Alfred von Auerswald

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Alfred von Auerswald (* 16. Oktober 1797 in Königsberg, Ostpreußen; † 3. Juli 1870 in Berlin) war königlich preußischer Generallandschaftsdirektor und Innenminister.

Alfred von Auerswald (1847)

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Er entstammte einem alten Meißener Adelsgeschlecht mit gleichnamigem Stammhaus Auerswalde (heute ein Ortsteil von Lichtenau im Landkreis Mittelsachsen), das im Jahr 1263 urkundlich zuerst genannt wird, und war der Sohn des Hans Jakob von Auerswald (1757–1833), ab 1797 Kammerpräsident und seit 1802 Oberpräsident in Königsberg.

Seine älteren Brüder waren der königlich preußische Generalmajor Hans Adolf Erdmann von Auerswald (1792–1848) und der preußische Ministerpräsident Rudolf von Auerswald (1795–1866).

Werdegang[Bearbeiten]

Auerswald besuchte zunächst das Gymnasium in Königsberg und nahm dann als 18-Jähriger im Jahr 1815 an den Befreiungskriegen teil. Während seines anschließenden Studiums an der Universität Königsberg war er der Mitbegründer einer Burschenschaft.

In den Jahren 1830 bis 1844 war er Landrat des westpreußischen Landkreises Rosenberg, von 1845 bis 1853 Generallandschaftsdirektor der Provinz Preußen.[1] 1846 war er Mitglied der preußischen Generalsynode und von März bis Juni 1848 preußischer Innenminister. Danach wurde er zwar zum Generallandschaftsdirektor wiedergewählt, allerdings vom König nicht bestätigt.

Ab 1837 war Auerswald Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Preußen, 1847 Mitglied des Vereinigten Landtags und 1848 Mitglied der Preußischen Nationalversammlung. Von 1849 bis 1852 war er Mitglied der Zweiten Kammer (Fraktion Auerswald-Schwerin) und 1849 deren Erster Vizepräsident. 1850 war er Mitglied des Erfurter Volkshauses und 1854 bis 1855 wieder Mitglied der Zweiten Kammer als Abgeordneter des Centrums. In den Jahren 1859 bis 1861 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses (Linke Fraktion) sowie 1862 bis 1863 (Fraktion Georg Freiherr von Vincke) und 1867 bis 1870 (Fraktion der Konstitutionellen).[2]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutscher Biographische Enzyklopädie, 2. Ausgabe, K. G. Saur Verlag GmbH & Company, S. 271. (eingeschränkte Vorschau bei Google Book Search).
  2. Mann, Bernhard (Bearb.) : Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 50 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3); zu den Wahlergebnissen siehe Kühne, Thomas : Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867 – 1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten. Düsseldorf : Droste Verlag, 1994, S. 726-729 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 6)