Alexin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Alexin
Алексин
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Tula
Rajon Alexin
Bürgermeister Dmitri Walerjewitsch Magnizki
Erste Erwähnung 1236
Stadt seit 1777
Fläche 43 km²
Bevölkerung 61.732 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1436 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 160 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 48753
Postleitzahl 301360–301379
Kfz-Kennzeichen 71
OKATO 70 202 501
Website aleksingrad.ru
Geographische Lage
Koordinaten 54° 30′ N, 37° 4′ O54.537.066666666667160Koordinaten: 54° 30′ 0″ N, 37° 4′ 0″ O
Alexin (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Alexin (Oblast Tula)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Tula
Liste der Städte in Russland

Alexin (russisch Але́ксин) ist eine russische Stadt in der Oblast Tula in Zentralrussland, rund 130 km südlich von Moskau. Sie hat 61.732 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Alexin wurde das erste Mal 1236 erwähnt und war zunächst eine Festungsstadt. Durch die Lage am Fluss Oka wurde es bald zu einem wichtigen Binnenhafen. Den Status einer Stadt erhielt Alexin 1777.

Der Rückgang des Flusshandels sorgte später für einen Niedergang der Stadt. Seit der Oktoberrevolution ist sie aber ein bedeutendes Industriezentrum mit Chemie-, Maschinenbau- und anderer Industrie. In der Umgebung der Stadt wird vor allem Landwirtschaft betrieben.

Im Jahr 1958 wurden die Arbeitssiedlungen Myschega, Petrowski und Wyssokoje eingemeindet.

In Alexin bestand das Kriegsgefangenenlager 53 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Es wurde später von der Lagerverwaltung 323 in Tula übernommen. Weiterhin bestand hier das Kriegsgefangenenhospital 5384 für schwer Erkrankte.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 3.465
1939 21.722
1959 46.313
1970 61.417
1979 67.219
1989 74.274
2002 68.156
2010 61.732

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächste Fernstraße ist die durch die Oblast Tula verlaufende M2 von Moskau nach Belgorod. Außerdem hat Alexin einen Bahnhof an einer nicht elektrifizierten Nebenstrecke von Tula nach Kaluga, die von Schienenbussen befahren wird.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien