Alfred Dove

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alfred Wilhelm Dove (* 4. April 1844 in Berlin; † 19. Januar 1916 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Historiker und Publizist.

Alfred Dove war ein Sohn des Physikers Heinrich Wilhelm Dove; sein Bruder war der Kirchenrechtler Richard Wilhelm Dove. Nach dem Besuch des Joachimsthalschen Gymnasiums begann er 1861 das Studium der Medizin- und Naturwissenschaften an der Universität Heidelberg. Im folgenden Jahr wechselte er an die Universität Berlin und begann Geschichte zu studieren. Nachdem er 1866 promoviert hatte, wurde er Lehrer an einem Berliner Gymnasium. 1870 ging er nach Leipzig und wurde Redakteur der Zeitschrift Die Grenzboten, später arbeitete er auch für Im neuen Reich. In Leipzig erfolgte 1873 seine Habilitation.

Im folgenden Jahr erhielt Dove eine außerordentliche Professur für Geschichte an der Universität Breslau, im Jahr 1879 wurde er zum ordentlichen Professor befördert. 1884 wechselte er an die Universität Bonn. Redakteur der Allgemeinen Zeitung wurde er 1891. In die Bayerische Akademie der Wissenschaften nahm man ihn drei Jahre später auf. 1897 folgte Dove einem Ruf an die Universität Freiburg im Breisgau, wo er bis 1905 lehrte. Von 1901 bis 1906 und von 1907 bis 1912 war er Vorsitzender der Badischen Historischen Kommission.

Dove war seit 1872 verheiratet, die Ehe blieb kinderlos.

Werke[Bearbeiten]

  • Die Doppelchronik von Reggio und die Quellen Salimbenes. (Leipzig 1873)
  • Das Zeitalter Friedrichs des Grossen und Josephs II. (Gotha 1883)
  • Der Wiedereintritt des nationalen Prinzips in die Weltgeschichte: Akademische Festrede zur Stiftungsfeier und Preisvertheilung an der Universität Bonn; gehalten am 3. August 1890 (Bonn 1890)
  • Großherzog Friedrich von Baden: als Landesherr und deutscher Fürst (Heidelberg 1902)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]