Alfred von Oberndorff

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Alfred von Oberndorff 1910

Alfred Graf von Oberndorff (* 9. Dezember 1870 in Edingen; † 16. März 1963 in Heidelberg) war ein deutscher Diplomat.

Leben[Bearbeiten]

Nach Abschluss des juristischen Studiums und der Promotion zum Dr. iur. an der Universität Heidelberg trat Oberndorff in den auswärtigen Dienst ein. Seit 1900 war er zweiter Botschaftssekretär in Madrid und seit 1905 erster Botschaftssekretär in Brüssel. Als Botschaftsrat ging er 1907 erneut nach Madrid und 1910 nach Wien. Im Jahr 1912 war Oberndorff außerordentlicher Gesandter in Oslo und 1918 Gesandter in Sofia.

Oberndorff war Beauftragter der Reichsregierung für Fragen der Außenpolitik und hat am 11. November 1918 den Waffenstillstand von Compiègne mit unterzeichnet. In den Jahren 1920 und 1921 war er der erste deutsche Geschäftsträger in Warschau. Als Gründungsmitglied der deutsch-französischen Studienkommission setzte er sich in den 1920er Jahren für eine Annäherung von Deutschland und Frankreich ein.

Oberndorff ist in Neckarhausen beerdigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Keipert (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: G–K. Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfred von Oberndorff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien