Alibri Verlag

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Alibri Verlag GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1994
Sitz Aschaffenburg, Deutschland
Branche Buchverlag
Website www.alibri-buecher.de

Der Alibri Verlag ist ein 1994 gegründeter Verlag mit Sitz in Aschaffenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschäftsführer und Hauptgesellschafter Gunnar Schedel, 2012

Der Alibri-Verlag ging aus dem IBDK, dem Internationalen Bücherdienst der Konfessionslosen, hervor, der zunächst nur das Magazin MIZ-Materialien und Informationen zur Zeit herausgab und 1984 zum IBDK Verlag + Vertrieb erweitert wurde. Damit wollte man an die Produktion des Szczesny-Verlages anschließen, der 1967 seine Tätigkeit eingestellt hatte. Im April 1994 wurde der Name Alibri angenommen und als Verlag in die neu gegründete Assoziation Linker Verlage („ALiVe“) integriert, die einen Zusammenschluss kleinerer linker Verlage darstellt und seit 1997 auch eine gemeinsame Verlagsauslieferung hat. Nachdem 1996 der erste Titel bei Alibri erschienen war, startete 1998 ein größeres Programm.

Geschäftsführer ist der Literaturwissenschaftler Gunnar Schedel (* 1964 in Aschaffenburg). Schedel ist säkulärer Humanist und engagiert sich unter anderem für die Straffreiheit der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen.[1] Er schreibt unter anderem auch für die Materialien und Informationen zur Zeit (MIZ).[2]

Seit 2010 wird der Verlag in der Rechtsform einer GmbH betrieben, Gesellschafter sind neben Gunnar Schedel unter anderen Colin Goldner, Michael Schmidt-Salomon und Hermann Josef Schmidt.[3] Der Alibri Verlag ist Mitglied von hpd e.V., dem Trägerverein des Humanistischen Pressedienstes (hpd).[4]

Programme[Bearbeiten]

Alibri versteht sich als explizit säkularer Verlag und deckt mit seinem Programm das breiteste Themenspektrum der zu dieser Szene zu rechnenden Verlage ab. Es reicht von Religions- und Kirchenkritik bis zur kritischen Auseinandersetzung mit Esoterik. Als „Forum für Utopie und Skepsis“ erscheinen bei Alibri sowohl Untersuchungen der Skeptikerbewegung als auch Beiträge zur humanistischen und materialistischen Philosophie.

Seit Juni 2007 arbeiten der Alibri Verlag und die Trotzdem Verlagsgenossenschaft in allen den Buchhandel betreffenden Bereichen und bei der Vertriebs- und Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Einem größeren Publikum bekannt wurde der Verlag durch die Diskussionen um das religionskritische Kinderbuch Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel von Michael Schmidt-Salomon.

Zu den Autoren im Verlagsprogramm zählen unter anderem Carsten Frerk, Roland Seim, Armin Pfahl-Traughber, Horst Groschopp Martin Büsser, Gerd Dembowski und Michael Schmidt-Salomon.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Drei Fragen an... Gunnar Schedel. In: hpd, 2. März 2010 (online)
  2. Über die MIZ. (online)
  3. Handelsregisterblatt HRB 11097 und Gesellschafterliste, Amtsgericht Aschaffenburg
  4. http://hpd.de/ueber
  5. Claudia Schulz, Carsten Frerk, Gunnar Schedel, Roland Seim, Armin Pfahl-Traughber, Gregor Ziese-Henatsch, Horst Groschopp (Hg.): „Rückkehr der Religion“ – eine Mär? Humanistische Akademie, 2008, ISBN 978-3937265094
  6. Martin Büsser, Gunnar Schedel, Jean-Luc Dadache, Marvin Chlada, Gerd Dembowski, Michael Schmidt-Salomon: Die neuen Heiligen, Band 2: Franz Beckenbauer, Dalai Lama, Jenny Elvers und andere Aliens. Alibri, 2008, ISBN 978-3932710353