Alf (Mosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Alf
Alf (Mosel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Alf hervorgehoben
50.0563722222227.124680555555695Koordinaten: 50° 3′ N, 7° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Zell (Mosel)
Höhe: 95 m ü. NHN
Fläche: 6,33 km²
Einwohner: 859 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56859
Vorwahl: 06542
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 001
Adresse der Verbandsverwaltung: Corray 1
56856 Zell (Mosel)
Webpräsenz: www.alf-mosel.de
Ortsbürgermeister: Peter Mittler (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Alf im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Alf mit seinem Freibad, im Hintergrund ist Bullay zu sehen

Alf ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) an. Alf ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Bei Alf mündet der Alfbach, von den Ortsteilen Höllenthal und Fabrik her kommend, linksseitig in die Mosel. Ein weiterer Ortsteil ist der westlich liegende ältere Gewerbestandort Alf-Fabrik. Nachbarorte sind unter anderem St. Aldegund, das rechtsuferseitige Bullay und das ebenso am rechten Moselufer liegende aber – bedingt durch die Moselschleife – südlich nur 2 km Luftlinie entfernte Pünderich. Das Gebiet der Ortsgemeinde umfasst 6,33 km², davon 0,67 km² Weinlagen und 3,79 km² Wald.

Geschichte[Bearbeiten]

In vorrömischer Zeit von Kelten bewohnt, geht der Name auf die römische Siedlung Albis (erste Erwähnung um 50 v. Chr.) zurück. Alf gehörte im Mittelalter zur Herrschaft der nahe gelegenen Burg Arras, die wiederum ein Lehen von Kurtrier war. Ab 1794 stand Alf unter französischer Herrschaft und gehörte bis 1814 zur Mairie Eller im Kanton Cochem. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Alf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 659
1835 1.023
1871 1.122
1905 1.764
1939 1.377
Jahr Einwohner
1950 1.522
1961 1.410
1970 1.272
1987 1.058
2005 946

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Alf besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 5 4 3 12 Sitze
2004 4 4 4 12 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist die über dem Ort gelegene, im frühen 12. Jahrhundert gegründete Burg Arras. In der Nähe liegt auch die zu Zell gehörige Marienburg. Wahrzeichen des Orts ist der Glockenturm der im Jahr 1734 erbauten, später neugotisch gestalteten Pfarrkirche und die bekannte Statue „Christus in der Rast“ aus dem 15. Jahrhundert. Das kleine Heimatmuseum der Gemeinde gibt auch Auskünfte über die Industriegeschichte des Orts.

Wenige hundert Meter vom Ortskern entfernt erhebt sich etwas erhöht das im 16. Jahrhundert erbaute ehemalige Kurtrierer Amtshaus als dreigeschossiger Steinbau. Das Dachwerk wurde um 1620 erneuert.[4]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Alf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber in Alf und der Region ist der finnische Verpackungskonzern Huhtamaki, der im Ortsteil Alf-Fabrik eines seiner weltweit rund 70 Werke hat. Hier werden starre Kunststoffe im Tiefzugverfahren und Hartpapiere für Verpackungszwecke produziert.

Verkehr[Bearbeiten]

Gegenüber von Alf liegt der größere Ort Bullay mit einem Bahnhof an der Bahnstrecke Koblenz-Trier, gut erreichbar über die Doppelstockbrücke Alf-Bullay. Alf ist der Verkehrsknotenpunkt der Bundesstraßen 49 und 53.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Jo Niemeyer (* 16. Juni 1946), Grafiker, Designer und Maler

Kurioses[Bearbeiten]

Nach dem großen Erfolg der US-amerikanischen Fernsehserie Alf wurde die Ortstafel von Alf, ähnlich wie im Falle Fuckings, Ende der 1980er-Jahre mehrfach gestohlen. Um den Diebstählen vorzubeugen, bot die Gemeinde Alf schließlich den Kauf von Ortsschildern an, die eigens zu diesem Zweck einseitig bedruckt waren. Damit diese Schilder von den abmontierten unterscheidbar waren, wurden diese Kaufschilder mit dem Gemeindestempel und der Bürgermeisterunterschrift auf der Rückseite versehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alf (Mosel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  4. Burghart Schmidt; Helmtrud Köhren-Jansen; Klaus Freckmann: Kleine Hausgeschichte der Mosellandschaft. Köln 1989, S. 212-217.