Alfons Moog

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Alfons Moog (* 14. Februar 1915 in Kottenheim; † 7. Dezember 1999 in Köln) war ein deutscher Fußballspieler.

Der Abwehrspieler begann seine Karriere in der Eifel bei Fortuna Kottenheim bevor er zum VfL Köln 1899 wechselte. Der Linksfuß kam als Angehöriger dieses Vereins in den Kriegsjahren 1939 und 1940 zu sieben Länderspielen in der deutschen Nationalmannschaft.

Später trat er dann noch für Eintracht Frankfurt und während des Krieges für den 1. FC Schweinfurt 05 und bei den Roten Jägern an. Er kehrte dann aber nach Köln zurück, spielte nochmal beim VfL Köln 99, bevor er seine Karriere beim SC West Köln ausklingen ließ.

Verein[Bearbeiten]

Mit dem VfL Köln 99 errang Alfons Moog an der Seite seines Bruders Ernst die Meisterschaft 1941 im Gau Mittelrhein und 1942 im Sportbezirk Köln-Aachen. In den Endrundenspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1940/41 verwiesen die Kölner in den Gruppenspielen FC 93 Mülhausen, Kickers Offenbach und TuS Helene Essen auf die Plätze. Im Halbfinale scheiterte man am FC Schalke 04 mit 1:4 Toren. Bei den "Knappen" zeichnete sich Hermann Eppenhoff als vierfacher Torschütze aus. Das Spiel um den 3. Platz wurde ebenfalls mit 1:4 Toren in Dresden gegen den einheimischen Dresdner SC am 22. Juni 1941 verloren. 1942 schied die Elf vom Weidenpescher Park in der Endrunde gegen die Offenbacher Kickers aus. Bereits 1939 und 1940 hatte Alfons Moog im Reichsbundpokal die Farben des Mittelrheins vertreten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er am 30. Juni 1946 nochmals zum Repräsentativspiel des Westens gegen den Süden berufen. Das Verteidigerpaar der West-Auswahl bildeten Paul Janes und Alfons Moog.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Das erste Länderspiel bestritt Alfons Moog am 29. Juni 1939 in Tallinn gegen Estland. Vier Tage nach dem Länderspiel gegen Dänemark am 25. Juni in Kopenhagen fuhr der Reichstrainer Sepp Herberger mit einer Nachwuchself nach Tallinn. Gestützt wurde die Auswahl von den "Alten" Paul Janes, Ernst Lehner und Josef Gauchel. Bei dem zweiten Länderspieleinsatz des immer als linken Verteidiger eingesetzten Kölners am 14. Juli 1940 in Frankfurt am Main, beim 9:3 Erfolg gegen Rumänien, debütierte Fritz Walter in der Fußballnationalmannschaft. Sein siebter und letzter Einsatz in der DFB-Mannschaft hatte er am 17. November 1940 in Hamburg beim 1:0 Sieg gegen Dänemark.

Rote Jäger[Bearbeiten]

Aus der Nachrichtenschule in Halle/Saale holte Major Hermann Graf im Jahre 1943 den Nationalspieler Alfons Moog zum Jagdgeschwader 11 nach Jever; zur gleichen Zeit gelang dem Herberger-Vertrauten auch die Überführung Fritz Walters von der Insel Elba nach Friesland. Mit Hermann Eppenhoff, Franz Hanreiter, Alfons Moog und Fritz Walter standen somit vier Fußballnationalspieler in Reihen der "Roten Jäger". In dieser Mannschaft war Moog auf der Mittelläuferposition der Chef der Abwehr. Am 16. Januar 1944 fand die Begegnung mit dem LSV Hamburg auf dem Victoria-Platz an der Hoheluft vor 12. 000 Zuschauern statt. Unter den Zuschauern weilte auch Sepp Herberger und sah einen 3:2-Sieg der Graf-Truppe. In der Soldaten-Elf wurde Alfons Moog "Brummes" und Fritz Walter "Friedrich" gerufen.

Beruf[Bearbeiten]

Nach seiner aktiven Karriere baute er sich, sehr erfolgreich, einen Glasereibetrieb in Köln auf.