Alla Kuschnir

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Alla Kushnir (chess player).jpg
Alla Kuschnir, Wijk aan Zee 1976
Verband SowjetunionSowjetunion Sowjetunion (1972 bis 1973)
IsraelIsrael Israel (ab 1975)
Geboren 11. August 1941
Moskau, Sowjetunion
Gestorben 2. August 2013
Tel Aviv, Israel
Titel Internationaler Meister der Frauen (1962)
Großmeister der Frauen (1976)
Beste Elo-Zahl 2430 (Januar 1990 bis August 2013)

Alla Schulimowna Kuschnir (hebräisch: אלה שולימובנה קושניר; Russisch: Алла Шулимовна Кушнир; * 11. August 1941 in Moskau; † 2. August 2013 in Tel Aviv) war eine russisch-israelische Schachspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Sie war Schach-Vizeweltmeisterin in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren und Meisterin der Sowjetunion der Frauen im Jahre 1970. Dreimal war sie Herausforderin der Weltmeisterin Nona Gaprindaschwili. Sie verlor 1965 in Riga, 1969 in Tiflis / Moskau und 1972 in Riga.

Sie emigrierte 1974 nach Israel und vertrat seitdem den israelischen Schachverband. 1976 wurde sie zur Schachgroßmeisterin der Frauen (WGM) ernannt. Im selben Jahr gewann sie punktgleich mit Elena Akhmilovskaya das Interzonenturnier Roosendaal 1976.

Später gab sie ihre Schachkarriere auf (nach 1979 spielte sie keine gewertete Partie mehr), studierte Archäologie und wurde Professorin an der Universität Tel Aviv.[1]

Sie lag von Juli 1972 bis Januar 1978 durchgehend auf dem zweiten Platz der Weltrangliste der Frauen.

Sie nahm an drei Schacholympiaden der Frauen teil. 1969 in Lublin und 1972 in Skopje gewann sie mit der Sowjetunion und erreichte jeweils das beste Einzelergebnis am zweiten Brett, 1976 in Haifa gewann sie mit Israel und erreichte das beste Einzelergebnis am ersten Brett.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alla Kuschnir – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alla Kushnir turns 70, Whychess.org, 11. August 2011
  2. Alla Kuschnirs Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)