Alhambra-Edikt

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Unterschriften Ferdinands und Isabellas (yo el Rey, yo la Reyna), des königlichen Sekretärs Juan de Coloma und Siegel des Alhambra-Edikts[1]

Das Alhambra-Edikt auch als Decreto de la Alhambra oder Edicto de Granada bekannt[2], 1492 erlassen durch die katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon, ordnete die Vertreibung der Juden aus allen Territorien der spanischen Krone zum 31. Juli des Jahres an, sofern sie bis dahin nicht zum Christentum übergetreten waren.

In Asturien nahm die erste organisierte christliche Rebellion gegen die muslimische Herrschaft im Jahre 718 ihren Ausgangspunkt, die zur Reconquista führte. Die Reconquista endete im Jahr 1492 mit der vollständigen Auflösung des letzten muslimischen Herrschaftsbereichs (Emirat von Granada) und dem Alhambra-Edikt.[3]

Mit dem Edikt begann eine bis dahin beispiellose Vertreibung einer Bevölkerungsgruppe, die seit Jahrhunderten auf der iberischen Halbinsel ansässig war. Die große Anzahl der unter massivem Druck zum Christentum bekehrten Conversos – im Volk auch verächtlich Marranen genannt – stand unter dem Generalverdacht der Spanischen Inquisition, weiterhin im Geheimen dem Judentum anzuhängen. Unermüdlich wurde die christliche Gesinnung der Zwangsgetauften überprüft. Der Häresie überführte Conversos wurden zum Feuertod verurteilt und während sogenannter Autodafés öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Innenpolitisch führte die Angst vor der Macht der Inquisition zu einer tiefen Spaltung der spanischen Gesellschaft.

Am 16. Dezember 1968 wurde – zur Einweihung der Synagoge in Madrid – das Alhambra-Edikt der katholischen Könige von der spanischen Regierung für unwirksam erklärt und erst am 1. April 1992 durch den spanischen König Juan Carlos I. unwiderruflich außer Kraft gesetzt.[4]

Anlässlich des 500. Jahrestags des Alhambra-Edikts verabschiedete das spanische Parlament 1992 ein Kooperationsabkommen mit dem Verband der jüdischen Gemeinden in Spanien, das die Beziehungen zwischen dem spanischen Staat und den Bürgern jüdischer Konfession regelt.[5]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Schon während der Antike lebten Juden auf der iberischen Halbinsel, und zwar bereits vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch Titus und der Zerstreuung der Juden nach Asien, Afrika und Europa. Frühe Zentren jüdischer Kultur waren unter anderem die Balearen, Cordoba, Saragossa und Granada. Die Westgoten tolerierten zunächst die jüdische Minderheit. Erst mit den sich kontinuierlich verschärfenden judenfeindlichen Beschlüssen der Konzile von Toledo kam es zu einem Versuch der Ausrottung jüdischer Kultur durch Zwangstaufen, die mit Ausdauer und Brutalität durchgesetzt wurden, so dass zum Zeitpunkt der Eroberung Spaniens durch die Muslime offen praktiziertes Judentum unmöglich war. Die muslimischen Eroberer wurden von der jüdischen Bevölkerung begrüßt, sie verbündete sich mit ihnen offen gegen die christlichen Herrscher. In der folgenden Epoche muslimischer Herrschaft, die andersgläubigen Minderheiten zunächst mit Toleranz begegnete und ihnen den rechtlichen Status von Schutzbefohlenen (dhimmis) zuordnete, verstärkte sich der Zuzug von jüdischen Einwanderern. Jüdische Enklaven im maurischen Spanien wurden blühende Zentren von Wissenschaft und Handel.

Aragon, Kastilien, Granada im 15. Jahrhundert.

Mit der Herrschaft der maghrebinischen Almohaden endete die muslimische Toleranz[6], es kam zu Zwangsbekehrungen, Vertreibungen, zur Zerstörung von Synagogen und der Schließung von Hochschulen. Viele Juden flohen nach Ägypten oder in den christlichen Norden nach Kastilien und Aragon. Im Jahre 1469 kam es zur Vereinigung der beiden Königreiche durch die Heirat von Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon, 1472 wurde die spanische Inquisition zur Bekämpfung der Häresie und zur Ausrottung der Kryptojuden gegründet, gleichzeitig wurde der Großinquisitor Tomás de Torquemada Beichtvater der Königin und bis 1490 wurden 13.000 Conversos wegen ihrer heimlich praktizierten Religion verurteilt, viele von ihnen verbrannt.

Im Hochmittelalter konstituierten sich auf der iberischen Halbinsel vier Königreiche Portugal, Kastilien-León, Aragon und Navarra. Zunächst rechtlich weitgehend eigenständige Königreiche, reinos, kam es 1212 zur letzten gemeinsamen Auseinandersetzung der christlichen Heere mit den Muslimen, in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa. Als die Reconquista letztlich in Sevilla und Faro ihren Einfluss geltend machen konnten zogen sich Portugal und Aragon für knapp zweihundert Jahre aus den weiteren Christianisierungsbestrebungen des Südens der Halbinsel zurück. Nach einigen Zeiten der Wirren endete im Jahre 1479 der am 19. Oktober 1469 in Valladolid begonnene Vereinigungsprozess der beiden Königreiche Kastilien und Aragon, so dass es zu einer Vereinheitlichung der administrativen Strukturen kam sich aber auch der Wunsch nach religiöser Vereinheitlichung verstärkte.[7] Anfang Januar 1492 kapitulierte der letzte arabische Herrscher in Al-Andalus, Muhammad XII. (Boabdil), vor den Heeren von Ferdinand II. und Isabella I. (Los Reyes Católicos, die „Katholischen Könige“). Etwa drei Monate später erließen die Könige das Alhambra-Edikt, in dem die Vertreibung der Juden aus allen Territorien der spanischen Krone zum 31. Juli des Jahres angeordnet wurde, sofern sie bis dahin nicht zum Christentum übergetreten waren.[8]

Mit dem Abschluss der Reconquista durch die Eroberung Granadas im Januar 1492 war auch die bisher ausgeübte Toleranz der Könige gegenüber ihren jüdischen Ärzten, Beratern und Bankiers zum Ende.

Edikt[Bearbeiten]

Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon

Am 2. Januar 1492 war die Alhambra nach einem zehnjährigen, kostspieligen Krieg als letzte muslimische Hochburg einer 700-jährigen maurischen Herrschaft über Spanien gefallen. Dieser Krieg war nur durch massive finanzielle Unterstützung jüdischer Finanziers, insbesondere der beiden Magnate und Berater der Krone Isaak Abravanel und Abraham Senior, durchgehalten und gewonnen worden. Auf ebendieser Alhambra wurde das nach ihr benannte Edikt beraten und von den beiden Königen unterzeichnet.

Obwohl Senior und Abravanel bei der Königin intervenierten, galt das Edikt – trotz ihrer großen Verdienste für die Krone – auch für sie. Anders als Abravanel, der sich weigerte zu konvertieren und Spanien verließ, fügte sich der 81-jährige Abraham Senior und ließ sich zusammen mit seinem Sohn am 31. März 1492 in Valladolid taufen. Der König und die Königin nahmen als „Paten“ an der Taufe teil. Mit der Taufe nahm Senior den christlichen Namen Ferrad [Fernando] Perez Coronel an.

Im Edikt wird zunächst erläutert, dass es unter den Conversos gewisse „schlechte Christen“ gebe, die die neu Getauften zur Apostasie verführten. Grund sei das zu enge Zusammenleben von Juden und Christen in der Gesellschaft. Da alle früheren Versuche gescheitert seien, den schlechten Einfluss der Juden zu unterbinden – aufgeführt werden hier die Schaffung abgeschlossener jüdischer Wohnviertel, die Einführung der Inquisition, die Verbannung aus Andalusien – habe man sich dazu entschließen müssen, die Juden aus ganz Spanien zu vertreiben. Als besonders anstößig werden ihre Sitten und Gebräuche angesehen, die für die Neuchristen eine „ständige diabolische Versuchung“ seien – wie Beschneidung, jüdischen Speisevorschriften, das Begehen des Pessah-Festes sowie das Beharren auf der Tora.[9]

Die Begründungen für Kastilien und Aragon unterscheiden sich insofern, als in Aragon außer religiösen auch wirtschaftliche Gründe geltend gemacht werden, die der französische Historiker Fernand Braudel für die tieferen Gründe dieser Judenvertreibung hielt. In der Fassung für Aragon heißt es, dass die Juden „die christlichen Güter mit schweren und unerträglichen Wucherzinsen auffressen und verschlingen“ und „wucherische Verworfenheit“, pravidat usuaria gegen die Christen ausübten. Sie seien eine ansteckende Lepra, die man durch Vertreibung bekämpfen und besiegen könne.[9]

Folgen[Bearbeiten]

Demografische Folgen[Bearbeiten]

Wie viele Juden Spanien verließen, ist eine Streitfrage der Historiker. Die Zahlen variieren zwischen 130.000 und über 300.000. Nach neuen Ergebnissen der Forschung waren es zwischen 80.000 bis 110.000 in Kastilien und 10.000 bis 12.000 in Aragon bei einer Gesamtbevölkerung in den beiden Ländern von ca. 850.000.[10] Wie viele Juden zum Christentum übertraten, ist noch schwieriger zu schätzen, es gibt hier keine Quellen.

Viele Juden ließen sich in Portugal nieder, wo sie dem König Johann II. aus finanziellen Gründen zunächst willkommen waren. Die Aufenthaltserlaubnis war jedoch befristet. Juden, die nach zweijährigem Aufenthalt noch nicht getauft waren, hatten das Land zu verlassen. Da nur wenige die Gelegenheit fanden, das Land mit Schiffen zu verlassen, wurden sie versklavt, zwangsgetauft oder nach Afrika verfrachtet, um dort in den Plantagen ihrer christlichen Arbeitgeber zu arbeiten. Unter Johanns Nachfolger Manuel I. erfolgte nach einem kurzen Zwischenspiel von Toleranz und Milde ein dem Alhambra-Edikt vergleichbarer Erlass, in dem Juden und Mauren befohlen wurde, das Land bis Oktober 1497 zu verlassen.

Migration der Juden aus Spanien seit dem 16. Jahrhundert

Der größere Teil der spanischen Sepharden zerstreute sich in kleinen Gruppen nach Nordafrika, Ägypten, in die Levante, wo ihnen der osmanische Sultan Bayezid II. Zuflucht gewährte, und nach Griechenland. Andere gelangten nach Italien, wo sie mit unterschiedlicher Begeisterung aufgenommen wurden. Die sizilianischen Städte verhielten sich feindlich und abweisend wie Spanien, unter dessen Herrschaft sie sich befanden, ebenso Neapel, das ab 1504 von Spanien regiert wurde. Und als das Herzogtum Mailand an die spanische Krone fiel, wurden auch dort alle Juden vertrieben. Die Medici in Florenz nahmen die Juden mit offenen Armen auf und gewährten ihnen Aufenthalt für Livorno. In den so genannten Leggi Livornine (1590–93)[11] erhielten sie gleichberechtigt wie alle anderen Nationen – Spanier, Portugiesen, Griechen, Deutsche, Hebräer, Mauren, Armenier, Türken etc. – volle Religionsfreiheit, das Recht Waffen zu tragen, sich überall in der Stadt niederzulassen und Läden zu eröffnen. Diese Bedingungen waren so attraktiv für die Sepharden, dass die jüdische Bevölkerung von 114 Personen im Jahr 1601 auf rund 3.000 im Jahr 1689 anwuchs.[12],[13]

Venedig tolerierte sie und erweiterte das Ghetto zur Aufnahme der Sepharden. Die Renaissance-Päpste unterstellten die Juden dem Schutz der Kirche. Viele Juden siedelten sich im Kirchenstaat an, vor allem in Ancona und in Rom. Kleine Gruppen der Vertriebenen gelangten nach Amsterdam und nach Hamburg.

Ökonomische Folgen[Bearbeiten]

Durch die kurze Frist, die den Ausgewiesenen zur Regelung ihrer Geschäfte und zur Reisevorbereitung blieb, wurde der Markt mit Gütern überschwemmt. Immobilien konnten zu Schleuderpreisen erworben werden. Andererseits fielen unvermittelt ganze Sektoren im Wirtschaftsleben aus, die vornehmlich von den Sepharden betrieben worden waren. Gerade auf dem Kapitalmarkt wurden die Folgen spürbar. Der Staat hatte Mühe, die Steuern einzutreiben, da viele Steuereinnehmer bis hin zum obersten Steuereinnehmer, Abraham Senior, aus der sephardischen Volksgruppe kamen. Es fehlte Kapital für militärische oder wirtschaftliche Projekte und zur Finanzierung von Lebensstil und Luxus der Oberschicht, denn Geldverleih war den Christen verboten. In den Städten fehlten Ärzte und Handwerker. Der Regierung und der Diplomatie mangelten die sprachkundigen Sepharden mit ihren vielfältigen europäischen Kontakten. Allerdings wurden durch das südamerikanische Gold, das mit der Kolonialisierung Südamerikas nach Spanien floss, die wirtschaftlichen Schäden teilweise kompensiert.

Dem spanischen Staat blieb die Oberschicht und die Schicht der Bauern und Besitzlosen, während die Herausbildung einer dynamischen und gebildeten Mittelschicht durch die Eliminierung der Sepharden im Keim erstickt wurde.

Kultur und Wissenschaft[Bearbeiten]

Mit dem Edikt verlor Spanien eine Reihe ausgezeichneter Persönlichkeiten des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens. Abgesehen von Abravanel, der nicht nur ein hervorragender Finanzmann und nach seiner Vertreibung aus Spanien unter anderem Berater des Königs von Neapel und der Dogen von Venedig wurde, sondern auch einer der bedeutenden Bibel-Exegeten seiner Zeit war, und dem Astronomen, Mathematiker und Kosmografen Abraham Zacuto, dessen Almanach perpetuum Kolumbus auf seinen Entdeckungsreisen begleitete, verließen viele Gelehrte und Hochschullehrer das Land. Die seit der arabischen Herrschaft in Spanien blühenden Universitäten konnten ihre Lehrer nicht ersetzen, und die Überwachung der Conversos durch die Spitzel der Inquisition brachte auch deren Forschungstätigkeit zum Erliegen.

Mit der Vertreibung und Zerstreuung der Sepharden wurde die Kabbalah, die bisher nur auf einige wenig bekannte Zirkel vor allem in Spanien beschränkt war, im Mittelmeerraum und im nördlichen Europa verbreitet. Als neues Zentrum kabbalistischer Studien bildete sich die Stadt Safed in Palästina heraus – die beiden einflussreichsten Kabbalisten in Safed, Moses ben Cordovero und Isaak Luria, waren sephardischer Herkunft. Von hier aus verbreitete sich diese mystische Strömung des Judentums auch unter den Aschkenasim und konnte von den frühen Humanisten rezipiert werden.

Soziale Folgen[Bearbeiten]

Auto-da-fe (Gemälde von 1653)

Ein Motiv der Könige beim Erlass des Edikts war es, nach der politischen Einheit Spaniens auch die innere, religiöse Einheit des Landes herzustellen. Das Alhambra-Edikt war der erste Schritt in diese Richtung. 1501 wurde ebenfalls den Muslimen ein Ultimatum gestellt, entweder zum Christentum zu konvertieren oder das Land zu verlassen. 1609 bis 1614 wurden schließlich die Morisken aus Spanien vertrieben.

Trotz eifriger Bemühungen von Seiten der Kirche hielten viele Conversos jedoch heimlich am Judentum fest. Die Ursache dieser „Uneinsichtigkeit“ und „Verstocktheit“ fand man in der „Unreinheit des jüdischen Blutes“.[14] Das hatte bereits 1449 in Toledo zu einem Statut über Blutreinheit, estatutos de limpieza de sangre, gewissermaßen Nürnberger Gesetzen ante litteram, geführt. Man begann, zunächst von Seiten der Inquisition, die „rechte Gesinnung“ der Neuchristen zu ergründen. Ein Netz von Spitzeln (familiares) überzog die Gesellschaft. Das totalitäre Denken der spanischen Inquisitoren, die Unterdrückung von Gedankenfreiheit, erzeugte ein Klima von Angst und einen totalen Konformismus, zumindest an der Oberfläche der spanischen Gesellschaft. Inquisitorische Mentalität und totalitäres Denken ergriffen auch die Staatsorgane: Jeder, der sich um ein Amt oder eine höhere Stellung in der Armee bewarb, musste den Nachweis erbringen, dass seine Vorfahren bis ins zweite Glied keine Neuchristen waren. Das führte zu einer verhängnisvollen Spaltung in alte und neue Christen, zu einem tiefen Misstrauen untereinander, zumal Marranen, anders als die Morisken, äußerlich nicht zu erkennen waren, und große Teile der spanischen Gesellschaft, vor allem in der Oberschicht, sephardische Verwandte oder Vorfahren hatten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Alhambra-Edikt – Quellen und Volltexte (spanisch)
 Wikisource: Alhambra-Edikt – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. „Los Reyes Fernando e Isabel, por la gracia de Dios, Reyes de Castilla, León, Aragón y otros dominios de la Corona- al príncipe Juan, los Duques, Marqueses, Condes, ordenes religiosas y sus Maestres, señores de los Castillos, Caballeros y a todos los judíos hombres y mujeres de cualquier edad y a quienquiera esta carta le concierna, salud y gracia para él. Bien es sabido que en nuestros dominios, existen algunos malos cristianos que han judaizado y han cometido apostasía contra la santa fe Católica, siendo causa la mayoría por las relaciones entre judíos y cristianos. Por lo tanto, en el año de 1480, ordenamos que los judíos fueran separados de las ciudades y provincias de nuestros dominios y que les fueran adjudicados sectores separados, esperando que con esta separación la situación existente sería remediada, y nosotros ordenamos que se estableciera la Inquisición en estos dominios; y en el término de 12 años ha funcionado y laInquisición ha encontrado muchas personas culpables además, estamos informados por la Inquisición y otros el gran daño que persiste a los cristianos al relacionarse con los judíos, y a su vez estos judíos tratan de todas maneras a subvertir la Santa Fe Católica y están tratando de obstaculizar cristianos creyentes de acercarse a sus creencias. Estos Judíos han instruido a esos cristianos en las ceremonias y creencias de sus leyes, circuncidando a sus hijos y dándoles libros para sus rezos, y declarando a ellos los días de ayuno, y reuniéndoles para enseñarles las historias de sus leyes, informándoles cuando son las festividades de Pascua y como seguirla, dándoles el pan sin levadura y las carnes preparadas ceremonialmente, y dando instrucción de las cosas que deben abstenerse con relación a alimentos y otras cosas requiriendo el seguimiento de las leyes de Moisés, haciéndoles saber a pleno conocimiento que no existe otra ley o verdad fuera de esta. Y así lo hace claro basados en sus confesiones de estos judíos lo mismo a los cuales han pervertido que ha sido resultado en un gran daño y detrimento a la santa fe Católica, y como nosotros conocíamos el verdadero remedio de estos daños y las dificultades yacían en el interferir de toda comunicación entre los mencionados Judíos y los Cristianos y enviándolos fuera de todos nuestros dominios, nosotros nos contentamos en ordenar si ya dichos Judíos de todas las ciudades y villas y lugares de Andalucía donde aparentemente ellos habían efectuado el mayor daño, y creyendo que esto seria suficiente de modo que en esos y otras ciudades y villas y lugares en nuestros reinos y nuestras posesiones seria efectivo y cesarían a cometer lo mencionado. Y porque hemos sido informados que nada de esto, ni es el caso ni las justicias hechas para algunos de los mencionados judíos encontrándolos muy culpables por lo por los susodichos crímenes y transgresiones contra la santa fe Católica han sido un remedio completo obviar y corregir estos delitos y ofensas. Y a la fe Cristiana y religión cada día parece que los Judíos incrementan en continuar su maldad y daño objetivo a donde residan y conversen; y porque no existe lugar donde ofender de mas a nuestra santa creencia, como a los cuales Dios ha protegido hasta el día de hoy y a aquellos que han sido influenciados, deber de la Santa Madre Iglesia reparar y reducir esta situación al estado anterior, debido a lo frágil del ser humano, pudiese ocurrir que podemos sucumbir a la diabólica tentación que continuamente combate contra nosotros, de modo que, si siendo la causa principal los llamados judíos si no son convertidos deberán ser expulsados del Reino. Debido a que cuando un crimen detestable y poderoso es cometido por algunos miembros de algún grupo es razonable el grupo debe ser absuelto o aniquilado y los menores por los mayores serán castigados uno por el otro y aquellos que permiten a los buenos y honestos en las ciudades y en las villas y por su contacto puedan perjudicar a otros deberán ser expulsados del grupo de gentes y a pesar de menores razones serán perjudiciales a la República y los mas por la mayoría de sus crímenes seria peligroso y contagioso de modo que el Consejo de hombres eminentes y caballeros de nuestro reinado y de otras personas de conciencia y conocimiento de nuestro supremo concejo y después de muchísima deliberación se acordó en dictar que todos los Judíos y Judías deben abandonar nuestros reinados y que no sea permitido nunca regresar. Nosotros ordenamos además en este edicto que los Judíos y Judías cualquiera edad que residan en nuestros dominios o territorios que partan con sus hijos e hijas, sirvientes y familiares pequeños o grandes de todas las edades al fin de Julio de este año y que no se atrevan a regresar a nuestras tierras y que no tomen un paso adelante a traspasar de la manera que si algún Judío que no acepte este edicto si acaso es encontrado en estos dominios o regresa será culpado a muerte y confiscación de sus bienes. Y hemos ordenado que ninguna persona en nuestro reinado sin importar su estado social incluyendo nobles que escondan o guarden o defiendan a un Judío o Judía ya sea públicamente o secretamente desde fines de Julio y meses subsiguientes en sus hogares o en otro sitio en nuestra región con riesgos de perder como castigo todos sus feudos y fortificaciones, privilegios y bienes hereditarios. Hágase que los Judíos puedan deshacerse de sus hogares y todas sus pertenencias en el plazo estipulado por lo tanto nosotros proveemos nuestro compromiso de la protección y la seguridad de modo que al final del mes de Julio ellos puedan vender e intercambiar sus propiedades y muebles y cualquier otro articulo y disponer de ellos libremente a su criterio que durante este plazo nadie debe hacerles ningún daño, herirlos o injusticias a estas personas o a sus bienes lo cual seria injustificado y el que transgrediese esto incurrirá en el castigo los que violen nuestra seguridad Real. Damos y otorgamos permiso a los anteriormente referidos Judíos y Judías a llevar consigo fuera de nuestras regiones sus bienes y pertenencias por mar o por tierra exceptuando oro y plata, o moneda acuñada u otro articulo prohibido por las leyes del reinado. De modo que ordenamos a todos los concejales, magistrados, caballeros, guardias, oficiales, buenos hombres de la ciudad de Burgos y otras ciudades y villas de nuestro reino y dominios, y a todos nuestros vasallos y personas, que respeten y obedezcan con esta carta y con todo lo que contiene en ella, y que den la clase de asistencia y ayuda necesaria para su ejecución, sujeta a castigo por nuestra gracia soberana y por la confiscación de todos los bienes y propiedades para nuestra casa real y que esta sea notificada a todos y que ninguno pretenda ignorarla, ordenamos que este edicto sea proclamado en todas las plazas y los sitios de reunión de todas las ciudades y en las ciudades principales y villas de las diócesis, y sea hecho por el heraldo en presencia del escribano público, y que ninguno o nadie haga lo contrario de lo que ha sido definido, sujeto al castigo de nuestra gracia soberana y la anulación de sus cargos y confiscación de sus bienes al que haga lo contrario. Y ordenamos que se evidencie y pruebe a la corte con un testimonio firmado especificando la manera en que el edicto fue llevado a cabo. Dado en esta ciudad de Granada el Treinta y uno día de marzo del año de nuestro señor Jesucristo de 1492.“
  2. (hebräisch: Gerush Sfarad גירוש ספרד).
  3. Leo Trepp: Die Rückeroberung Spaniens durch die Christen – Die Inquisition. In: Die Juden; Volk, Geschichte, Religion. Rowohlt, Hamburg 1999, ISBN 3499 606186, S. 61–62.
  4. „König Juan Carlos I. besuchte am 1. April 1992 die Synagoge von Madrid, entschuldigte sich für den Akt der Barbarei, den seine Vorgänger fünfhundert Jahre zuvor begangen hatten, und setzte das Vertreibungsedikt feierlich und unwiderruflich außer Kraft. Die Vereinigung Erensia Sefardi verlieh ihm daraufhin 1994 ihren Preis Angel Pulido....“ zitiert nach: Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56238-9, S. 114.
  5. Uwe Scheele: Die schwierige Rückkehr nach Sepharad. In: Jüdische Zeitung. 2. Mai 2009.
  6. Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56238-9, S. 33.
  7. Nikolaus Böttcher: Kontinuität und Brüche in Hispanoamerika. Otto-von-Freising-Vorlesungen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Springer-Verlag, 2013, ISBN 3-6580-2243-4, S. 21
  8. Nach neueren Schätzungen waren von dem Ausweisungsbefehl etwa 70.000 Personen betroffen, von denen aber viele nach einigen Jahren zurückkehrten und konvertierten. Nur wenig mehr als 30.000 verließen die Iberische Halbinsel endgültig. Siehe dazu Henry Kamen: The Mediterranean and the Expulsion of Spanish Jews in 1492, in: Past and Present 119 (1988) S. 44; Herbers S. 309.
  9. a b Zitate aus Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56238-9. Kapitel: Die Vertreibung von 1492 und ihre Folgen. S. 53–69.
  10. Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56238-9, S. 57–58.
  11. Ferdinando I. de’ Medici: Costituzione livornina. 1593. (PDF)
  12. La storia di Livorno.
  13. Virtual Jewish World. Livorno, Italy.
  14. Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56238-9, S. 65–69.