Alischer Saipow

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Alisher Saipov

Alischer Saipow (* 4. September 1981 in der Kirgisischen SSR; † 24. Oktober 2007 in Osch, Kirgisistan) war ein kirgisischer Journalist. Er gehörte zu der Bevölkerungsminderheit der Usbeken.

Saipow war einer der bekanntesten Journalisten Zentralasiens. Er war Herausgeber der usbekischsprachigen Wochenzeitung Siyosat, schrieb und veröffentlichte regelmäßig kritische Berichte über den usbekischen Präsidenten Islom Karimov. Darüber hinaus berichtete er für mehrere westliche Medien, vor allem für Voice of America und Radio Free Europe.

Am 24. Oktober 2007 wurde er in Osch beim Verlassen des Büros von Radio Free Europe von Unbekannten erschossen. Nach Angaben der BBC hatte Saipov zwei Tage vor seinem Tod seinen Freunden gegenüber berichtet, dass er vom usbekischen Geheimdienst verfolgt werde.[1] Ein Monat zuvor war er von einer regionalen Fernsehstation in der usbekischen Stadt Namagan als „Komplize von Kräften, die versuchen das Land zu destabilisieren“ bezeichnet worden.

Nach dem Mord hatte der kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew angekündigt, sich persönlich bei den Ermittlungen einzusetzen.

Im November 2008 stellte der stellvertretende kirgisische Innenministers Dmitrij Fedorow in Abrede, dass der usbekische Geheimdienst an der Ermordung Saipows beteiligt gewesen sei. Vielmehr sei der Sohn eines hochrangigen Beamten involviert gewesen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Outspoken Uzbek reporter killed BBC News, 25. Oktober 2007
  2. Zentralasien-Analysen, 12/2008 (PDF; 920 kB) Seite 19