten. Es wird von zwei schweren Christenverfolgungen berichtet, aber auch innerhalb der Glaubensgruppen der römischen (heidnischen) Religion kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. 380 n. Chr. wurde das Christentum Staatsreligion, infolgedessen wurden vereinzelt Tempel zerstört. Unruhen weiteten sich aus; ein bekanntes Opfer ist die heidnische Philosophin und Wissenschaftlerin Hypatia, die von aufgebrachten Christen ermordet wurde.[11] Alexandria war zu dieser Zeit bereits Sitz eines Patriarchen und entwickelte sich zu einem wichtigen christlichen Zentrum. Alexandria blieb in oströmischer Zeit eine bedeutende Stadt, fiel aber 619 an das Sassanidenreich und wurde um 628 von Ostrom/Byzanz zurückerobert. 642 wurde Alexandria im Zuge der Islamischen Expansion von Arabern eingenommen.

Ab dem Jahr 1517 herrschte schließlich das Osmanische Reich über die Stadt. Durch die beginnende venezianische Vorherrschaft im Mittelmeer, der neu entdeckte Seeweg um das Kap der guten Hoffnung und der Aufstieg neuer Städte im orientalischen Raum (Kairo, Konstantinopel), schrumpfte in den Folgejahren Alexandria zu einer Kleinstadt und wurde praktisch bedeutungslos.

Satellitenbild von Alexandria

Napoléon Bonaparte landete 1798 mit einer Expedition bei Alexandria, schlug die Mamelucken, verlor aber beim nahen Abukir eine Schlacht gegen die Briten. Infolgedessen errang Muhammad Ali Pascha die Macht und verhalf der Stadt zu einer neuen Blütezeit mit dem Bau eines Binnenkanals zum Nil. Im späten 19. Jahrhundert fiel Alexandria zunehmend unter britischen Einfluss. Mit der beginnenden Industrialisierung und dem verstärkten Handelsverkehr durch den Suez-Kanal begann der Wiederaufstieg zu einer Großstadt. Die Bevölkerungszahl nahm ab der Mitte des 20. Jahrhunderts rasant zu und stieg über vier Millionen Einwohner. Heute gilt sie neben Kairo als wichtigste Stadt Ägyptens, mit eigenem internationalen Flughafen und bedeutenden Seehafen.

[Bearbeiten] Stadtbild

[Bearbeiten] Das antike Alexandria

Einst wurden die Straßen idealtypisch im rechtwinklingen System angelegt und von zwei 30m breiten Hauptachsen durchquert. Ein Damm, der Heptastadion, verband die Insel Pharos mit dem Festland und bildete die Westgrenze des Haupthafens portus Magnus. Am Hafen befand sich das Stadtzentrum mit dem Königsviertel, den Palästen und öffentlichen Gebäuden. Die Ptolemäer erweiterten die Palastbauten um weitere herrschaftliche Gebäude und Parkanlagen. In der römischen Epoche wurden einige Theater gebaut, unter anderem das Timoneion, das ein Stück ins Meer hinaus gebaut wurde. Auf dem heutigen Raml-Platz stand das Caeseurum, ein Heiligtum für Kaiser Augustus von Kleopatra erbaut. Dessen zwei Obelisken, die auf dem Vorplatz des Tempels standen, befinden sich heute in London und New York City. Der Leuchtturm von Pharos, eines der acht antiken Weltwunder, wurde auf einer kleinen Insel westlich von Pharos errichtet, am heutigen Standort der Zitadelle Kait Bey. Mit 180 m Höhe gilt er als technische Meisterleistung der Antike. [12]

[Bearbeiten] Museion und Bibliothek

Bibliothek in Alexandria

Die Große Bibliothek von Alexandria ist bis heute berühmt. Zusammen mit dem Museion machten sie die Stadt zum geistigen Zentrum der antiken Welt. Über eine Million Schriftrollen lagerten in den Bibliotheksräumen und bildeten somit den Kanon der damaligen Wissenschaften. Das benachbarten Museion (Tempel der Musen) war ein überregional bedeutendes Forum von Künstlern, Wissenschaftlern und Philosophen. Sie war das Zentrum der Alexandrinischen Schule, wo beispielsweise Heron, Ptolemäus und Euklid lehrten und forschten. Nach ihr ist die Alexandrinische Epoche benannt.

Das Schicksal der Großen Bibliothek bei Caesars Eroberung ist umstritten. Einige antike Quellen sprechen von einem Feuer bei Caesars Eroberung der Stadt 48–47 v. Chr. Wie jedoch Edward Parsons in seiner Quellenanalyse nachweist, stützen nur sechs von 16 Quellen über das Alexandria jener Zeit diese Hypothese. Die erste dieser Quellen wurde etwa 100 Jahre nach dem angeblichen Vorfall geschrieben, und die Zahl der angeblich verlorenen Bücher schwankt von 40.000 (die erste Quelle) bis 700.000, also der kompletten Bibliothek (Aulus Gellius). Die letzte Quelle (der Kirchenhistoriker Orosius) spricht wieder von 40.000 Büchern. Das Museion von Alexandria, an das die Bibliothek angegliedert war, existierte mit Sicherheit weiterhin, da mehrere Leiter des Museions aus nachchristlicher Zeit bekannt sind und Plutarch von einem Geschenk von 200.000 Schriftrollen aus der Bibliothek von Pergamon an Caesar schreibt. Der letzte bekannte Leiter des Museions war Theon von Alexandria (ca. 335–405).

Im Jahr 391 wurden vom Patriarch Theophilos von Alexandria alle nichtchristlichen Tempel in Alexandria zerstört; vorausgegangen waren blutige Zusammenstöße zwischen Nicht-Christen und Christen, wohl bewusst angeheizt von Theophilos. Christen waren teils von Nicht-Christen gekreuzigt worden, die sich im Serapisheiligtum verschanzt hatten. Kaiser Theodosius I. vergab die Morde, um so die Situation zu beruhigen, ordnete aber die Zerstörung des Tempels an.[13] Die Zerstörung des weithin bekannten Serapisheiligtums, das die Tochterbibliothek beinhaltete, sollte eine deutliche Fanalwirkung für die Nicht-Christen haben; ob auch das Museion (der „Tempel der Musen“ und damit aller Wahrscheinlichkeit nach die Bibliothek) zu diesem Zeitpunkt zerstört wurde, ist unbekannt, es kann jedoch nicht wesentlich früher oder später geschehen sein. 642 brannte die Bibliothek, nachdem die Araber die Stadt von den Byzantinern (Oströmern) erobert hatten.

[Bearbeiten] Das heutige Stadtbild

In der ereignisreichen Geschichte Alexandrias sind viele historische Bauwerke und Kunstschätze über die Jahrhunderte verloren gegangen. Das heutige Stadtbild wird von einer eher pragmatischen orientalischen bzw. neoislamischen Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert bestimmt.

Aus antiker Zeit ist ein römisches Theater vergleichsweise gut erhalten geblieben. Auf dem Plateau des antiken Leuchtturms, wurde 1480 das Kastell Kaibey errichtet, das nach türkischen und britischen Angriffen stark zerstört und im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde[14] [15]. In den zahlreichen Moscheen der Stadt, die teilweise auf antiken Ruinen stehen, sind historische Bauelemente wie römische Wandfliesen integriert worden. Der bedeutendste Sakralbau ist die Abu Al Abbas-Moschee von 1775. Wichtigstes Museum Alexandrias ist das Griechisch-Römische Museum über antike Architektur, Bildhauerei und Handwerkskunst. Im April 2002 wurde das Kulturzentrum Bibliotheca Alexandrina eröffnet. Unter der Schirmherrschaft der UNESCO gebaut, soll es an die ruhmreiche Vergangenheit der antiken Bibliothek anknüpfen. Das Areal beherbergt die Bibliothek, Museen und Galerien, mehrere Forschungsinstitute, ein Veranstaltungszentrum und ein Planetarium.[16]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Bildung

Alexandria ist nach Kairo der zweitwichtigste Industriestandort Ägyptens. Bedeutende Industriezweige sind die petrochemische, Textil-, KfZ-, chemische und Nahrungsmittelindustrie. Über den Hafen Alexandrias werden drei Viertel des ägyptischen Exports abgewickelt. Darüber hinaus ist die Stadt ein wichtiges Seebad. Die Hochschulen von Alexandria sind die Alexandria-Universität, Senghor-Universität und die Arabische Akademie für Wissenschaft, Technologie und Seetransport.

[Bearbeiten] Verkehr

Straßenbahnnetz 1996

Zwei Autobahnen verbinden die Stadt mit Kairo. Eisenbahnlinien führen nach Kairo, Marsa Matruh und Port Said. Alexandria ist mit zwei Flughäfen an den internationalen Flugverkehr angeschlossen. Der internationale Flughafen Alexandria-Nuzha (ALY) bedient regelmäßige Flüge nach Kairo, Scharm El-Scheich, Athen und Frankfurt/Main. Ein kleinerer Flughafen besteht im westlichen Vorort Burg al-ʿArab (HBE) für regionale Flüge.

Der öffentliche Personennahverkehr in Alexandria wird im Wesentlichen von Vorortbahnen und einem ausgedehnten Straßenbahnnetz getragen. Die Straßenbahnen werden von zwei Gesellschaften betrieben und unterteilen sich in ein innerstädtisches und ein Vorortverkehrsnetz („Ramleh“-Straßenbahn). Des weiteren wird der Nahverkehr von dieselgetriebenen Linienbussen, privaten Minibussen und Sammeltaxis bewältigt, die sich die Fahrspuren mit dem Individualverkehr teilen.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

Verkehr am frühen Abend
Am Strand
Fort Qait Bey
Planetarium neben der Bibliothek

[Bearbeiten] Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Der Brockhaus (Multimedia 2006)
  2. bevoelkerungsstatistik.de zur Stadt Alexandria (Stand:2009)
  3. bevoelkerungsstatistik.de zur Agglomeration Alexandria (2009)
  4. (Abeer el-Shahawy, S. 271, 4. Z.v.u.)
  5. Theorie von N.G.L. Hammond, wiederum zitiert in der u.g. Quelle
  6. Shaw/Nicholson, Lexikon des alten Ägypten, Stuttgart 1998, 22f.
  7. Vgl. Walter Scheidel (Hrsg.): Debating Roman Demography. Brill, Leiden 2001, S. 183.
  8. So bei Strelocke: Ägypten. Köln 1987, S.226, z13-16 und Der Brockhaus, Mannheim 2006
  9. http://www.tourinaut.de/infos/alexandria/geschichte
  10. Diodor 17,52
  11. www.cosmopolis.com: "The Life of Hypatia" By John, Bishop of Nikiu, from his Chronicle 84.87–103
  12. Strelocke, Köln 1987; 225 ff.
  13. Hartmut Leppin: Theodosius der Große. Primus, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-471-4, S. 169 ff.
  14. http://de.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0002463
  15. http://de.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0032956
  16. http://www.bibliothek-alexandria.de/sites/alexandrina.html

[Bearbeiten] Literatur

  • Hatto H. Schmitt: Alexandreia. In: Hatto H. Schmitt und Ernst Vogt (Hrsg.): Kleines Lexikon des Hellenismus, 2. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1993, ISBN 3-447-03278-2, S. 55 f.
  • Manfred Clauss: Alexandria. Schicksale einer antiken Weltstadt. Klett-Cotta, Stuttgart 2003, ISBN 3-608-94329-3
  • Abeer el-Shahawy: Das Ägyptische Museum von Kairo. Ein Streifzug durch das Alte Ägypten. Farid Atiya Press, Gizeh 2005. Übersetzung aus dem Englischen: Evelyn Posch. 312 Seiten, ohne ISBN

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Alexandria – Album mit Bilder, Videos und Audiodateien
Commons Commons: Kategorie:Alexandria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

31.213529.927661111111Koordinaten: 31° 13′ N, 29° 56′ O

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