Alexei Maximowitsch Kaledin

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Alexei Maximowitsch Kaledin (Russisch: Алексей Максимович Каледин; * 12. Oktoberjul./ 24. Oktober 1861greg.; † 29. Januar 1918) war General der Kavallerie der Zarenarmee und im Russischen Bürgerkrieg der Anführer einer Kosakenerhebung gegen die Bolschewiki im Dongebiet.

Kaledins militärische Ausbildung umfasste die Militärschule in Woronesch, die Michailowskoje Artillerieschule in Sankt Petersburg (1882), und die Generalstabsakademie 1889. Von 1903 bis 1906 diente er als Leiter der Militärschule in Nowotscherkassk. 1906 bis 1910 war er im Generalstab der Don-Armee. Während des Ersten Weltkriegs kommandierte er die 12. Kavalleriedivision und befehligte während der Brussilow-Offensive die 8. Armee. Kaledin stellte sich gegen die Februarrevolution und wurde seines Postens enthoben, da er der Forderung der Provisorischen Regierung zur Demokratisierung der Armee nicht nachkam. Am 17. Juni 1917 wurde Kaledin von den Donkosaken zum Ataman gewählt.

Am 29. August rieten die lokalen Behörden dem Regierungschef Kerenski, Kaledin abzusetzen und festnehmen zu lassen, da er Propaganda gegen die Regierung betrieben habe. Es wurde daraufhin ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Die Kosaken akzeptierten dies allerdings nicht, sondern schickten ihn nach Mogilew zu einer persönlichen Unterredung mit Kerenski.

Am 6. September nahm Kaledin General Kornilow vor dem Oberkommando der Kosaken in Schutz, als dieser erfolglos gegen die provisorische Regierung putschte. Zu Beginn der Oktoberrevolution erklärte Kaledin das Don-Territorium zur Kontrollzone der Kosaken, bis die Ordnung in Russland wiederhergestellt werden würde. Diese Erklärung markierte den Beginn einer kurzlebigen Gegenbewegung zu den Bolschewiki. Kaledin hatte allerdings die Kriegsmüdigkeit der Kosaken, die aus dem Weltkrieg heimkehrten, unterschätzt. Da er nur geringe Unterstützung fand und die Bolschewiki seine Bewegung schnell zerschlugen, beging er am 29. Januar 1918 Selbstmord.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • К. А. Залесский: Кто был кто в Первой мировой войне. АСТ, Москва 2003, ISBN 5-271-06895-1.