Algund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Algund
(ital.: Lagundo)
Wappen von Algund
Algund (Südtirol)
Algund
Algund
Lage von Algund in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
4.877/5.007
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
85,17 % deutsch
14,58 % italienisch
0,25 % ladinisch
Koordinaten 46° 41′ N, 11° 8′ O46.68333333333311.133333333333350Koordinaten: 46° 41′ N, 11° 8′ O
Meereshöhe: 302–2600 m s.l.m. (Zentrum: 350 m s.l.m.)
Fläche: 23,6 km²
Dauersiedlungsraum: 7,6 km²
Fraktionen: Aschbach, Dorf, Forst, Mitterplars, Mühlbach, Oberplars, Vellau[1]
Nachbargemeinden: Lana, Marling, Meran, Naturns, Partschins, Plaus, Tirol
Partnerschaft mit: Etzenricht, Bayern
Postleitzahl: 39022
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021038
Steuernummer: 82003130216
Politik
Bürgermeister (2010): Ulrich Gamper (SVP)

Algund (italienisch Lagundo) ist eine Gemeinde mit 5007 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in Südtirol (Italien). Sie grenzt unmittelbar an Meran und liegt am Fuße der Texelgruppe.

In der Fraktion Forst befindet sich die gleichnamige Bierbrauerei (Brauerei Forst AG), eine der größten Italiens.

Zum Gemeindezentrum hat sich Mühlbach am linken Etschufer entwickelt.

Wirtschaftlich bedeutsam sind vor allem der Tourismus sowie der Obst- und Weinanbau.

Algund verfügt über ein Wanderwegenetz von rund 160 km, der wohl bekannteste Spazierweg ist der Algunder Waalweg. Sehenswert sind die vielen Kirchen und Kapellen, das Kloster Maria Steinach und die Burg Vorst.

Geschichte[Bearbeiten]

In Algund wurden in den 1930er Jahren mehrere Figurenmenhire aus der Kupferzeit gefunden, die Originale befinden sich im Südtiroler Archäologiemuseum, Bozen. Replikate sind vor dem Tourismusbüro ausgestellt.

Zur Römerzeit verlief die Via Claudia Augusta vermutlich durch Algund. Der vermeintlich aus dieser Zeit stammende Brückenkopf am Etschufer wurde 2011 mit einer Glaskonstruktion überdacht.

Um 1241 stiftete Adelheit, Tochter des Grafen Albert von Tirol, das Kloster Maria Steinach.

1525 kam es zum Aufstand der Tiroler unter Michael Gaismair, wodurch Algund zum Kampfgebiet wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Ortszentrum von Algund

Bauwerke[Bearbeiten]

Musikkapelle Algund[Bearbeiten]

Entstanden ist die Musikkapelle im Jahr 1837. Im Laufe der Zeit wuchsen die Mitgliederzahl und die Tätigkeiten der Musikkapelle sehr stark an, was sich im heutigen Vereinsleben widerspiegelt.

Auch heute noch sieht die Kapelle, unter der Leitung von Kapellmeister Christian Laimer und Obmann Andreas Theiner, gemäß ihrer Zielsetzung bei der Gründung in der feierlichen Gestaltung von kirchlichen und weltlichen Festen in der Gemeinde die oberste Aufgabe ihres Wirkens.

Die Algunder Musikkapelle zählt zurzeit über 80 aktive Mitglieder. Als Blasorchester dieser Größe spielen sie in der Höchststufe; ihre Literatur umfasst Transkriptionen von klassischen Werken der Opern-, Operetten und Orchesterliteratur, Originalwerke für Blasmusik von Tiroler und internationalen Komponisten, Walzer, Märsche, Polkas, Filmmusik, Musicals und v. a. m.

Großer Wert wird auf die Schulung und Betreuung von Jungmusikern gelegt. Zahlreiche Konzerte für Gäste in Algund, Festkonzerte in Südtirol, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, sowie die Einspielung von Tonträgern ergänzen die Vereinstätigkeit.

Verkehr[Bearbeiten]

Algund ist durch die Schnellstraße Meran-Bozen (MeBo) und über die Landstraßen von Meran, Marling oder von der Töll gut erreichbar.

Bis 1950 verband die Lokalbahn Lana–Meran Algund mit der Stadt Meran. Seit 2005 bedient die Vinschgaubahn (MalsMeran) den Ort mit einer Haltestelle.

Die höchstgelegene Algunder Fraktion Aschbach (1360 m Meereshöhe) ist über eine Bergstraße (12 km) und über die Seilbahn Aschbach von Rabland zu erreichen.

Die Fraktion Vellau (900 m Meereshöhe) ist außer über eine Straßenverbindung auch mittels eines Sessellifts erreichbar. Von dort führt ein Korblift zur Leiteralm.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Algund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dauersiedlungsgebiet in Südtirol - 2012
  2.  Abteilung Denkmalpflege des Landes Südtirol (Hrsg.): Denkmalpflege in Südtirol 2008. Tappeiner, Bozen 2009, ISBN 978-88-7073-525-3, Kapitel Brücke, S. 152–153 (PDF-Datei).