Alexis Thérèse Petit

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Alexis Thérèse Petit (* 2. Oktober 1791 in Vesoul; † 21. Juni 1820 in Paris) war ein französischer Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Er besuchte die École Centrale in Besançon mit großem Erfolg. Wechselte zu einer privaten Schule in Paris, wo er von Lehrern, die ursprünglich ihre Ausbildung an der École Polytechnique erhalten hatten, unterrichtet wurde. Im Alter von zehn, also im Jahre 1801 war A.T. Petit schon qualifiziert genug, um als Student an der École Polytechnique in Paris angenommen zu werden. Dennoch waren die formalen Zugangsvoraussetzungen so gestaltet, dass er erst mit 16 Jahren aufgenommen werden konnte. Er musste deshalb für etwa fünf Jahre warten, bevor er aufgenommen wurde. Er besuchte an der École im Jahre 1807 die gleichen Klasse wie der französischer Mathematiker, Ingenieur und Physiker Jean-Victor Poncelet (1788–1867), der fast drei Jahre älter als Petit war. Er wurde im Jahre 1811 für eine herausragende Dissertation über Kapillarwirkung promoviert, Théorie Mathématique de l'Action Capillaire. Petit der an der École Polytechnique studierte, wurde dort später Nachfolger von Pierre-Simon Laplace (1749–1827) dem französischer Mathematiker und Physiker in seiner Funktion als Professor der Physik.

Petit heiratete eine der Schwestern von Dominique François Jean Arago (1786–1853). Sein Schwager war ebenfalls Physiker aber auch Politiker. Seine junge Frau starb schon 1817 an Tuberkulose. Ferner ist zu berichten, dass sowohl Pierre Louis Dulong als auch Dominique François Jean Arago ab Juli 1807 in den Mémoires de Physique et de Chimie de la Société d'Arcueil als Mitglied der Société d’Arcueil, einem Kreis von Wissenschaftlern, erwähnt wurden.

Der Mondkrater Petit wurde 1976 nach ihm benannt.

Wissenschaftliche Leistungen[Bearbeiten]

A.T. Petit und François Arago experimentierten gemeinsam, etwa über die Lichtbrechung in Gasen. Insbesondere untersuchten sie den Einfluss der Temperatur auf den Brechungsindex von Gasen. Als A.T. Petit an der École Polytechnique Physik studierte wurde gelehrt, dass Licht aus Korpuskeln zusammengesetzt sei. Seine gemeinsame Arbeit mit dem Schwager François Arago im Jahre 1815, vermittelte ihn jedoch einem anderen Blick auf die Natur des Lichts und im Dezember desselben Jahres wurde er ein erklärter Vertreter der Wellentheorie des Lichts.

1819 formulierte er zusammen mit Pierre Louis Dulong (1785–1838) die Dulong-Petit-Regel.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Petit, A. T.; Dulong, P.L.: Recherches sur quelques points importants de la théorie de la chaleur. In: Annales de Chimie et de Physique. Vol. 10, 1819, S. 395–413.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Untersuchungen zu wichtigen Punkten der Wärmetheorie, aus den Annales de Chimie et de Physique 10, 395–413 (1819); in englischer Sprache