Alfons Zitterbacke (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Alfons Zitterbacke
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 68 (87) Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Konrad Petzold
Drehbuch Joachim Düring
Produktion DEFA, Künstlerische Arbeitsgruppe „Berlin“
Musik Gerhard Rosenfeld
Kamera Eberhard Borkmann
Schnitt Thea Richter
Besetzung

Alfons Zitterbacke ist ein Kinderfilm der DEFA aus dem Jahr 1966.

Handlung[Bearbeiten]

Der zehnjährige Alfons Zitterbacke geht zusammen mit seiner besten Freundin Micki auf den Rummelplatz. Dort muss er dann vor seiner Freundin seinen Mut beweisen, weil ein Klassenkamerad ihn neckt, er hätte Angst, in die Geisterbahn zu gehen. Auf der Fahrt in der Geisterbahn fürchtet sich Alfons und richtet deswegen Chaos an.

Auch sonst scheint Alfons wie vom Pech verfolgt und er wird von seiner Umgebung nicht immer verstanden. Alfons ärgert es, dass sein Nachname Zitterbacke immer wieder veralbert wird. Als er seinem Vater vorschlägt, den Namen zu ändern, ist dieser deswegen auf seinen Sohn sauer. Auch sonst kann es Alfons seinem Vater nie recht machen, sei es beim Angeln oder beim Turmspringen. Dabei stellt sich allerdings heraus, dass Alfons, nachdem er diese Dinge versucht hat, bald besser als sein Vater ist.

Nur seine Freundin Micki hält immer zu Alfons, auch wenn sie nicht immer die Ideen verstehen kann, die Alfons so hat. So beschließt Alfons zum Beispiel Kosmonaut zu werden und erfindet dafür eine Art Kosmonautentraining. Die Prüfungen, waren zum Beispiel "Kosmonautenkost": Alfons geht davon aus, dass Kosmonauten keine feste Nahrung essen sondern sich ausschließlich aus Tuben ernähren und probiert es mit Senf, Zahnpasta und Anchovispaste. Weiterhin versuchte er sich für die Schwerelosigkeit zu trainieren - durch 10 Runden auf dem Kettenkarussell ohne Unterbrechung. Letztlich stopfte er sich Watte in die Ohren, um herauszufinden, wie es ist, nichts mehr zu hören. Dies führte u.a. zu Konflikten in der Schule, weil die Kommunikation nicht funktionierte. Auch Micki fand Alfons allmählich zu anstrengend, so dass Alfons diese schließlich doch alleine machen muss.

Schließlich machen sich Alfons und Micki auf den Weg nach Moskau, um Kosmonauten zu werden. Ihr Geld reicht für eine kurze Zugfahrt durch die DDR. Dann nimmt sie ein LKW-Fahrer mit, der schnell feststellt, dass die Kinder von Zuhause entlaufen sind. Er alarmiert die Polizei, doch die Kinder laufen vor ihm weg. Doch schließlich findet sie Alfons’ Vater und bringt die Kinder wieder nach Hause. Doch Alfons lässt sich davon nicht entmutigen und hat bereits neue fantasievolle Ideen.

Produktion[Bearbeiten]

Als Kulisse für den Film diente Jena, darunter die noch heute existierende Nordschule in der Dornburger Straße. Die Wohnung der Familie Zitterbacke befand sich im Stadtzentrum am 1968/69 abgerissenen historischen Eichplatz/Johannisstraße, wo heute der JenTower (im Volksmund Uniturm oder „Keksrolle“) steht. Nur die Häuser in der Johannisstraße stehen heute noch. Ebenso ist in unmittelbarer Nähe noch die Bronzeplastik „Spielende Kinder“ auffindbar, allerdings nicht mehr in einem Springbrunnen, sondern auf einem separaten Sockel. Nach Auskunft des Kameramanns Eberhard Borkmann fanden die Freibadaufnahmen (Sprungszenen) in Berlin (wahrscheinlich Friedrichshain) statt,

Die Uraufführung des Films fand am 25. Februar 1966 statt. Bis 1998 sahen den Film 2.565.125 Besucher.

Der Film entstand nach den gleichnamigen Kinderbüchern von Gerhard Holtz-Baumert. Es wurden einzelne Episoden der Bücher für den Film verwendet, dabei jedoch auch neue Personen erfunden. Nach Ende der Arbeiten mussten auf staatliche Weisung hin einzelne Szenen aus dem Film geschnitten werden, sodass Regisseur Konrad Petzold aus Protest seinen Namen aus dem Vorspann des Films entfernen ließ.[1]

Kritik[Bearbeiten]

„Episodischer Kinderfilm, der die Ursprünglichkeit der humorvoll-satirischen Vorlage nur in Ansätzen erreicht.“

film-dienst[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Habel, S. 25.
  2. Alfons Zitterbacke im Lexikon des Internationalen Films