Alison Steadman

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Alison Steadman bei einer Radio-Aufzeichnung für die BBC 2006

Alison Steadman, OBE (* 26. August 1946 in Liverpool) ist eine britische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Alison Steadman wurde 1946 als Tochter von George Percival Steadman, einem Elektrotechniker, und Marjorie Steadman (geb. Evans), einer Hausfrau, in Liverpool geboren. Mit 16 Jahren verließ sie die Childwall Valley High School und arbeitete zunächst als Sekretärin. Von 1966 bis 1969 besuchte sie die East 15 Acting School, wo sie ihren späteren Ehemann, den Schriftsteller und Regisseur Mike Leigh, kennenlernte.[1] 1969 gab sie ihr professionelles Theaterdebüt in The Prime of Miss Jean Brodie am Theatre Royal in Lincoln, wo sie später auch die Ophelia in William Shakespeares Hamlet spielte. 1973 stand sie in Wholesome Glory erstmals in London auf der Bühne.

In Abigail’s Party (1977), einem Bühnenstück ihres Mannes Mike Leigh, das später auch im Fernsehen mit mehr als 18 Millionen Zuschauern ausgestrahlt wurde, gelang Steadman in der Rolle der Beverly, einer überheblichen Kosmetikerin, der Durchbruch in Großbritannien.[2] Bereits ab 1971 war sie häufig im britischen Fernsehen zu sehen. Ab Mitte der 1980er Jahre wirkte sie auch in einer Reihe von Kinoproduktionen mit, wie z. B. Clockwise – Recht so, Mr. Stimpson (Clockwise, 1986), Die Abenteuer des Baron Münchhausen (The Adventures of Baron Munchausen, 1988) oder Puppenmord (Wilt, 1989). In Deutschland ist sie vor allem für ihre Darstellung der törichten Mrs. Bennet im BBC-Fernsehmehrteiler Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice, 1995) bekannt, wo sie neben Jennifer Ehle und Colin Firth zu sehen war.

Für ihre Rolle in Life is Sweet (1990) erhielt sie den National Society of Film Critics Award als Beste Hauptdarstellerin. 1993 gewann sie den Laurence Olivier Award als Beste Darstellerin für The Rise and Fall of Little Voice, einem Bühnenstück von Jim Cartwright. Im Jahr 2000 wurde sie für ihre Leistungen am Theater mit dem Orden Order of the British Empire ausgezeichnet.

Von 1973 bis 2001 war Steadman mit Mike Leigh verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Toby (* 1979) und Leo (* 1981), hervor. Seit der Scheidung von Leigh lebt Steadman mit dem Schauspieler Michael Elwyn zusammen.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1975: The Wackers (TV-Serie)
  • 1983: Tartuffe, or The Impostor (TV-Film)
  • 1984: Sein größter Sieg (Champions)
  • 1984: Magere Zeiten – Der Film mit dem Schwein (A Private Function)
  • 1985: Spuren der Liebe (Coming Through) (TV-Film)
  • 1986: Clockwise – Recht so, Mr. Stimpson (Clockwise)
  • 1986: Der singende Detektiv (The Singing Detective) (TV-Miniserie)
  • 1988: Die Abenteuer des Baron Münchhausen (The Adventures of Baron Munchausen)
  • 1989: Shirley Valentine – Auf Wiedersehen, mein lieber Mann (Shirley Valentine)
  • 1989: Puppenmord (Wilt)
  • 1990: The Finding
  • 1990: Life is Sweet
  • 1991: Gone to the Dogs (TV-Miniserie)
  • 1992: Irren ist mörderisch (Blame It on the Bellboy)
  • 1995: Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) (TV-Miniserie)
  • 1996: Lügen und Geheimnisse (Secrets & Lies)
  • 1996: No Bananas (TV-Miniserie)
  • 1998–2000: Eric im Stress (Stressed Eric) (TV-Serie, 13 Folgen) Sprechrolle
  • 1999: Topsy-Turvy – Auf den Kopf gestellt (Topsy-Turvy)
  • 2001: Chunky Monkey
  • 2001: Hand in Hand mit dem Tod (Happy Now)
  • 2004: The Life and Death of Peter Sellers
  • 2004–2006: The Worst Week of My Life (TV-Serie, 17 Folgen)
  • 2000–2005: Fat Friends (TV-Serie, 25 Folgen)
  • 2006: Confetti – Heirate lieber ungewöhnlich (Confetti)
  • 2006: Dead Rich
  • 2007: The Dinner Party (TV-Film)
  • 2007–2010: Gavin & Stacey (TV-Serie, 20 Folgen)
  • 2011: The Day My Nan Died
  • 2011: French Exchange
  • 2012: A Civil Arrangement (TV-Film)

Bühnenauftritte (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1969: The Prime of Miss Jean Brodie – Theatre Royal, Lincoln
  • 1969: Hamlet (The Tragedy of Hamlet, Prince of Denmark) – als Ophelia; Theatre Royal, Lincoln
  • 1973: Wholesome Glory – Theatre Upstairs, London
  • 1973: The Pope’s Wedding – Bush Theatre, London
  • 1974: The Anchor – als Sylvia; Theatre Upstairs, London
  • 1974: The King – als Guinevere; Shaw Theatre, London
  • 1977: Abigail’s Party – als Abigail; Hampstead Theatre Club, London
  • 1979: Joking Apart – als Anthea; Globe Theatre, London
  • 1979: Onkel Wanja (Дядя Ваня) – als Sonya; Hampstead Theatre Club, London
  • 1992: The Rise and Fall of Little Voice – als Mari Hoff; Cottesloe Theatre, später Aldwych Theatre, London

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christina Patterson: Alison Steadman: 'I hear the character in my head'. In: The Independent, 13. März 2009
  2. a b Roya Nikkhah: Alison Steadman: We’ve all got a bit of Beverly in us. In: The Daily Telegraph, 8. April 2012