Algund

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Algund
(ital.: Lagundo)
Wappen von Algund
Algund (Südtirol)
Algund
Algund
Lage von Algund in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2012)
4.877/4.971
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
85,17 % deutsch
14,58 % italienisch
0,25 % ladinisch
Koordinaten 46° 41′ N, 11° 8′ O46.68333333333311.133333333333350Koordinaten: 46° 41′ N, 11° 8′ O
Meereshöhe: 302–2600 m s.l.m. (Zentrum: 350 m s.l.m.)
Fläche: 23,6 km²
Dauersiedlungsraum: 7,6 km²
Fraktionen: Aschbach/Ried, Dorf, Forst, Mitterplars, Mühlbach, Oberplars, Vellau
Nachbargemeinden: Lana, Marling, Meran, Naturns, Partschins, Plaus, Tirol
Partnerschaft mit: Etzenricht, Bayern
Postleitzahl: 39022
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021038
Steuernummer: 82003130216
Politik
Bürgermeister (2010): Ulrich Gamper (SVP)

Algund (italienisch Lagundo) ist eine italienische Gemeinde mit 4971 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in Südtirol. Sie grenzt unmittelbar an Meran und liegt am Fuße des Naturparks Texelgruppe.

In der Fraktion Forst befindet sich die gleichnamige Bierbrauerei (Brauerei Forst AG), eine der größten Italiens.

Zum Gemeindezentrum hat sich Mühlbach am linken Etschufer entwickelt.

Wirtschaftlich bedeutsam sind vor allem Tourismus und Obst- sowie Weinanbau.

Rund 160 km Wanderwege schlängeln sich rund um Algund, der wohl bekannteste Spazierweg ist der Algunder Waalweg. Sehenswert sind die vielen Kirchen und Kapellen, das Kloster Maria Steinach und die Burg Forst.

Geschichte[Bearbeiten]

In Algund wurden in den 1930er Jahren mehrere Figurenmenhire aus der Kupferzeit gefunden, die Originale befinden sich im Südtiroler Archäologiemuseum, Bozen. Replikate sind vor dem Tourismusbüro ausgestellt.

Zur Römerzeit verlief die Via Claudia Augusta durch Algund. Der Brückenkopf am Etschufer wurde 2011 mit einer Glaskonstruktion überdacht.

Um 1241 stiftete Adelheit, Tochter des Grafen Albert von Tirol, das Kloster Maria Steinach.

1525 kam es zum Aufstand der Tiroler unter Michael Gaismair, wodurch Algund zum Kampfgebiet wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Algund ist durch die Schnellstraße Meran-Bozen (MeBo) und über die Landstraßen von Meran, Marling oder von der Töll gut erreichbar.

Bis 1950 verband die Lokalbahn Lana–Meran Algund mit der Stadt Meran. Seit 2005 bedient die Vinschgaubahn (MalsMeran) den Ort mit einer Haltestelle.

Die höchstgelegene Algunder Fraktion Aschbach (1360 m Meereshöhe) ist über eine Bergstraße (12 km) und über die Seilbahn Aschbach von Rabland zu erreichen.

Die Fraktion Vellau (900 m Meereshöhe) ist außer über eine Straßenverbindung auch mittels eines Sessellifts erreichbar. Von dort führt ein Korblift zur Leiteralm.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Algund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien