Alfred Schobert

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Alfred Schobert (* 1963; † 18. November 2006) war ein deutscher Sozialwissenschaftler und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Schobert studierte bei Jacques Derrida in Paris. Seit Anfang der 1990er-Jahre arbeitete Schobert als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS).

Er entfaltete eine umfangreiche publizistische Tätigkeit in Zeitschriften wie Antifa Infoblatt, Der Rechte Rand, Das Argument, kultuRRevolution, DISS-Journal, Jüdische Allgemeine Wochenzeitung, Neues Deutschland, Konkret, Spex und Graswurzelrevolution.[1]

Schoberts Interesse umfasste die extreme Rechte und ihre Parteien, Organisationen und Publizistik sowie Antisemitismus und Antizionismus, Geschichtspolitik und sogenannte Normalisierung, rechtsextreme Musik-Subkultur und die Globalisierungskritik von rechts.

Hierbei beobachtete und kritisierte er insbesondere die französische Neue Rechte und ihren Einfluss in Deutschland, wie etwa die Wochenzeitung Junge Freiheit.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • Mythos Identität. Fiktion mit Folgen. Münster 2004. (Hrsg. mit Siegfried Jäger)
  • Krieg ohne Ende? Gemeinsame Sonderausgabe der Zeitschriften DISS-Journal – Zeitung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung und kultuRRevolution – Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie. 2003 (Hrsg. mit Iris Bünger-Tonks, Margarete Jäger, Siegfried Jäger, Jürgen Link und Hans Uske)
  • Nation statt Demokratie. Sein und Design der "Jungen Freiheit". 2003. (Hrsg. mit Martin Dietzsch, Siegfried Jäger und Helmut Kellershohn)
  • V-Leute bei der NPD – Geführte Führende oder Führende Geführte. (Mit Martin Dietzsch)
  • Jugend im Visier. Geschichte, Umfeld und Ausstrahlung der "Unabhängigen Nachrichten". 2003 (mit Martin Dietzsch und Helmut Kellershohn)
  • Ein "jüdischer David Irving"? Norman G. Finkelstein im Diskurs der Rechten. Antizionismus und Erinnerungsabwehr. 2001 (Hrsg. mit Martin Dietzsch)
  • Weiter auf unsicherem Grund. Faschismus – Rechtsextremismus – Rassismus. Kontinuitäten und Brüche. 2000 (Hrsg. mit Siegfried Jäger)
  • Endlich ein normales Volk? Vom rechten Verständnis der Friedenspreis-Rede Martin Walsers. 1999 (Hrsg. mit Martin Dietzsch und Siegfried Jäger)
  • Analysen und Essays. Extreme Rechte – Geschichtspolitik – Poststrukturalismus. (Werksausgabe wichtiger wissenschaftlicher und journalistischer Veröffentlichungen sowie unveröffentlichter Schriften, hrsg. von Martin Dietzsch, Siegfried Jäger und Moshe Zuckermann), Unrast Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-89771-750-3 (Edition DISS Bd. 21).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernd Drücke: Antifaschist, Antimilitarist und Freund. Auf Linksnet.
  2. Siegfried Jäger: Alfred Schobert. Auf diss-duisburg.de.