Alfonso Gesualdo

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Alfonso Gesualdo als Erzbischof (Zeichnung vermutl. zw. 1561 u. 1564)

Alfonso Gesualdo (* 20. Oktober 1540 in Calitri bei Neapel; † 14. Februar 1603 in Neapel) war ein Kardinal der katholischen Kirche.

Kirchliche Laufbahn[Bearbeiten]

Im jugendlichen Alter von 20 Jahren im Konsistorium vom 26. Februar 1561 von Pius IV. zum Kardinal erhoben, wurde Gesualdo im März d. J. Kardinaldiakon von Santa Cecilia und wohl nach seiner Priesterweihe ab Oktober 1563 Kardinalpriester derselben Kirche, bevor er 1572 zur Titelkirche Santa Prisca wechselte und 1578 bis 1579 Sant’Anastasia, 1579 bis 1580 San Pietro in Vincoli und von 1580 bis 1583 schließlich noch Kardinalpriester von San Clemente. Er war Mitglied der Kurie und zugleich ab 1564 Erzbischof von Conza, wozu er am 23. April 1564 durch Kardinal Francesco Pisani die Bischofsweihe erhielt. Später ernannte ihn Papst Gregor XIII. zum Kardinalbischof von Albano (1583), Sixtus V. zum Kardinalbischof von Frascati (1587) und 1589 zum Kardinalbischof von Porto e Santa Rufina und Kardinalsubdekan. 1591 wurde er Kardinalbischof von Ostia und damit Dekan des Kardinalskollegiums. In dieser Funktion leitete er die Konklaven von 1591 und 1592, auf denen die Päpste Innozenz IX. und dann Klemens VIII. erwählt wurden. Zudem wurde er 1596 noch Erzbischof von Neapel.

Insgesamt war Kardinal Gesualdo Teilnehmer an sieben Papstwahlen, nämlich in den Konklaven von 1565 bis 1566; 1572; 1585; Sept. 1590; Okt.-Dez. 1590; 1591 und 1592.

Gesualdo war Patron von Sant’Andrea della Valle in Rom, der Mutterkirche des Theatinerordens. Alfonsos Bruder Fabricio, Fürst von Venosa, war ein Schwager von Kardinal Carlo Borromeo. Die Verbindung mit dem Geschlecht der Borromeo hatte für die Familie Gesualdo ein halbes Jahrhundert lang nachhaltige Bedeutung. Der Komponist Carlo Gesualdo war Alfonsos Neffe.

Weblinks[Bearbeiten]