Alfeld (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alfeld
Alfeld (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alfeld hervorgehoben
49.4311.543611111111485Koordinaten: 49° 26′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Happurg
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 17,95 km²
Einwohner: 1082 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91236
Vorwahl: 09157
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 111
Gemeindegliederung: 18 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kühberg 1
91236 Alfeld
Webpräsenz: www.alfeld-mfr.de
Erster Bürgermeister: Karl-Heinz Niebler (CSU)
Lage der Gemeinde Alfeld im Landkreis Nürnberger Land
Nürnberg Nürnberg Landkreis Roth Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Landkreis Forchheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Amberg-Sulzbach Engelthaler Forst Zerzabelshofer Forst Schönberg (gemeindefreies Gebiet) Rückersdorfer Forst Laufamholzer Forst Günthersbühler Forst Forsthof (gemeindefreies Gebiet) Fischbach (gemeindefreies Gebiet) Feuchter Forst Brunn (gemeindefreies Gebiet) Behringersdorfer Forst Feucht Offenhausen (Mittelfranken) Alfeld (Mittelfranken) Altdorf bei Nürnberg Burgthann Engelthal Happurg Henfenfeld Hersbruck Kirchensittenbach Lauf an der Pegnitz Leinburg Ottensoos Pommelsbrunn Reichenschwand Röthenbach an der Pegnitz Rückersdorf (Mittelfranken) Schwaig bei Nürnberg Schwarzenbruck Velden (Pegnitz) Vorra Winkelhaid Schnaittach Neunkirchen am Sand Simmelsdorf Winkelhaid (gemeindefreies Gebiet) Haimendorfer Forst Neuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild

Alfeld ist eine Gemeinde mit 1094 Einwohnern im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Happurg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsansicht von Alfeld
Pfarrkirche Sankt Bartholomäus
Hauptstraße von Alfeld

Die Gemeinde gliedert sich in 18 Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Pommelsbrunn, Birgland, Lauterhofen, Happurg.

Geschichte[Bearbeiten]

Alfeld gehörte seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts zum Territorium der Reichsstadt Nürnberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Alfeld. Ab 1504 bildete der mitten durch das Dorf fließende Bach die Grenze zwischen der Oberpfalz und dem Nürnberger Gebiet. 1806 wurde der Ort wieder vereinigt und gehörte zum Oberpfälzer Bezirk Sulzbach. 1911 wurde er auf eigenen Wunsch wieder dem fränkischen Bezirk Hersbruck zugeordnet. Bei der Gemeindegebietsreform wurde am 1. April 1971 die bis dahin selbstständige Gemeinde Pollanden eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam ein Teil von Heldmannsberg hinzu.[3] Alfeld ist die zweitkleinste Gemeinde des Landkreises. Die Einwohnerzahl stagniert nahezu. Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1115 und im Jahr 2008 1138 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Seit dem 1. Mai 2002 ist Karl-Heinz Niebler von der CSU Erster Bürgermeister von Alfeld. Der Gemeinderat setzt sich seit den Kommunalwahlen 2008 aus vier Vertretern der CSU, sechs der Freien Wähler und zwei der WBA (Wählergemeinschaft Bürgerforum Alfeld) zusammen:

  • Freie Wähler: Hans Fischer, Gerhard Eichenmüller, Manfred Hager, Peter Kohl, Regina Mertel, Thomas Sebald
  • Christlich Soziale Union: Dieter Kohl, Bernd Kolb, Georg Maul, Kerstin Rösel
  • Wählergemeinschaft Bürgerforum Alfeld: Stefan Strauß, Rudi Weiß

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 405.000 Euro, davon waren umgerechnet 31.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Das Recht zur Führung eines eigenen Wappens wurde der Gemeinde Alfeld am 22. August 1951 erteilt.

Blasonierung: „Gespalten durch einen blauen Wellenpfahl, vorne in Schwarz ein halber, rotbewehrter, goldener Löwe, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Den dominierenden Mittelpunkt des Ortes bildet die schon 1072 geweihte evangelische Kirche St. Bartholomäus. Um 1450 wurde ihrem romanischen Chor zusätzlich ein gotischer vorgesetzt, 1707/08 wurden das Langhaus mit einer Holztonne überwölbt und die Emporen eingebaut. So entstand ein sehr stimmungsvoller Raum: Auf das hohe Emporenlanghaus folgt torartig der niedrige ehemalige Chor, der sich zum gotischen Ostchor weitet. Besonders sehenswert sind die gotische Figur des Kirchenpatrons, der Altar von 1680 in bewegten barocken Formen und die Kanzel von 1663.[4]

In der Unteren Bachstraße befindet sich eine privat bewohnte, von dem Fabrikanten Georg Burgschmit 1896 erbaute Neurenaissance-Villa. Für das Anwesen wurde 2004 von der Hypo-Kulturstiftung eine Anerkennung ausgesprochen.[5]

In der Nähe von Nonnhof, das früher zum oberpfälzischen Gebertshofen gehörte und erst 1975 zu Alfeld kam, liegt das Naturdenkmal Alfelder Windloch (im Höhlenkataster als E 11 gelistet); mit 2,2 km Länge die zweitlängste bekannte Dolomithöhle in der Frankenalb. Die Höhle ist in der Zeit von April bis Oktober nur von höhlenkundigen Besuchern befahrbar. Nördlich von Alfeld befindet sich das Naturschutzgebiet Rinntal bei Alfeld.

Siehe auch: Fränkischer Albverein

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Alfeld (Mittelfranken)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Die wirtschaftliche Aktivität in Alfeld wird durch lokale Gewerbebetriebe, Kleinhandel und Gastronomiebetriebe bestimmt.

Verkehrsanbindungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2011):

  • Kindergärten: Evangelisches Haus für Kinder Alfeld mit 33 Kindern
  • Eine Volksschule mit drei Lehrern und zwei Klassen. Die erste und zweite sowie die dritte und vierte Klasse werden in kombinierter Form unterrichtet.

Vereine und Freizeit[Bearbeiten]

Der älteste Alfelder Verein ist der 1852 gegründete Gesangverein 1852 Alfeld. 1863 wurden die Alfelder Musikanten gegründet, 1882 die Kriegerkameradschaft Alfeld und Umgebung, 1903 der Männergesangverein „Liederkranz“ Alfeld. Der 1963 gegründete Sportverein Alfeld 1963 hat rund 400 Mitglieder, die größte Abteilung ist die Fußballabteilung. Die Landschaft um Alfeld bietet für den Wanderer ein umfangreiches Netz gut ausgeschilderter Wanderwege. [6] Diese führen u.A. zu Naturschutzgebieten, zahlreichen Höhlen sowie Bau- und Naturdenkmäler.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111027/193949&attr=OBJ&val=1417
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 481
  4. Website der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Alfeld
  5. Liste aller Preisträger
  6. Lokales Wanderwegenetz Alfeld (Abgerufen am 5. April 2013)

Literatur[Bearbeiten]

  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien