Alice Schwarzer

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Alice Schwarzer (Oktober 2010)

Alice Sophie Schwarzer (* 3. Dezember 1942 in Wuppertal) ist eine deutsche Journalistin und Publizistin. Die Gründerin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift Emma ist eine der bekanntesten Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung und versteht sich als Feministin.

Biografie

Kindheit und Religion

Alice Schwarzer wurde als nichteheliches Kind im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld geboren und wuchs bei ihren Großeltern auf. In einem Interview bezeichnete Schwarzer später ihren Großvater als „sehr mütterlichen Großvater“ und ihre Großmutter als „sehr politisiert mit einem hohen Gerechtigkeitssinn“. Prägend sei für sie der gelebte Widerstand ihrer Familie gegen die Nazis und die Solidarität mit den Opfern gewesen.[1] Schwarzer entstammt einer atheistischen Familie. Sie ließ sich mit zwölf Jahren evangelisch taufen und später auch konfirmieren. Sie bezeichnet sich als „nicht im engeren Sinne gläubig“.

Ausbildung und Leben in Paris

Schwarzer besuchte die Handelsschule und arbeitete einige Jahre im kaufmännischen Bereich. 1963 ging sie nach Paris, absolvierte ein Sprachenstudium und kehrte 1965 nach Deutschland zurück. Sie volontierte bei den Düsseldorfer Nachrichten und ging 1969 als Reporterin zur Zeitschrift Pardon, wo sie Nachfolgerin von Günter Wallraff wurde. Von 1970 bis 1974 arbeitete sie in Paris als freie politische Korrespondentin für Radio, Fernsehen und Zeitschriften. Ihr Spezialgebiet waren „die Folgen von 68 im politischen, sozialen und kulturellen Bereich“. An der Universität Vincennes, die auch Studenten ohne Hochschulreife aufnahm,[2] studierte sie von 1970 bis 1974 Psychologie und Soziologie,[3] unter anderem bei Michel Foucault.

Frauenbewegung 1970er Jahre

1970 freundete sich Schwarzer mit Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre an. Ihre Interviews mit de Beauvoir, geführt zwischen 1971 und 1982, erschienen 1983: Alice Schwarzer/Simone de Beauvoir: Weggefährtinnen im Gespräch. Ihr Fernsehporträt über de Beauvoir für den NDR von 1973 veröffentlichte sie 2009 als Buch im Emma-Verlag.

Zusammen mit Monique Wittig gehörte Alice Schwarzer zu den Initiatorinnen des Pariser Mouvement pour la libération des femmes (MLF), eine der ersten feministischen Gruppen der französischen Frauenbewegung. Am 5. April 1971 veröffentlichte das französische Wochenmagazin Le Nouvel Observateur ein öffentliches Bekenntnis, in dem 343 Frauen, darunter viele Prominente wie Catherine Deneuve und Simone de Beauvoir, erklärten: „Eine Million Frauen pro Jahr lassen in Frankreich eine Abtreibung vornehmen. Sie tun dies unter gefährlichen Umständen, da die Abtreibung gesetzlich verboten ist. […] Ich erkläre, daß ich eine davon bin. Ich erkläre, daß ich abgetrieben habe.“ Auf spektakuläre Weise forderten sie die Legalisierung der Abtreibung und leiteten eine öffentliche Diskussion ein. Schwarzer exportierte diese Aktion unter dem Motto Frauen gegen den § 218 nach Deutschland. Höhepunkt war die Titelgeschichte der Illustrierten Stern am 6. Juni 1971, in der 374 Frauen öffentlich bekannten: Wir haben abgetrieben! Im Herbst desselben Jahres erschien Schwarzers erstes Buch Frauen gegen den § 218.[4]

In ihrem Buch Frauenarbeit – Frauenbefreiung (1973) kam Alice Schwarzer auf der Grundlage ihrer Analyse von Interviews mit Frauen zu dem Ergebnis, dass der Schlüssel zur Gleichberechtigung außerhäusliche Berufstätigkeit sei. Gleichwohl sei sie eine zusätzliche Belastung. Konkrete Hilfe für Frauen müsse folglich bei der gesellschaftlichen Übernahme von Erziehungs- und Hausarbeit ansetzen, bei der Rationalisierung des Haushalts und der gerechten Verteilung sämtlicher die Familie betreffenden Aufgaben zwischen den Partnern. Eine tief greifende Veränderung der sozialen Ordnung setze allerdings voraus, dass jede Frau auch in ihrer eigenen Beziehung bereit sei, sich gegen männliche Privilegien zu wehren. Der Kampf, so Schwarzer, müsse immer auf einer kollektiven und einer individuellen Ebene zugleich geführt werden.[5]

In ihrem Buch Der kleine Unterschied und seine großen Folgen analysierte sie die Sexualität als „Angelpunkt der Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern und der Unterdrückung der Frauen“. Die „Zwangsheterosexualität“ ist für sie nicht angeboren, sondern ein kulturelles Gebot. Sie plädiert für eine freie Sexualität und die ökonomische Unabhängigkeit für Frauen. Das Buch erschien 1975 und machte Schwarzer über Westdeutschland hinaus bekannt. Der Spiegel nannte im Juni 1976 in einem Artikel über Schwarzer eine Auflage von bis dahin 138.000 Exemplaren.[6] Es wurde in zwölf Sprachen übersetzt, zuletzt 2001 auf Koreanisch.[7] Seitdem gilt sie als die bekannteste und auch umstrittenste Persönlichkeit der neuen deutschen Frauenbewegung.

Zu Alice Schwarzers Bekanntheit hatte auch ein unmoderiertes Streitgespräch mit der argentinisch-deutschen Autorin Esther Vilar beigetragen, das der WDR im Februar 1975 ausstrahlte und das in den Massenmedien ausführlich kommentiert wurde. Vilar hatte in ihrem Buch Der dressierte Mann mit der These provoziert, dass nicht die Frau durch den Mann unterdrückt werde, sondern umgekehrt der Mann durch die Frau. Das Buch war in feministischen Kreisen sehr umstritten, da es, so die Meinung der Kritikerinnen, sexistische Vorurteile weiterverbreite. Schwarzer erklärte unter anderem, Vilar sei zynisch, eine Verräterin am eigenen Geschlecht und „nicht nur Sexistin, sondern Faschistin“.[8] In dieser Auseinandersetzung hob Alice Schwarzer nachdrücklich hervor, dass das Ziel des feministischen Kampfes keineswegs eine Angleichung an die männliche Lebensform sei.

„Nicht unsere Integrierung ist wünschenswert, nicht die Vermännlichung der Frauen, sondern die Vermenschlichung der Geschlechter.“

Alice Schwarzer (1975)[9]

Gründung der Emma

Im Januar 1977 erschien die erste Ausgabe der von ihr gegründeten Zeitschrift Emma, deren Verlegerin und Chefredakteurin sie mit einer kurzen Unterbrechung seither ist.

1978 verklagte Schwarzer die Zeitschrift Stern wegen frauenfeindlicher Titelbilder, verlor jedoch den Prozess.[10] 1979 klagte Schwarzer gegen die Firma Silit, weil diese eine Bratpfanne des Names „Emma“ anbot.[11] Diese Klage verlor sie.[12]

1979 fuhr Schwarzer zusammen mit einer Gruppe französischer Intellektueller nach Teheran, wenige Wochen nach der Machtergreifung Khomeinis und auf den Hilferuf von Iranerinnen hin, die sich gegen Zwangsverschleierung und Entrechtung wehrten. Schwarzer schrieb darüber einen Artikel in der Emma und der Zeit, dessen Credo lautete: „Diese Frauen waren gut genug, ihr Leben im Kampf für die Freiheit zu riskieren, sie werden nicht gut genug sein, in Freiheit zu leben.“[13] Seither ist die Gefahr, die vom religiösen Fundamentalismus ausgeht, eines ihrer zentralen Themen.

1990er Jahre

1990 rief Schwarzer den „Emma-Journalistinnen-Preis“ ins Leben. Eine wechselnde, unabhängige Jury verleiht seither alle zwei Jahre unter Schwarzers Vorsitz Preise an Journalistinnen und Journalisten für „journalistisch innovative Artikel, die ein Bewusstsein für gesellschaftliche Realitäten und die Lage der Geschlechter haben“. 1992 bis 1993 moderierte Schwarzer die Talkshow Zeil um Zehn des Hessischen Rundfunks.

Von 1990 bis 1993 war Schwarzer Teil des Rateteams der „Was bin ich?“-Nachfolge-Quizsendung „Ja oder Nein“ unter der Leitung von Joachim Fuchsberger.

Seit 1993 erscheint Emma alle zwei Monate.

Schwarzer schrieb wieder vermehrt Bücher, politische Essays und Biografien. 1993 erschien ihre Fallstudie über den Tod von Petra Kelly und ihrem Lebensgefährten Gert Bastian als Faction-Prosa. Bastian erschoss die schlafende Kelly und beging anschließend Selbstmord. Ihr Buch Eine tödliche Liebe. Petra Kelly und Gert Bastian war 2001 Vorlage für die TV-Verfilmung Kelly Bastian – Geschichte einer Hoffnung, für die sie auch das Drehbuch mitschrieb.[14]

Auch schrieb sie Biografien über Marion Dönhoff und Romy Schneider. Bis 2010 veröffentlichte Schwarzer 25 Bücher als Autorin und 17 als Herausgeberin.

Nachfolge der Chefredaktion der Emma

Anfang Dezember 2007 gab Schwarzer bekannt, die Chefredaktion von Emma spätestens im Frühjahr 2008 an die Fernsehjournalistin und Kolumnistin Lisa Ortgies übergeben zu wollen.[15] Nachdem Ortgies nach nur acht Wochen als Chefredakteurin im Mai 2008 wieder ausschied, führte Schwarzer die Chefredaktion selbst weiter.[16][17] Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unterstrich die Vermutung, Alice Schwarzer habe weiterhin das Tagesgeschäft dominiert und so einen Generationswechsel zum Scheitern gebracht.[18][19] Bezüglich der Gründe der Trennung ließ Ortgies über eine dpa-Meldung verbreiten: „Beobachter glauben, dass Ortgies ihre Ideen für die Zeitschrift nicht durchsetzen konnte.“ Die Emma-Redaktion erwiderte darauf: „Zu unserem Bedauern eignet sich die Kollegin nicht für die umfassende Verantwortung einer Chefredakteurin.“[20][21] Diese Erklärung wurde in den Medien teilweise als ein Nachkarten bezeichnet, das ebenso unprofessionell wie unsolidarisch gewesen sei.[22]

Seit 2007

Alice Schwarzer, 2009

Mitte 2007 stellte sich Schwarzer für eine Image-Kampagne der Boulevardzeitung Bild als Werbeträgerin zur Verfügung, nachdem sie ebendieses Medium in den vorigen Jahrzehnten immer wieder wegen Menschen- und Frauenfeindlichkeit attackiert hatte. Dieser Schwenk und zudem ihre Begründung der Werbemitwirkung, dass neben Leuten wie Gandhi oder Willy Brandt auch eine lebendige Frau wie sie in der Werbung auftauchen sollte, hatte in Teilen der Öffentlichkeit für Irritationen gesorgt.[23][24]

Im Sommersemester 2009 übernahm Schwarzer eine Gastprofessur an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst sowie eine Gastdozentur bei den Publizisten, die Theodor-Herzl-Dozentur. An der Angewandten hielt sie im April und Mai Vorträge zu den Themen Pornografie und sexuelle Gewalt, Religiöser Fundamentalismus und Frauen und Männer.[25]

In einem „Prominenten-Special“ bei Wer wird Millionär? im September 2009 gewann Schwarzer 500.000 Euro zugunsten des Berliner Frauenhilfsvereins Hatun und Can e. V. (→ Hatun Sürücü). Im Rahmen späterer Nachfragen durch Schwarzer und RTL kam der Verdacht auf, dass der Verein Spenden nicht satzungsgemäß verwende.

Im November 2010 attackierte Schwarzer in einem offenen Brief Familienministerin Kristina Schröder.[26]

Im Wintersemester 2010/2011 übernahm Schwarzer als Gastprofessorin die Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen.

Alice Schwarzer beim Kachelmann-Prozess

Sie berichtete für den Axel Springer Verlag vom Kachelmann-Prozess (dieser dauerte vom 6. September 2010 bis zum 31. Mai 2011) in der Bild.[27] Ihre Rolle bei diesem Prozess wurde verschiedentlich scharf kritisiert, ihr wurde mangelnde Professionalität, einseitige Parteinahme und die Vorverurteilung des Angeklagten vorgeworfen. Aus ihrer Berichterstattung heraus kam es zu einer Abmahnung gegenüber Schwarzer, einer Unterlassungserklärung und schließlich zu einem Vergleich, in welchem sich Schwarzer zur Zahlung von 14.000 € an Reinhard Birkenstock verpflichtete.[28] Im Dezember 2011 wurde eine weitere einstweiligen Verfügung gegen Alice Schwarzer erlassen, da sie Kachelmann trotz des Freispruchs weiterhin beschuldigte.[29][30]

Schwarzer selbst schrieb am Tag vor der Urteilsverkündung in der Bild: „Von einer echten Entscheidungsfreiheit der Richter kann unter solchen Umständen eigentlich nicht mehr die Rede sein. Egal, wie das Urteil ausfällt, alle haben Schaden genommen. Allen voran der Rechtsstaat.“[31]

Am 15. September 2011 erschien ihre Autobiografie unter dem Titel „Lebenslauf“, die in der NZZ, FR, SZ, FAZ, taz und Die Zeit ausführlich rezensiert wurde.[32]

Die nordrhein-westfälische CDU entsandte Schwarzer zur 15. Bundesversammlung zur Wahl Joachim Gaucks im Rahmen der Wahl des 11. deutschen Bundespräsidenten am 18. März 2012.[33]

Steuerhinterziehung

Alice Schwarzer hinterzog seit den 1980er Jahren Steuern, die sie auf die Kapitalerträge aus einem Konto in der Schweiz hätte zahlen müssen.[34] Das Konto und die Erträge hatte sie bei den Finanzbehörden nicht angegeben. Der Vorgang wurde öffentlich bekannt, als Der Spiegel Anfang Februar 2014 über eine steuerrechtliche Selbstanzeige Schwarzers berichtete, die diese im Jahr 2013 erstattet hatte, um einem Strafverfahren zu entgehen.[35] Alice Schwarzer zahlte für die letzten zehn Jahre insgesamt rund 200.000 Euro Steuern nach.[34] Die nach aktuellen Medienberichten angeblich wirksame Selbstanzeige[35] könnte in Verbindung mit der Nachzahlung der Steuern Straffreiheit zur Folge haben. Allerdings wurde am 8. Februar 2014 bekannt, dass die zuständige Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eröffnet und noch nicht abgeschlossen hat.[36] Für länger als zehn Jahre zurückliegende und damit verjährte Steuerhinterziehungen ist Schwarzer nicht verpflichtet, Steuern nachzuzahlen.

Die Veröffentlichung dieser Steuerhinterziehung durch den Spiegel am 2. Februar 2014 kritisierte Schwarzer als „illegal“ und vermutete, dass es sich um „keinen Zufall“ handele, da sie aktuell an mehreren politischen Kampagnen beteiligt sei.[37] In der „Emma“ veröffentlichte Alice Schwarzer unter In eigener Sache eine Verteidigungsrede[34], in der sie den Eindruck entstehen ließ, dass sich die Prostitutionslobby öffentlich an ihr rächen wolle, ohne dass sie Beweise vorbringen konnte. In Die Zeit vom 5. Februar wurde sie deswegen scharf kritisiert.[38]

Am 3. Februar 2014 – einen Tag nach Bekanntwerden der Steuerhinterziehung – kündigte Schwarzer die Gründung einer gemeinnützigen „Stiftung für Chancengleichheit und Menschenrechte von Mädchen und Frauen“ mit einer Million Euro Stiftungskapital an. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte“ habe sie sich entschlossen, „mit der Ankündigung der Stiftung nun mehrere Monate früher als geplant an die Öffentlichkeit zu gehen.“[39]

Probleme mit Subventionen

Am 6. Februar 2014 wurde bekannt, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung des Bayenturmes gebe. Die Stiftung FrauenMediaTurm – unter Vorsitz von Alice Schwarzer – habe in der Vergangenheit große Förderbeträge von Land und Bund erhalten. Zudem vermietete die Stadt Köln die Räume zweckgebunden für nichtgewerbliche Zwecke. Schwarzers Stiftung habe diese Räume an Schwarzer für Bürozwecke und an die Emma-Redaktion vermietet, ohne die Mehreinnahmen an die Stadt Köln abzuführen.[40]

Politische Positionen

Anknüpfend an Simone de Beauvoirs Definition der Geschlechtsidentitäten vertritt Schwarzer den sogenannten Gleichheitsfeminismus oder sozialen Feminismus, deren Anhängerinnen die soziale Konstruktion von Geschlechtsunterschieden und ihre materiellen Folgen als Ursache der Unterdrückung hervorheben.

Recht auf Schwangerschaftsabbruch

Das Recht auf straffreien Abbruch ungewollter Schwangerschaften war Anfang der 1970er Jahre Schwarzers Hauptziel. Sie initiierte viele Aktionen und Publikationen gegen den § 218 StGB in seiner damaligen Form. In der 1971 von Schwarzer initiierten Aktion Wir haben abgetrieben! der Zeitschrift Stern solidarisierten sich prominente Frauen (unter anderem Romy Schneider, Sabine Sinjen und Liz Verhoeven), die sich dazu bekannten, abgetrieben zu haben.[41] Im Jahr 2005 räumte Schwarzer ein, dass sie und einige andere Teilnehmerinnen der Aktion gar nicht abgetrieben hatten.[42] Sie sagte: „Es handelte sich bei der Aktion nicht um ein persönliches Geständnis, sondern um eine politische Provokation.“

Schwarzer hatte maßgeblichen Anteil an der breiten öffentlichen Debatte zum Thema „Recht auf Schwangerschaftsabbruch“. Der Slogan der dieses Recht einfordernden Frauen lautete: „Mein Bauch gehört mir“. Insbesondere thematisierten Schwarzer und andere die Demütigung und Entmündigung sowie die körperlichen Gefahren für Frauen, die verbotene Schwangerschaftsabbrüche vornehmen ließen.

Sexualität und „Zwangsheterosexualität“

Eines der zentralen Themen von Schwarzer ist seit 1975 die Sexualität, genauer: die Funktion von Sexualität bei der Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit. In ihrem Buch „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ (1975) analysiert Schwarzer die Sexualität als „Angelpunkt der Frauenfrage. Sexualität ist zugleich Spiegel und Instrument der Unterdrückung der Frauen in allen Lebensbereichen. Hier fallen die Würfel. Hier liegen Unterwerfung, Schuldbewusstsein und Männerfixierung von Frauen verankert. Hier steht das Fundament der männlichen Macht und der weiblichen Ohnmacht.“[43] Sie plädiert für eine „freie Sexualität“, der Primat der „Zwangsheterosexualität“ ist für sie kulturell bedingt.

In dem 1984 erschienen EMMA-Sonderband Sexualität[44] schrieb Schwarzer ihre Thesen vom „Kleinen Unterschied“ fort. Sie wiederholte ihre Ansicht, dass Erotik traditionell für Männer mit Macht besetzt sei und für Frauen mit Ohnmacht.

In „Der Große Unterschied“ (2000, Kiepenheuer & Witsch) widmete Schwarzer dem „Mythos Sexualität“ ein ganzes Kapitel. Sie konstatierte, dass Frauen im Zuge ihrer allgemeinen Emanzipation auch sexuell selbstbewusster geworden seien und die Sexualität zwischen Frauen und Männern gleichberechtigter. Aber: „Gleichzeitig ist die An- bzw. Aberkennung des sexuellen Wertes einer Frau weiterhin die größte Trumpfkarte in der Hand der Männer. Eine Frau, die als Gefährtin unbequem wird oder als Kollegin bedrohlich, kann immer noch von jedem Mann jederzeit als 'nicht begehrenswert' deklassiert werden.“[45]

Sie meinte, eine „neue sexuelle Verunsicherung“ der Männer zu erkennen: „Die Frauen von heute erwarten auch in der Sexualität ein ganzheitliches Interesse an ihrer Person und eine umfassende Erotik, den Blick in Ausschnitt und Seele. Und die Männer von heute? Die sind verunsichert. Und reagieren sauer. Nur jeder fünfte Mann findet Emanzipation scharf, fand das Berliner Institut für Männerarbeit heraus. Die übrigen reagieren mit 'Lustlosigkeit, vorzeitigem Samenerguss, Erektionsproblemen oder Impotenz'. Seelischer Impotenz, wohlgemerkt.“[46]

Gleichzeitig aber steige laut einer Studie zur Jugendsexualität des Hamburger Sozialforschungsinstituts die Anzahl der Männer, „die ein gleichberechtigtes und liebevolles Verhältnis zu Frauen suchen (…) 1990 waren das bereits 71 Prozent“.[47]

Finanzielle Unabhängigkeit der Frauen

Ein weiteres Ziel des Kampfes Schwarzers und anderer Feministinnen und deren Unterstützer wurde 1976 durch das Erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts verwirklicht. Dieses Gesetz beinhaltet unter anderem, dass verheiratete Frauen ihren Ehemann nicht mehr um Genehmigung bitten müssen, wenn sie eine Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen, und dass das bis dahin im Fall einer Scheidung geltende Schuldprinzip vom Zerrüttungsprinzip abgelöst wurde, so dass geschiedene Frauen nun unabhängig von ihrem Verhalten während der Ehe Unterhaltsansprüche gegen ihre Ex-Ehemänner haben.

Schwarzer sagte 1995 über diese Gesetzesreform in einem Interview: „Wir hatten unser Ziel, Frauen finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen, politisch durchgesetzt. Frauen waren nun nicht länger nur für den Haushalt zuständig. Männer waren nicht mehr die alleinigen Verdiener in der Familie. Endlich war der Skandal beseitigt, daß Frauen nur dann berufstätig sein durften, wenn sie ihre Familienpflichten nicht vernachlässigten oder wenn sie berufstätig sein mußten, weil die Einkünfte des Mannes nicht ausreichten. Jetzt waren endlich beide berechtigt, berufstätig zu sein. Das Recht auf Berufstätigkeit eröffnete den Frauen die Möglichkeit, finanziell unabhängig zu werden. Dieses Recht war die Grundvoraussetzung völliger ökonomischer Unabhängigkeit.“[48]

Schwarzer kritisierte um 1995 an dieser Familienrechtsreform, damit sei zwar das Leitbild der „Hausfrauenehe“ aufgegeben worden,[49] aber gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen verhinderten weiterhin eine wirkliche Chancengleichheit von Männern und Frauen. Die Aufhebung der traditionellen Rollenverteilung war „schwerer durchzusetzen“, so Schwarzer.[50]

Gegnerschaft zum politischen Islam

Schwarzer ist Gegnerin des islamischen Kopftuches im öffentlichen Leben, z. B. im Schulunterricht. Sie bezeichnet es als die „Flagge der islamistischen Kreuzzügler“,[51] der „Faschisten des 21. Jahrhunderts“.[52] Im Unterschied zu anderen religiösen Symbolen, beispielsweise dem christlichen Kreuz, stigmatisiere das islamische Kopftuch Frauen, teils unter Zwang, behindere die körperliche Bewegungsfreiheit und sei kein religiöses, sondern ein politisches Symbol.[53]

Auf Berichte über eine Frankfurter Richterin, die 2007 in einer mediales Aufsehen erregenden Entscheidungsbegründung geschrieben hatte, die von einer Deutschen marokkanischer Herkunft durch ihren in Marokko aufgewachsenen Ehemann erlittene Häusliche Gewalt stelle keinen Härtefall dar, da in ihrem Kulturkreis „nicht unüblich“ sei, „dass der Mann gegenüber der Frau ein Züchtigungsrecht ausübt“ und die Frau damit bei Eheschließung rechnen musste,[54] meinte Schwarzer, dass diese Haltung nach ihrer Überzeugung „bei weitem kein Einzelfall“ sei.[55] Sie fürchte eine Aufweichung des deutschen Rechtssystems und habe den Eindruck, dass gerade im Bereich der Justiz eine falsche Toleranz grassiere.[56]

Anlässlich des 80. Geburtstages von Papst Benedikt XVI. gratulierte sie diesem. Sie sagte, sie habe mit großem Interesse festgestellt, dass er nicht gezögert habe, sich kritisch zum politisierten Islam zu äußern. Natürlich sei sie mit der römisch-katholischen Kirche und ihrem Verhältnis zur Stellung der Frau[57] nicht einverstanden. Sie habe aber die Hoffnung, dass dieser Papst sich etwas mehr als seine Vorgänger vor allem dem Problem der sexuellen Gewalt gegen Frauen stelle.[58]

Verbot von Pornografie

Nach Alice Schwarzer ist Pornografie erkennbar an der Verknüpfung von sexueller Lust mit Gewalt. Pornografie sei das Gegenteil von Erotik, bei der es keine Hierarchie gebe, nichts festgelegt sei, sondern alles offen.[59]

Die Auseinandersetzung mit Pornografie ist seit Mitte der 1970er Jahre ein zentrales feministisches Thema. Eine erste Aktion gegen Pornografie initiierte Schwarzer zusammen mit neun weiteren Frauen (darunter Inge Meysel, Erika Pluhar und Margarethe von Trotta) mit ihrer „Sexismus-Klage“ 1978 gegen den Stern. Der medienwirksame Prozess wurde verloren.[60]

1987 machte Schwarzer einen zweiten Vorstoß gegen Pornografie mit ihrer PorNO-Kampagne. Sie veröffentlichte gleichzeitig im Emma-Verlag Andrea Dworkins Pornografie – Männer beherrschen Frauen. Schwarzer veröffentlichte in Zusammenarbeit mit der späteren Justizsenatorin von Hamburg und Berlin, Lore Maria Peschel-Gutzeit, auch einen Gesetzentwurf gegen Pornografie, der das bisher geltende Strafgesetz ablösen sollte. Der Entwurf wurde nicht umgesetzt.[61]

Prozess um Bilder von Helmut Newton

Im November 1993 warf Schwarzer dem Fotografen Helmut Newton in der Emma vor, seine Fotos seien nicht nur sexistisch und rassistisch, sondern auch faschistisch. Als Beleg führte sie 19 seiner Bilder an. Emma druckte die entsprechenden Bilder ohne Genehmigung in einer Ausgabe ab. Der deutsche Verlag Schirmer/Mosel klagte mit Billigung von Helmut Newton wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung gegen den Emma-Verlag.[62] Das Landgericht München verurteilte die Emma Frauenverlags GmbH zur Zahlung von Schadenersatz. Zwar seien Bildzitate in politischen Auseinandersetzungen erlaubt, doch Emma habe das dafür nötige Maß mit 19 Bildern überschritten.[63]

Gewalt gegen Frauen

Schwarzer publizierte 2002, dass etwa jede dritte Frau Gewalterfahrungen im privaten Bereich habe und jedes dritte bis vierte Mädchen sowie jeder zehnte Junge Missbrauchserfahrungen habe.

Frauen als Täterinnen

Die Form der Gewalt durch Frauen sieht Schwarzer mit Schwerpunkt im psychischen Bereich.

Sind Frauen die besseren Menschen? Nicht unbedingt. Sie sind nur ohnmächtig, und deshalb nimmt ihre Gewalt über andere meist psychologische Formen an.

Alice Schwarzer: Emma 1978[64][65]

Den Frauen wurde der Part von Menschlichkeit und Mitgefühl zugewiesen, Macht und Gewalt waren lange tabu für sie. (Darum wurden sie auch zu Spezialistinnen der verdeckten, psychischen Gewalt.)

Alice Schwarzer, 2007[66]

1994 begrüßte Schwarzer die Tat der US-Amerikanerin Lorena Bobbitt, die ihrem schlafenden Mann John den Penis abgetrennt hatte, nachdem dieser sie angeblich betrogen, zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen und im Laufe der Ehe mehrmals vergewaltigt hatte.[67] Lorena Bobbitt entging einer Verurteilung wegen der Annahme geistiger Unzurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt durch die Geschworenen. John Bobbitt wurde noch mehrmals wegen sexuellen Missbrauchs auffällig, aus Mangel an Beweisen wurde er vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!

Alice Schwarzer: Emma 1994[68]

Sadomasochismus

Mit ihrer These vom strukturellen weiblichen Masochismus, also der subjektiven Erotisierung der objektiven Unterdrückung, steht Schwarzer in der Tradition von Feministinnen wie Kate Millett. Entsprechend ist für sie die Sexualität nie nur „Privatsache“, sondern immer auch „Spiegel objektiver Machtverhältnisse“.

Ein Jahr nach der Gründung von Emma 1977 reichte die Zeitschrift erfolglos Klage gegen den Stern wegen eines Titelfotos von Helmut Newton ein, das die US-Musikerin Grace Jones nackt und angekettet in einem Käfig zeigte. Das Foto enthält sadomasochistische Elemente.

Alice Schwarzer postuliert eine Verbindung zwischen Sadomasochismus und Faschismus. Diese Kritik betrifft unter anderem Helmut Newton. In diesem Zusammenhang bezeichnete sie Newton als „Zeremonienmeister des Sadomasochismus“.

Als EMMA-Herausgeberin hat Schwarzer das Heft sehr früh für die Debatte um Sadomasochismus, insbesondere den von Lesben propagierten Sadomasochismus geöffnet. In der Ausgabe von September 1977 berichtete EMMA über das Buch von Nancy Friday über „Die sexuellen Phantasien der Frauen“ und analysierte die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich den Unterschied zwischen masochistischen Phantasien und sadomasochistischer Realität. Im November 1981 titelte EMMA mit den Thesen der Amerikanerin Pat Califia und gab der Debatte über Sadomasochismus allgemein und BDSM unter Lesben im Besonderen Raum.

Schwarzer trug dazu bei, Teile der entsprechenden amerikanischen Diskussion im Zusammenhang mit lesbischen Sadomasochistinnen in Deutschland bekannt zu machen, beispielsweise durch Vorworte zu deutschen Ausgaben der Werke Andrea Dworkins. Die zu dieser im Gegensatz stehenden Positionen sexpositiver Feministinnen bzw. sadomasochistischer, feministischer Lesben-Gruppen wie Samois wurden von Schwarzer hingegen nicht thematisiert.

Zitate zum Thema Sadomasochismus aus dem Jahr 1991: „Die Propagierung des weiblichen Masochismus durch Männer ist ein Angriff, durch Frauen ist es Kollaboration mit dem Feind.“[69]

„Nicht zufällig kam die Sado-Maso-Mode nach Aufbruch der Frauenbewegung gegen Ende der 70er auf. Sie drang dank Fernsehen und Videos auch bis ins letzte Eigenheim von Hintertupfingen. Jetzt dürfen, ja sollen, alle Männer Sadisten sein und alle Frauen Masochistinnen.“ Aus Der große Unterschied (2000)

„Aufschlussreich ist auch die Tatsache, dass die Fetische des sexuellen Sadomasochismus oft den Folterkellern der Diktaturen entliehen sind und gerade in Deutschland die Reminiszenz an die Naziästhetik bei Lack, Leder und Ketten unübersehbar ist.“ (siehe oben)

Den Roman der Britin E .L. James Shades of Grey über eine sadomasochistische Beziehung verteidigt Alice Schwarzer gegen den Pornografie-Vorwurf. „Eine Frau schreibt über männlichen Sadismus – denn der ist das eigentliche Thema! – und über ihre weiblichen Fantasien. Das ist eher emanzipiert.“ Die Heldin unterwerfe sich dem Mann letztendlich eben nicht. Und das mache die Faszination für die Millionen Leserinnen aus, so Schwarzer. „Das Spiel mit dem Feuer, das sie selber löschen können.“[70]

Prostitution

Hauptartikel: Appell gegen Prostitution

Im November 2013 gab Alice Schwarzer im Zusammenhang der Emma-Kampagne Appell gegen Prostitution das Buch Prostitution – Ein deutscher Skandal heraus, eine Sammlung von Texten, die größtenteils schon zuvor in der Emma veröffentlicht worden waren. Darin vertritt Schwarzer die gesellschaftliche Ächtung und ein Zurückdrängen der Prostitution auch mit rechtlichen Mitteln. Das 2002 unter Rot-grün in Kraft getretene Prostitutionsgesetz bezeichnete sie als „Skandal“, es habe Menschenhändlern Tür und Tor geöffnet. In einem Interview zum Buch sagte sie: „Kein aufgeklärter, demokratischer Staat würde die Sklaverei noch dulden, verharmlosen oder gar propagieren – wie es Deutschland heute mit der Prostitution tut.“[71] Wie schon in früheren Äußerungen[72] bezeichnet sie die Freiwilligkeit als Mythos. 90 Prozent der Prostituierten seien Armuts- und Zwangsprostituierte, die aussteigen wollten, aber oft nicht könnten, und hinter der behaupteten Freiwilligkeit verberge sich nicht selten das Motiv der Selbstzerstörung.[73] Der Appell gegen Prostitution spricht sich gegen die „Deregulierung“ der Prostitution in Deutschland aus.

Rezeption

Feministische Gegenpositionen

Schwarzers Annahme von Bundesverdienstkreuzen (am Bande 1996; Erster Klasse 2005) löste bei radikalen und autonomen Feministen Unverständnis aus, da diese darin eine Anbiederung an die von ihnen so bezeichnete „Männergesellschaft“ und deren Rituale sahen, was ihnen als ein Verrat feministischer Ideale und Ziele galt. Auch in einigen Leserinnenzuschriften in der EMMA und in Abonnementskündigungen wurde dies kritisiert.

Schwarzer missbilligt unfreiwilliges Geoutet-Werden, wie zum Beispiel 1991 durch Rosa von Praunheim. Als sie 1998 in Bascha Mikas Kritischer Biografie (siehe #Literatur) als bisexuell beschrieben wurde, lehnte sie jeglichen Kommentar mit dem Hinweis auf ihre Privat- und Intimsphäre ab. Ein FAZ-Artikel schrieb 2010, sie zeige sich in Köln öffentlich mit ihrer Partnerin.[74]

Im August 2011 kritisierte Charlotte Roche, anlässlich eines Interviews von der EMMA „vereinnahmt“ worden zu sein. Einige Standpunkte des klassischen 1970er-Jahre-Feminismus – wie etwa die vollständige Ablehnung von Pornografie – hält Roche für überholt und vertritt einen sex-positiven Feminismus.[75]

Einige Lesbenaktivistinnen kritisierten, dass Schwarzer Lesben und Schwule zum Coming-out ermuntere, an sich selbst aber andere Maßstäbe anlege. Schwarzer selbst äußerte sich bis 2011 nicht öffentlich zu ihrer sexuellen Identität. In ihrer im Herbst 2011 erschienenen Biografie „Lebenslauf“ nahm sie erstmals dazu Stellung und schrieb von einem Franzosen, mit dem sie 10 Jahre zusammen war:[76] „Doch eine Lebensbeziehung wie die mit Bruno gehe ich erst elf Jahre später wieder ein. Diesmal mit einer Frau. … Wir sind ein offenes Paar, aber kein öffentliches. Und so wird es bleiben.“ Schwarzer schrieb in ihrer Biographie auch von einem Mann mit dem Namen M und einer Frau mit Namen Ursula, mit der sie zwei Jahre in Berlin gelebt habe.[77]

2012 forderte die Autorin Miriam Gebhardt in ihrem Buch Alice im Niemandsland, Wie die deutsche Frauenbewegung die Frauen verlor, eine Abkehr vom "Schwarzer-Feminismus". Sie plädierte in ihrem Werk für eine echte Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Problemen. Demnach befremde Schwarzers stets gleiche Kritik an der Pornografie gerade junge Frauen zunehmend. Die eigentlichen Probleme, etwa dass Deutschland beim Anteil der Frauen an Universitäten, in Medien oder in wirtschaftlichen Führungspositionen weit hinten stehe, würden von Schwarzer nicht angegangen.[78]

Juristerei

Der Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe hielt Schwarzers Einschätzung, das Rechtssystem werde „von Islamisten unterwandert“, für nicht zutreffend und warf ihr vor, „in grotesker Weise“ die Situation zu verkennen.[79] Laut Rohe setze das deutsche Rechtssystem „klare Grenzen“, wo es „um Leib, Leben oder Freiheit“ gehe.[80]

Journalismus

Schwarzer wurde von den Journalisten Henryk M. Broder und Kay Sokolowsky „linker Antisemitismus“ vorgeworfen, Sokolowsky warf ihr außerdem Sympathien zu rechten Symbolfiguren wie Leni Riefenstahl vor.[81]

Bettina Röhl kritisierte Schwarzers Haltung zum Fall des Jungen Bruce Reimer, der durch chirurgische Eingriffe und Hormonbehandlung körperlich in ein Mädchen umgewandelt und entsprechend erzogen wurde, nachdem durch ärztlichen Kunstfehler seine primären Geschlechtsorgane schwer beschädigt worden waren, und der aus Verzweiflung darüber 2004 als Erwachsener Selbstmord beging.[82] Schwarzer habe diesen „tragischen und skrupellos verübten Fall gewaltsamer Geschlechtsumwandlung“ als Beleg für ihre These, „die Geschlechtsidentität sei keine biologische, sondern nur eine psycho-soziale Größe“, geradezu „hymnisch gefeiert“ und bis heute eine Distanzierung davon versäumt, um ihre Thesen nicht in Frage stellen zu müssen.

In einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung verteidigte Schwarzer die Weigerung der Militärjunta Myanmars, nach dem Zyklon Nargis westliche Hilfe ins Land zu lassen, mit dem Hinweis auf die Doppelmoral der Medien. Auch China, zur gleichen Zeit Opfer von Naturkatastrophen, habe zunächst keine westlichen Helfer ins Land gelassen, werde aber von niemandem dafür kritisiert. Außerdem werde Myanmar zwar von einer postmaoistischen Junta regiert, gegen die sie als Burmesin zweifellos auch opponieren würde, doch sei es falsch, das Land im Rahmen der „Achse-des-Bösen-Kampagne“ in diesem Maße zu dämonisieren und ökonomisch zu boykottieren. Darunter leide nur die Bevölkerung Myanmars. Jörg Lau warf ihr daraufhin in der Zeit „westlichen Selbsthass“ vor sowie „Hohn auf Menschenrechte und Demokratie“.[83]

Bedeutung Schwarzers

Laut einer Allensbach-Umfrage von 2006 kennen 83 Prozent aller Deutschen Alice Schwarzer und sind 67 Prozent der Meinung, dass sie „viel für Frauen getan habe.“[84] Der Historiker Hans-Ulrich Wehler schrieb 2007 anlässlich einer Rezension ihres politischen Essays Die Antwort für die Schweizer Weltwoche über Schwarzer: „Man braucht diese Persönlichkeit nur einmal wegzudenken, um zu erkennen, in welchem Maße diese Publizistin und De-facto-Politikerin, oft im Alleingang, die Sache der Frauen überzeugend verfochten hat. Ohne diese ganz individuelle Motorik, ja sei’s drum, ohne diese Leidenschaft, im offenen Streit für die gerechte Sache unentwegt voranzugehen, hätte der Frauenbewegung, aber auch den Entscheidungsgremien der Parteipolitik ein wesentlicher Impuls gefehlt.“[85]

Gemäß dem „Intellektuellen-Ranking“ 2008 des Magazins Cicero war Alice Schwarzer hinter der Literaturkritikerin Elke Heidenreich die „einflussreichste deutsche Intellektuelle“. Grundlage der Rangliste bilden die Präsenz der Frauen in 160 führenden Zeitungen und Zeitschriften seit 1998 sowie Verweise im Munzinger-Personenarchiv und im Internet.[86] Im Intellektuellen-Ranking des Jahres 2012 stand Alice Schwarzer als erste Frau auf Platz vier und war damit laut Cicero „die Frau mit der höchsten öffentlichen Deutungsmacht“.[87][88]

Auszeichnungen

Werke

Als Autorin

  • 1971: Frauen gegen den § 218. Suhrkamp Verlag, Frankfurt
  • 1973: Frauenarbeit – Frauenbefreiung. Suhrkamp Verlag, Frankfurt
  • 1975: Der kleine Unterschied und seine großen Folgen. Frauen über sich. Beginn einer Befreiung. Fischer Taschenbuch, 2002, ISBN 978-3-596-21805-9
  • 1981: So fing es an – 10 Jahre neue Frauenbewegung. Chronik, EMMA Verlag, 1983, Taschenbuch bei dtv
  • 1982: Mit Leidenschaft. Rowohlt Verlag, Hamburg
  • 1982: Simone de Beauvoir heute – Gespräche aus 10 Jahren. Rowohlt Verlag, Hamburg
  • 1989: Warum gerade sie? Weibliche Rebellen. Luchterhand Verlag, Frankfurt 1991, Taschenbuch im Fischer Verlag
  • 1992: Von Liebe + Haß. Fischer Verlag, Frankfurt
  • 1993: Eine tödliche Liebe – Petra Kelly + Gert Bastian. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994, Taschenbuch im Heyne Verlag, München
  • 1996: Marion Dönhoff – Ein widerständiges Leben. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1997, Taschenbuch im Knaur Verlag, München
  • 1997: So sehe ich das. Kiepenheuer & Witsch, Köln
  • 1998: Romy Schneider – Mythos und Leben. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2000, Taschenbuch im Knaur Verlag, München
  • 2000: Der große Unterschied. Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen.. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002, ISBN 978-3-462-02934-5; Taschenbuch im Fischer Verlag, ISBN 978-3-596-15237-7
  • 2002: Alice im Männerland. Eine Zwischenbilanz.. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 978-3-462-03143-0
  • 2005: Liebe Alice, liebe Barbara. Kiepenheuer & Witsch, Köln (Briefwechsel mit Barbara Maia)
  • 2007: Die Antwort. ISBN 978-3-462-03773-9
  • 2011: Lebenslauf. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04350-1. (Autobiografie)
  • 2012: Reisen in Burma (mit Fotos von Bettina Flitner), DuMont Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-8321-9424-6
  • 2013: Prostitution – Ein deutscher Skandal, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013, ISBN 978-3-462-04578-9

Als Herausgeberin

  • 1980: Wahlboykott. EMMA Verlag, Köln
  • 1981: Das EMMA-Buch. dtv, München
  • 1982: Sexualität. EMMA Verlag, Köln, TB 1984 im Rowohlt Verlag, Hamburg
  • 1984: Durch dick und dünn. EMMA Verlag, Köln. TB 1986 im Rowohlt Verlag, Hamburg
  • 1986: Weg mit dem § 218!, EMMA Verlag, Köln, aktualisierte Neuauflage: 1990 Fristenlösung jetzt!. EMMA Verlag, Köln
  • 1986: Das neue EMMA-Buch. dtv, München
  • 1988: PorNO. EMMA Verlag, Köln
  • 1988: Hrsg. mit Gerhard/Schwarzer/Slupik: Auf Kosten der Frauen. Frauenrechte im Sozialstaat. Beltz, Weinheim
  • 1991: KRIEG. Was Männerwahn anrichtet – und wie Frauen Widerstand leisten, gegen Krieg und islamischen Fundamentalismus. EMMA Verlag, Köln. TB 1992 Fischer Verlag, Frankfurt
  • 1991: Das neueste EMMA-Buch. dtv, München
  • 1991: Schwesternlust + Schwesternfrust. 20 Jahre Neue Frauenbewegung – eine Chronik. EMMA Verlag, Köln
  • 1994: PorNO. Kiepenheuer & Witsch, Köln (aktualisierte Neuauflage vom gleichnamigen EMMA-Buch)
  • 1994: Turm der Frauen. Der Kölner Bayenturm. Vom alten Wehrturm zum FrauenMediaTurm. DuMont Buchverlag, Köln
  • 2000: Man wird nicht als Frau geboren. Kiepenheuer & Witsch, Köln
  • 2002: Die Gotteskrieger – und die falsche Toleranz. Kiepenheuer & Witsch, Köln
  • 2007: Emma. Die ersten 30 Jahre. Kollektion Rolf Heyne, München
  • 2010: Die große Verschleierung: Für Integration, gegen Islamismus, ISBN 978-3-462-04263-4 (Mit Beiträgen u. a. von: Elisabeth Badinter, Djemila Benhabib, Rita Breuer, Cornelia Filter, Carola Hoffmeister, Necla Kelek, Chantal Louis, Khalida Messaouidi-Toumi, Katha Pollitt, Annette Ramelsberger, Gabriele Venzky, Martina Zimmermann) Kurzauszug
  • 2013: Es reicht! Gegen Sexismus im Beruf. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 978-3-462-04588-8

Literatur

Weblinks

 Commons: Alice Schwarzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gerwin trifft Schwarzer gerwin.de, abgerufen am 13. August 2012.
  2.  Antonia Kupfer: Bildungssoziologie: Theorien- Institutionen- Debatten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 3531175351, S. 68.
  3. Biografie im LeMO
  4. Kristina Schulz: Der lange Atem der Provokation: die Frauenbewegung in der Bundesrepublik und in Frankreich 1968–1976, Campus Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-593-37110-3, S. 107f.
  5. Kristina Schulz: Der lange Atem der Provokation: die Frauenbewegung in der Bundesrepublik und in Frankreich 1968–1976, Campus Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-593-37110-3, S. 211
  6. Ich danke meiner Schöpferin. Peter Brügge über die Feministin Alice Schwarzer., Der Spiegel vom 21. Juni 1976, Heft 26/1976. (Online)
  7. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2002, „Alice im Männerland“ online unter http://www.aliceschwarzer.de/243.html (Link nicht abrufbar)
  8. Fernsehduell zwischen Alice Schwarzer und Esther Vilar, 1975 Ausschnitt auf YouTube Klaudia Brunst: Frau gegen Frau. In: Die Zeit 16. Juni 2005. Online: FERNSEHEN: Frau gegen Frau | Leben | ZEIT ONLINE
  9. zitiert in: Kristina Schulz: Der lange Atem der Provokation: die Frauenbewegung in der Bundesrepublik und in Frankreich 1968–1976, Campus Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-593-37110-3, S. 204
  10. "Emma" vs. "Stern" einestages.spiegel.de vom 14. Juli 2013.
  11. „Der Spiegel“: Ofen aus
  12. www.taz.de: „Der femagogische Komplex“
  13. Alice Schwarzer: „Aber noch vertrauen die Perserinnen den neuen Herren“, Die Zeit, 30. März 1979 online unter Um ihre Hoffnungen betrogen – Aber noch vertrauen die Perserinnen den neuen Herren– Die Zeit
  14. Eintrag bei IMDb
  15. Moderatorin Lisa Ortgies übernimmt, Spiegel Online, 7. Dezember 2007, unter SPON;
    Die neue Alice Schwarzer heißt Lisa Ortgies, FAZ.NET, 7. Dezember 2007, unter faz.net
  16. Schwarzer ekelt "Emma"-Chefin raus (Version vom 19. Dezember 2009 im Internet Archive) Taz.de, 31. Mai 2008. Abgerufen am 13. August 2012.
  17. Alice-Schwarzer-Comeback „Emma“-Chefin geht – „Emma“ tritt nach, 30. Mai 2008, unter SPON
  18.  Markus Brauck, Rafaela von Bredow, Isabell Hülsen und Michaela Schiessl: Im Nacken der Neuen. In: Der Spiegel. Nr. 23, 2008, S. 102 (2. Juni 2008, online).
  19. vgl. z.B. Nach dem Aus bei „Emma“ – Lisa Ortgies beklagt sich, 30. Mai 2008, unter rp-online.de.
  20. Chefredakteursstreit bei „EMMA“ – „Ich konnte nichts verwirklichen“, 31. Mai 2008, online unter SPON
  21. EMMA-Presseerklärung, 30. Mai 2008, online unter Mai 2008.pdf (PDF; 6 kB)
  22. Thorsten Dörting: Schwarzers Burma-Missgriff – „Verantwortungslose Polemik“, 3. Juni 2008, online unter SPON.
  23. Stefan Niggemeier (Bildblog): Schwarzer-Humor, 12. Juli 2007
  24. „Ich kann mit dieser Person überhaupt nichts mehr anfangen“ – Charlotte Roche, Hardcore-Feministin in SpOn vom 13. Februar 2008
  25. OÖN vom 31. Januar 2009 Kunstprofessur: A. Schwarzer
  26. Harald Martenstein: Schwarzer vs. Schröder: Richtiger Sex und falscher Sex. In: Tagesspiegel. 9. November 2010, abgerufen am 4. Dezember 2010.
  27. Telepolis: Bild setzt Alice Schwarzer auf Kachelmann an, 5. September 2010
  28. Vergleich: Schwarzer muss RA Dr. Birkenstock € 14.000,- zahlen. Höcker Rechtsanwälte, 31. Mai 2011, abgerufen am 1. Juni 2011.
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEinstweilige Verfügung für Schwarzer. diestandard.at, 27. Dezember 2011, abgerufen am 27. Dezember 2011.
  30. Pressemitteilung. In: hoecker.eu vom 23. Dezember 2011
  31. bild.de: Bei diesem Prozess haben alle Schaden genommen
  32. Rezensionen in NZZ, SZ, FAZ, FR, taz, zusammengefasst bei Perlentaucher
  33. vgl. z.B. CDU will Alice Schwarzer zur Gauck-Wahl schicken welt.de, 27. Februar 2012, abgerufen am 13. Juni 2012
  34. a b c Alice Schwarzer: In eigener Sache. Erklärung auf der privaten Webseite AliceSchwarzer.de vom 2. Februar 2014
  35. a b Selbstanzeige: Alice Schwarzer beichtet Schweizer Steuergeheimnis, Der Spiegel vom 2. Februar 2014, abgerufen am 3. Februar 2014.
  36. Ermittlungen eingeleitet – Steuerverfahren gegen Alice Schwarzer läuft noch. Artikel vom 8. Februar 2014 im Portal focus.de, abgerufen am 8. Februar 2014
  37. Alice Schwarzer verärgert über Steuer-Enthüllungen, Zeit Online vom 2. Februar 2014, abgerufen am 2. Februar 2014
  38. Stefanie Lohaus: Alice Schwarzers Doppelmoral ist unerträglich, Die Zeit, 5. Februar 2014
  39. Reaktion der Steuersünderin: Alice Schwarzer geht stiften. Spiegel Online, 3. Februar 2014, abgerufen am 3. Februar 2014 (deutsch).
  40. Neuer Ärger für Alice Schwarzer: Krumme Geschäfte mit Kölner Mittelalter-Turm? Focus Online, 6. Februar 2014, abgerufen am 7. Februar 2014 (deutsch).
  41. Stern, 6. Juni 1971, Nr. 24
  42. Steffen Kraft: „Ich habe nicht abgetrieben“, Süddeutsche Zeitung, 31. März 2005
  43. Der kleine Unterschied, 1975/2002 Fischer TB, S.17
  44. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH: Sexualität – ein Emma-Buch (1984)
  45. Der große Unterschied, 2000, Kiepenheuer & Witsch, S. 45
  46. Der große Unterschied, 2000, Kiepenheuer & Witsch, S. 47
  47. Der große Unterschied, 2000, Kiepenheuer & Witsch, S. 49
  48. Stuttgarter Zeitung, 25. Februar 1995
  49. Schwarzer, zitiert von Senta Berger, Brigitte, 17. Januar 1996, Nr. 3
  50. Stuttgarter Zeitung, 25. Februar 1995
  51. EMMA: Editorial von Alice Schwarzer, Juli/August 2003
  52. „Die falsche Toleranz“ Auszug aus dem Vorwort von Alice Schwarzer in Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz (Kiepenheuer & Witsch, 2002). Homepage Alice Schwarzer, Abgerufen am 13. August 2012.
  53. Alice Schwarzer in „Die Antwort“
  54. Kaminski, Andrea: "Koran und Familienrecht", Betrifft Justiz, 90 (2007): 58-60.
  55. http://www.zeit.de/online/2007/13/richterin-koran
  56. Der Spiegel: Unser Rechtssystem wird von islamistischen Kräften unterwandert, 22. März 2007
  57. siehe zum Beispiel Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau (2004) Es stammt von Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI.
  58. Radio Vatikan: Alice Schwarzer gratuliert dem Papst, 14. April 2007
  59. Pornografie ist geil…, Alice Schwarzer, EMMA September/Oktober 2007
  60. Pornografie
  61. Zauberhafte Zeiten Interview mit Prof. Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, EMMA Mai/Juni 2009, abgerufen am 13. August 2012.
  62. vgl.  Alice in Newton-Land. In: Der Spiegel. Nr. 30, 1994, S. 92–94 (online).
  63. Bericht in der Berliner Zeitung
  64. Tabu Inzest: Das Verbrechen über das niemand spricht. EMMA Mai 1978
  65. Tabu Inzest, das Verbrechen über das niemand spricht. In: EMMA – Die ersten 30 Jahre, Collection Rolf Heyne 2007, Seite 410. ISBN 978-3-89910-358-8
  66. Foltern Frauen wie Männer? Ein genauer Blick auf die Folterfotos von Abu Ghraib und das Militär wirft viel mehr Fragen auf, als bisher gestellt wurden. In: EMMA – Die ersten 30 Jahre, Collection Rolf Heyne 2007, Seite 432. ISBN 978-3-89910-358-8
  67. Der Fall „John und Lorena Bobbitt“ in der englischsprachigen Wikipedia: Lorena Bobbitt
  68. Emma-Beitrag „Beyond Bitch“ (1994/2, S. 34f)
  69. Emma, Heft 2, 1991
  70. Schwarzer bescheinigt emanzipierte Ideen, Die Standard, Online 13. Juli 2012
  71. Alice Schwarzer: Nur eine Welt ohne Prostitution ist human. im Gespräch mit Jörg Eigendorf und Marc Neller. In: Die Welt. 4. November 2013, abgerufen am 15. November 2013.
  72. Alice Schwarzer über Prostitution: "Die Freiwilligkeit ist ein Mythos". Interview mit Alice Schwarzer. In: Spiegel online. 31. Oktober 2007, abgerufen am 15. November 2013.
  73. Heide Oestreich: Alice Schwarzers Buch über Prostitution: Motiv Selbstzerstörung. In: taz. 15. November 2013, abgerufen am 15. November 2013.
  74. Lydia Harder: Alice und der wunde Punkt, FAZ vom 21. November 2010, online unter www.faz.net
  75. "Charlotte Roche übt scharfe Kritik an Alice Schwarzer" t-online.de vom 25. August 2011
  76. "Mit Kind hätte ich 'Emma' nicht machen können" dradio.de vom 22. September 2011
  77. "Lehr- und Wanderjahre einer Kämpferin: Alice Schwarzer" tagesspiegel.de vom 14. September 2011
  78. "Die Abkehr vom Schwarzer-Feminismus" dradio.de vom 3. Dezember 2012
  79. Terroristen bekommen auch keine Rabatte. Interview mit Mathias Rohe. www.taz.de, 28. März 2007
  80. ebd.
  81. zitiert nach Kay Sokolowsky: Die neue Rechte – Mit der „Emma“-Titelgeschichte zur Nazifilmerin Riefenstahl hat sich Alice Schwarzer zur neuen Frauenschaftsführerin gemacht, konkret 3/99, online unter trend.infopartisan.net
  82. Bettina Röhl: Der Sündenfall der Alice Schwarzer?, in: Cicero (Magazin), 4. April 2005
  83. Diktatoren verstehen – Alice Schwarzer verteidigt die Militärjunta in Birma
  84. Dr. Renate Köcher: „Das Image von EMMA, Alice & Angela“, Emma Jubiläums-Ausgabe Januar/Februar 2007 online unter http://www.emma.de/allensbach_umfrage_2006.html (Link nicht abrufbar)
  85. Hans-Ulrich Wehler: „Eine Lanze für Alice Schwarzer“, Weltwoche, 23. Mai 2007, online unter Sachbuch: Eine Lanze für Alice Schwarzer | Die Weltwoche, Ausgabe 21/2007 | www.weltwoche.ch
  86. Die einflussreichsten intellektuellen Frauen
  87. Intellektuellen-Ranking von Cicero. Grass verdrängt Papst von Platz eins, Süddeutsche Zeitung 20. Dezember 2012.
  88. Günter Grass und Alice Schwarzer spitze, Cicero 20. Dezember 2012
  89. UDE: Alice Schwarzer wird Mercator-Professorin 2010, in: Informationsdienst Wissenschaft vom 13. September 2010, abgerufen am 14. September 2010