Alfa Romeo 8C

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Dieser Artikel erläutert die historische Automobilreihe 8C der 1930er-Jahre. Zur gleichnamigen Automobilreihe des 21. Jahrhunderts siehe Alfa Romeo 8C Competizione.
Alfa Romeo Typ 8C Monza (1931)
Alfa Romeo Typ 8C (1932)
Motor des 8C mit Roots-Gebläse
Alfa Romeo 8C 2,9A (1936)
Alfa Romeo 8C 2900 Berlinetta (1938)

Die Alfa Romeo 8C sind eine Automobilserie des italienischen Herstellers Alfa Romeo, die von 1931 bis 1939 hergestellt wurde. Sie war eine Weiterentwicklung der gleichzeitig weitergebauten Serie 6C. Die Bezeichnung 8C steht für Achtzylinder.

8C 2300[Bearbeiten]

Der Hubraum betrug zunächst 2336 cm³. Entsprechend hießen diese Fahrzeuge 8C 2300. Der Achtzylindermotor entstand aus der Kopplung von zwei Vierzylinderaggregaten. Zwei obenliegende Nockenwellen und ein Zylinderkopf aus Aluminium waren ein Zeichen für die sportlichen Ambitionen der Konstruktion. Serienmäßig leistete dieser Motor 142 PS, in der Monza-Rennversion 178 PS.

Der Aufbau wurde nicht von Alfa Romeo, sondern je nach Kundenwunsch von Karosseriebauunternehmen angefertigt: Zagato, Touring, Castagna, Pininfarina, Figoni, Vanden Plas und anderen. Zwei Radstände mit 2750 und 3100 mm standen zur Verfügung. In der Rennversion erzielten die 8C in den 1930er-Jahren zahlreiche Erfolge. So wurden in Le Mans 1931 bis 1934 vier Siege in Folge erzielt. Tazio Nuvolari, Rudolf Caracciola, René Dreyfus und andere begründeten den damaligen Weltruhm der Marke Alfa Romeo auf den 8C-Modellen. Neben den Rennwagen entstanden auch sehr elegante Coupés und Cabriolets für wohlhabende Kunden, denn die Wagen waren sehr teuer.

Bis 1934 wurden 188 Fahrzeuge der Typen 8C 2300 hergestellt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Alfa Romeo 8C 2300 mit kurzem Radstand (1932)
Motor: 8-Zylinder-Reihenmotor (zwei Blöcke aus jeweils 4 Zylindern)
Hubraum: 2336 cm³
Bohrung × Hub: 65 × 88 mm
Verdichtungsverhältnis: 5,75:1
Leistung bei 1/min: 104 kW (142 PS) bei 5200
Ventilsteuerung: zwei obenliegende Nockenwellen
Gemischaufbereitung: Memini-Einzelvergaser, Roots-Gebläse
Kühlung: Wasser
Getriebe: 4-Gang-Getriebe, nicht synchronisiert (Hinterradantrieb)
Bremsen: mechanisch betätigte Trommelbremsen
Radaufhängung vorn und hinten:  Starrachse mit Blattfedern (Halbelliptik) und regulierbaren Reibungsstoßdämpfern
Karosserie und Rahmen: Stahlkarosserie auf Leiterrahmen
Radstand: 2750 mm
Spurweite vorn/hinten: 1380/1380 mm
Reifengröße: 5.50–19
Maße L × B: 3962 × 1651 mm
Leergewicht (ohne Fahrer): ca. 1000 kg
Kraftstoffverbrauch: ca. 20 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: ca. 170 km/h

8C 2900[Bearbeiten]

Der Nachfolger war 1935 der 8C 2900 mit einzeln aufgehängten Vorderrädern. Außer Rennwagen für den Motorsport entstanden elegante, technisch hochstehende Einzelfahrzeuge. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 185 km/h. Bis 1939 wurden 30 Fahrzeuge gebaut (andere Quellen nennen 43). Heute zählen die 8C zu den teuersten Oldtimern auf dem Markt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Larry Edsall; Valeria Manferto;: Legenden der Automobilgeschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert Wiesbaden White-Star-Verlag 2006, ISBN 3-939128-52-X, Seiten 66–69.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfa Romeo 8C – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien