Alison Lurie

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Alison Lurie (* 3. September 1926 in Chicago, Illinois) ist eine amerikanische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin.

Alison Lurie verbrachte ihre Kindheit in White Plains (New York). Sie besuchte das Radcliffe College in Cambridge (Massachusetts), wo sie 1947 den Grad eines Bachelor of Arts in den Fächern Englisch und Geschichte erlangte. 1948 heiratete sie Jonathan Peale Bishop Jr., mit dem sie drei Söhne hatte. Die Ehe wurde 1985 geschieden. Während ihrer Zeit als Hausfrau veröffentlichte sie bereits ihre ersten Romane. Von 1969 bis 1973 war sie Lektorin, von 1973 bis 1976 stellvertretende außerordentliche Professorin, von 1976 bis 1979 außerordentliche Professorin und von 1979 bis zu ihrer Emeritierung 1998 Professorin für amerikanische Literatur an der Cornell University in Ithaca, New York. Sie ist inzwischen mit dem Schriftsteller Edward Hower verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder.

Alison Lurie befasste sich als Hochschullehrerin u.a. mit der mündlichen Überlieferung unter Kindern und mit Kinderliteratur. In ihren erzählerischen Werken hat sie ein eindrucksvolles, psychologisch stimmiges und stets von Humor geprägtes Bild des Familienlebens der amerikanischen Mittelschicht und der Angehörigen der Ostküsten-Intelligenz geliefert. In ihrer Erzählweise und ihrem Stil ist sie häufig mit Jane Austen verglichen worden.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1963, 1964 und 1966 ein Stipendium der Yaddo Foundation, 1965 ein Guggenheim-Stipendium, 1968 ein Rockefeller-Stipendium, 1972 ein Stipendium des New York Council on the Arts, 1979 den American Academy Award, 1985 den Pulitzer-Preis für ihren Roman „Foreign affairs“, 1989 den französischen Prix Femina Étranger für „The truth about Lorin Jones“.

Werke[Bearbeiten]

  • V. R. Lang. A Memoir, München 1959
  • Love and friendship, New York 1962
  • The nowhere city, New York 1965
  • Imaginary friends, New York 1967
  • Real people, New York 1969
  • The war between the Tates, New York 1974
  • The heavenly zoo, New York 1979
  • Only children, New York 1979
  • Clever Gretchen and other forgotten folktales, New York 1980
  • Fabulous beasts, New York 1981
  • The language of clothes, New York 1981
  • Foreign affairs, New York 1984
  • The truth about Lorin Jones, Boston 1988
  • Don't tell the grown-ups, Boston 1990
  • Women and ghosts, New York 1994
  • The last resort, New York 1998
  • The black geese, New York 1999
  • Familiar spirits, New York 2001
  • Boys and girls forever, New York 2003
  • Truth and Consequences

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

  • Frances Hodgson Burnett: The secret garden, New York 1999
  • The Oxford book of modern fairy tales, Oxford [u.a.] 1993

Deutsche Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Familienkrieg, Frankfurt am Main 1976 (übersetzt von Hermann Stiehl), auch Ein ganz privater kleiner Krieg, engl. The War Between The Tates
  • Vom Salamander, der im Feuer lebt und anderen Fabeltieren, Frankfurt am Main 1981 (übersetzt von Ingrid Westerhoff)
  • Affären, Zürich 1986 (übersetzt von Otto Bayer), engl. Foreign Affairs
  • Liebe und Freundschaft, Zürich 1987 (übersetzt von Otto Bayer) , engl. Love and Friendship
  • Varna oder Imaginäre Freunde, Zürich 1988 (übersetzt von Otto Bayer) , engl. Imaginary Friends
  • Die Wahrheit über Lorin Jones, Zürich 1990 (übersetzt von Otto Bayer) , engl. The Truth about Lorin Jones
  • Nowhere city, Zürich 1991 (übersetzt von Otto Bayer) , engl. The Nowhere City
  • Von Kindern und Leuten, Zürich 1994 (übersetzt von Otto Bayer) , engl. Only Children
  • Frauen und Phantome, Zürich 1996 (übersetzt von Otto Bayer) , engl. Women and Ghosts
  • Sommer in Key West, Zürich 2000 (übersetzt von Hans-Christian Oeser), engl. The Last Resort
  • Paare (2008) - Truth and Consequences

Verfilmungen[Bearbeiten]

  • 1977: The War Between The Tates (NBC Fernsehfilm)
  • 1993: Foreign Affairs - mit Joanne Woodward

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Hauer Costa: Alison Lurie. Twayne u. a., New York NY u. a. 1992, ISBN 0-8057-7634-6, (Twayne's United States authors series 602).
  • David Barker: Imaginary readers. The novels of Alison Lurie. University of Newcastle upon Tyne, Newcastle upon Tyne 1998, (University of Newcastle upon Tyne. Theses. Ph. D. 1998).
  • Judie Newman: Alison Lurie. A critical study. Rodopi, Amsterdam u. a. 2000, ISBN 90-420-1222-6, (Costerus N. S. 127).

Weblinks[Bearbeiten]