Alkydharzlack

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Alkydharzlacke (oder kurz Alkydlacke, bzw. -farben) sind geeignet für Holz oder Metall, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Ihre Eigenschaften lassen sich gezielt durch die beim Herstellungsprozess eingesetzten Grundstoffe einstellen. Der Begriff Alkyd wurde bereits 1927 durch R. H. Kienle eingeführt und setzt sich aus Alkohol und acid zusammen. Durch diese „künstliche“ Herstellung im Gegensatz zu den bis dato gebräuchlichen Naturharzen spricht man im Zusammenhang mit Alkydharzlacken auch vom Kunstharz.

Grundlage beim Herstellungsprozess ist die Veresterung von mehrwertigen Alkoholen mit Fettsäuren/Ölen. Man unterteilt in kurz-, mittel- und langölige Alkydharze und darüber hinaus in trocknende und nicht-trocknende Alkydharze. Trocknende Alkydharze werden im Heimwerkerbereich als klassischer Malerlack eingesetzt. Die nicht-trocknenden Alkydharze sind Grundlage für Lacksysteme, in denen sie Reaktionspartner sind (zum Beispiel Einbrennlacke im Automobilsektor).

Als Veresterungspartner für die Polyalkohole (zum Beispiel Glycerin) und die Säureanhydride kommen bekannte Öle wie Leinöl, Rizinusöl oder Olivenöl zum Einsatz.

Um die Alkydharzlacke noch weiter an die Bedürfnisse anzupassen, unterzieht man sie der sogenannten Modifikation. Dabei werden weitere Reaktionspartner eingebaut, die die spätere Vernetzung beim Trocknungs-/Härtungsprozess in die gewünschte Richtung beeinflussen. Die letzten Entwicklungsschritte gingen in Richtung wasserbasierende Systeme und festkörperreiche Lacke.

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