Alexis-Henri-Marie Lépicier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alexis-Henri-Marie Kardinal Lépicier OSM (* 28. Februar 1863 in Vaucouleurs; † 20. Mai 1936 in Rom) war ein Kurienkardinal der Römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Er trat am 1. März 1878 in London dem Orden der Serviten bei. Er besuchte das Priesterseminar St-Sulpice de Paris und studierte an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom. Er wurde am 19. September 1885 in London zum Priester geweiht. Er half von 1890 bis 1892 als Novizenmeister den Novizen beim Hineinwachsen in das Ordensleben und lehrte an seiner Alma Mater von 1892 bis 1913 Dogmatik. Als 94. Generalprior führte er in den Jahren zwischen 1913 und 1920 seinen Orden. Von 1912 bis 1913 war er Apostolischer Visitator und Apostolischer Delegat in Schottland.

Er wurde am 22. Mai 1924 zum Titularerzbischof von Tarsus ernannt. Der Präfekt der Kongregation De Propaganda Fide Wilhelmus Marinus Kardinal van Rossum CSsR weihte ihn am 29. Mai desselben Jahres zum Bischof; Mitkonsekratoren waren Francesco Marchetti Selvaggiani, Sekretär der Kongregation De Propaganda Fide, und Raffaele Carlo Rossi OCD, Assessor der Konsistorialkongregation. Am 11. Juni 1924 wurde er zum Apostolischen Visitator der Westindischen Diözesen, der abhängig von der Kongregation für die Evangelisierung der Völker war. Im Jahre 1927 war er Apostolischer Visitator in Abessinien und Eritrea.

Am 19. Dezember 1927 nahm ihn Pius XI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Susanna in das Kardinalskollegium auf. Seit 1928 bis zum Rücktritt am letzten Tag des Jahres 1935 leitete er als Kardinalpräfekt die Religiosenkongregation. Er starb am 20. Mai 1936 im Alter von 73 Jahren in Rom und ist in der Krypta seines Ordens auf dem Friedhof Campo di Verano begraben.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Camillo Kardinal Laurenti Präfekt der Religiosenkongregation
1928–1935
Vincenzo Kardinal Lapuma