Allach-Untermenzing

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48.211.452777777778Koordinaten: 48° 12′ 0″ N, 11° 27′ 10″ O

Allach-Untermenzing
Landeshauptstadt München
Postleitzahlen: 80995, 80997, 80999, 81247, 81249
Vorwahl: 089
Karte

Lage des Stadtbezirks 23 in München

Der Stadtbezirk 23 Allach-Untermenzing in München besteht aus der ehemaligen Gemeinde Untermenzing sowie weitgehend der ehemaligen Gemeinde Allach. Der Stadtbezirk weist noch Reste eines dörflichen Erscheinungsbilds auf. Er besteht seit 1938 und gehört damit zu den Stadtbezirken, die alle Neugliederungen überstanden.

Lage[Bearbeiten]

Der Bezirk liegt im äußersten Nordwesten der Stadt und zieht sich beiderseits der Würm flussabwärts von der Bezirksgrenze zu Obermenzing (Stadtbezirk 21 Pasing-Obermenzing) im Süden bis zur Stadtgrenze im Norden. Seit der Neugliederung 1992 bildet im Osten die Dachauer Straße die Grenze, nachdem die Bereiche des Rangierbahnhofes München-Nord, die auf Allacher Flur stehen, zum Stadtbezirk 10 Moosach geschlagen wurden.

Bezirksteile[Bearbeiten]

Allach[Bearbeiten]

Die Aubinger Pfarrei vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. In der Konradinischen Matrikel von 1315 erwähnte Filialen in rot, später erwähnte in violett, die Würm in blau. Langwied und Friedenheim gehörten teilweise zur Pfarrei. Von St. Quirin bis St. Ulrich (Laim) sind es gut 6,5 km Luftlinie.

Allach wurde erstmals urkundlich am 30. März 774 als Ahaloh erwähnt. Der Name bedeutet Wald am Wasser, da „aha“ = Wasser und „loh“ = Wald bedeutet. „Loh“ wurde im Laufe der Zeit zu „-lach“ abgeschliffen. Allach gehört zu den ältesten selbständigen Gemeinden Bayerns; bereits zum Zeitpunkt der urkundlichen Ersterwähnung ein landgerichtlicher Ort, behielt Allach mit Ausnahme der Jahre 1678 bis 1702. Landschaftlich und politisch wurde Allach an Dachau angebunden. Erst nachdem das Landgericht München 1803 neu errichtet wurde, kam Allach zum Landgerichtsbezirk München. 1678 wurde Allach in die neu geschaffene Hofmark Menzing eingegliedert, die Anton von Berchem übertragen wurde. 1702, zwei Jahre nach dem Tod Berchems, fiel die Hofmark Menzing wieder an das Kurfürstentum zurück, so dass Allach wieder seinen alten Status als landgerichtlicher Ort zurückerhielt. 1818 wurde Allach selbständige Gemeinde im modernen Sinn.

Nachdem 1867 die Eisenbahnlinie München – Ingolstadt, heute Teil der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München, eröffnet wurde, wuchs Allach rasch. Es entstanden entlang der Bahnstrecke sowie aus Emissionsschutzgründen östlich des Dorfkernes um die Pfarrkirche St. Peter und Paul (heute Eversbuschstraße 195) (Windrichtung aus West!) Industrie- und Gewerbegebiete. So entstand das Dampfsägewerk Kirsch, die Diamalt-Fabrik, die Firmen Krauss-Maffei und BMW (ab 1936 Motorenbau für Junkers). Allach wurde auf Grundlage des Vertrages vom 27. Oktober 1938 am 1. Dezember 1938 in die Stadt München eingemeindet.[1]

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in Allach an Stelle der heutigen Siedlung Ludwigsfeld das Außenlager Allach, eine Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau, überwiegend um dem BMW-Werk II kostengünstig Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Unter anderem bestand auf der nicht fertiggestellten Autobahn, die nördlich von Allach verlief, ein Kriegsgefangenenlager mit 1300 Gefangenen.

Entwurf für ein Wappen für die Gemeinde Allach[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg hatten Gemeinden über 4000 Einwohner das Recht ein eigenes Wappen anzunehmen. Die Gemeinde Allach wollte sich, wie Untermenzing bereits 1934, ein Wappen annehmen. Otto Hupp entwarf im Auftrag der Gemeinde und des Bayerischen Staatsministeriums des Innern ein Wappen: In Silber ein grüner, von einem silbernen Querbach durchflossener Schildfuß, aus dem zwischen zwei grünen Eichbäumen ein goldener Bischofsstab aufwächst. Die Symbolik des Wappens vereinigt also die Erinnerung an die Loh mit der Zugehörigkeit zum Bistum Freising und verbindet dieses mit der Lage an der Würm.

Wohl 1934, ein genaues Datum trägt das Dokument nicht, möchte der Gemeinderat das Wappen dem Hauptstaatsarchiv zur Prüfung vorliegen. Danach geschieht offenbar nichts mehr. Über die Gründe, die zum Stillstand des eigentlich vollständig durchlaufenen Verfahrens führten, kann nur spekuliert werden. Helmuth Stahleder vermutet die bereits vier Jahre spätere Eingemeindung [2].

Neue Stadtteile der ehemaligen Gemeinde Allach im heutigen Stadtbezirk[Bearbeiten]

  • Angerloh-Siedlung: Krauss-Maffei errichtete in der Rueß- und Manzostraße 1952 bis 1972 eine privatwirtschaftlich geführte Werkssiedlung für ihre Werksangehörigen. Der Name „Angerloh-Siedlung“ beschreibt die Lage der Siedlung südlich des Waldes Angerlohe.
  • Beer-Siedlung: Ebenfalls südlich der Angerlohe errichtet der Bauunternehmer Korbinian Beer 1937 eine Einfamilienhaussiedlung. Die Beer-Siedlung ist die letzte Siedlung der Gemeinde Allach vor deren Eingemeindung.
  • Gerberau: Nachdem ab 1938 BMW sein Flugzeugmotorenwerk im nördlichen Teil des Allacher Forstes errichtete, entstand westlich des Werkes und der Bahnlinie München – Ingolstadt eine BMW-Werkssiedlung, die nach dem Oberbaurat Brückenbaudirektor Heinrich Gerber, nach dessen Entwurf die 1944 zerstörte Halle des Münchner Hauptbahnhofs gebaut wurde, benannt wurde. Gleichzeitig war Heinrich Gerber Gründer des MAN-Stammwerkes Gustavsburg. Nachdem das Werk durch MAN übernommen wurde, erhielt die Siedlung den Namen „Gerberau“, der 1957 amtlicher Ortsname wurde. Gleichzeitig benannte der Stadtrat die Haupterschließungsstraße „Gerberau“ nach ihm. Die Gerberau zeichnet sich durch eine eigene Infrastruktur aus, nachdem vor 1960 die Gemeinde Karlsfeld erheblich näher als die Bebauungsgrenze Münchens war. So entstand im Oktober 1948 eine Volksschule für die BMW- Wohnsiedlung Karlsfeld, die dann durch die 1963/65 errichtete Verbandsvolksschule der Landeshauptstadt mit der Gemeinde Karlsfeld ersetzt wurde. Der S-Bahnhof Karlsfeld befindet sich nicht komplett in Karlsfeld, sondern teilweise in der Gerberau auf Allacher Flur.
  • Waldkolonie: Die sog. Waldkolonie entstand als Facharbeitersiedlung von Krauss-Maffei und wurde nach den ersten Handwerkern, die sich dort niedergelassen hatten, auch Sachsensiedlung genannt. Der Siedlungsbau war für die damalige Zeit (um 1900) sehr fortschrittlich. Man kanalisierte die Häuser, lange bevor der Rest Allachs an die städtische Kanalisation angeschlossen wurde. Die typischen Doppelhäuser waren klein, aber funktionell und jede Familie hatte einen kleinen Garten. Durch Abriss, Nachverdichtung und unsensible Renovierungen ist viel vom ursprünglichen Charme verloren gegangen.

Untermenzing[Bearbeiten]

Untermenzing entstand durch eine Teilung des am 6. November 817 erstmals urkundlich erwähnten Menzing. Der bereits als Mezinga (sic!) ersterwähnten Ort erhielt seinen Namen von einem Mann, der den Namen Manzo/Manzio/Menzio/Mennisco trug.

In der Konradinischen Matrikel von 1315 ist erstmals die Rede von duo menzing. Damit gilt 1315 als Geburtsjahr Untermenzings, denn bis dahin dürften die aufgrund von Besitzübergaben erfolgten Ortsnennungen Obermenzing betroffen haben, nachdem nach dem Urbar von 1397 das Kloster Wessobrunn mit zwei Gütern im heutigen Untermenzing um den neuzeitlichen Ortskern um die Pfarrkirche St. Martin (heute Eversbuschstraße 11) nennt, im heutigen Obermenzing dagegen elf Güter. Wenig später wurde Untermenzing der herzoglichen Hofmark Menzing einverleibt, die 1442 erstmals erwähnt wird.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Untermenzing beim Schwedeneinfall im Mai 1632 zu 50 Prozent zerstört: die Schweden brannten 16 Häuser nieder. Als Baron Anton von Berchem 1676 die Hofmark Menzing übernahm, waren bereits wieder 31 Anwesen bewohnt, also so viele wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. Die Einwohnerzahl von Untermenzing blieb – im Gegensatz zu der von Allach – konstant: 1809 hatte sich die Zahl der Anwesen nur um vier auf 35 erhöht. 1818 wurde Untermenzing zur selbständigen Gemeinde erhoben.

Obwohl Untermenzing auch an der 1867 eröffneten Eisenbahnlinie München–Ingolstadt liegt, konnte die Gemeinde nicht von einer industriellen Entwicklung profitieren, wie es Allach tat. Das hängt vor allem mit dem fehlenden Bahnhof zusammen, den Untermenzing als Haltepunkt der S-Bahn erst am 11. Dezember 2005[3] im Rahmen des Ausbaus zur Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München erhielt. Dennoch wuchs Untermenzing rasch: Während das Straßendorf 1855 erst 266 Einwohner zählte, so stieg ihre Zahl bis 1900 auf 384 an. 1925 zählte man bereits 1662 und im Jahr der Eingemeindung 1938 schließlich 4800 Einwohner. Untermenzing wurde auf Grundlage des Vertrages vom 27. Oktober 1938 am 1. Dezember 1938 in die Stadt München eingemeindet.[1]

Wappen der ehemaligen Gemeinde Untermenzing[Bearbeiten]

Wappen

Nachdem der Gemeinderat am 30. Mai 1934 beschloss, ein Wappen anzunehmen und vorliegenden Entwurf zur Genehmigung einzureichen, erteilte das Ministerium des Innern am 1. Dezember 1934 die Genehmigung zur Führung des Wappens.

Beschreibung: Geteilter Schild, obere Hälfte dreifaches Schach in Rot und Silber; untere Hälfte ein schwarzes unterschlächtiges halbes Mühlenrad auf Gold.

Nach der Eingemeindung in die Stadt München 1938 besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens.

Allgemeines[Bearbeiten]

Sozialstruktur[Bearbeiten]

Die Sozialstruktur ist deutlich durch Mehrpersonenhaushalte mit Kindern dominiert. Während bis in die 1960er Jahre die Arbeiterschaft vorherrschte, die vor allem in Allach zu finden war, so sind heute im gesamten Stadtbezirk Angestellte mit über 50 Prozent vertreten. Dabei hat sich allerdings die soziale Schichtung im Stadtbezirk nicht verändert. Für die nahe Zukunft lässt die Altersverteilung eine Zunahme der Personen im Rentenalter erwarten, die allerdings durch die starke Präsenz der heute 25- bis 35-Jährigen bzw. unter 15-Jährigen ausgeglichen werden sollte. Insbesondere Untermenzing ist traditionell eher von Einfamiliensiedlungen geprägt. Nur im Bereich südlich der Angerlohe sowie um die Manzo- und Allacher Straße sind größere Siedlungsbereiche mit Geschosswohnungsbau situiert. Der südlich angrenzende Bezirksteil Hartmannshofen zählt wie auch die meisten Siedlungsbereiche westlich der Würm zu den guten Wohnlagen Münchens. Zwischen 1946 und 1970 war eine rege Bautätigkeit vorhanden. In der entstandenen Wohnbebauung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, durchsetzt mit Reihenhaus- und Eigentumswohnanlagen ließen sich zuerst vor allem Flüchtlinge nieder, die in den Allacher Flüchtlingslagern untergekommen waren. Dennoch weist der Stadtbezirk einen hohen Grünflächenanteil auf, der zusammen mit den gewachsenen Wohngebieten mit noch weitgehend Gartenstadtcharakter, einen eher ländlichen Eindruck macht. Die Bevölkerungsdichte des Stadtbezirkes ist die zweitdünnste in München. Der Ausländeranteil liegt mit 19 Prozent deutlich unter dem städtischen Durchschnitt.

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten]

Während Untermenzing kaum Gewerbe aufweist, besitzt Allach mit fast 200 ha die höchste Industrie- und Gewerbeflächenballung im Stadtgebiet. Dabei stellen die Firmen MAN, MTU und Krauss-Maffei mehr als drei Viertel der gut 25.000 Arbeitsplätze des Stadtbezirkes bereit. Mit dem Niedergang des verarbeitenden Gewerbes liegen immer mehr Flächen brach, die anfangs von MAN und mtu genutzt werden konnten. Somit ist -ähnlich wie in Freimann- die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte erforderlich. Durch die Aufgabe von Betrieben des Handwerks und des verarbeitenden Gewerbes dominieren inzwischen im Stadtbezirk Einzelhandel und Dienstleistungssektor, deren größter Betrieb die Deutsche Telekom ist. Daneben sind noch eine größere Anzahl von landwirtschaftlichen Betrieben vorhanden.

Im Herbst 2011 beantragte die Firma Air Liquide in dem Allacher Industriegebiet an der Ludwigsfelder Straße eine Genehmigung für die Errichtung eines Gaslagers und Gasabfüllwerks, dass aufgrund der dort gelagerten Stoffe unter die Störfallverordnung gefallen wäre. Diese Anlage hätte sich in geringem Abstand von etwa 200 Metern zur Wohnbebauung befunden, woraufhin sich in der Bevölkerung des Stadtbezirks, aber auch der betroffenen Nachbarbezirke, heftiger Widerstand regte. Hierbei schlossen sich die Betroffenen zu einer Bürgerinitiative zusammen. Im April 2012 zog die Firma ihren Antrag offiziell zurück.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

S-Bahnhof Allach in Richtung Dachau

Im Individualverkehr besitzt der Stadtbezirk als wichtigste Nord-Süd-Verbindung die Eversbuschstraße. Damit ist der Charakter Allachs und Untermenzings als Straßendörfer noch heute deutlich sichtbar. Als Ost-West-Verbindungen sind die Ludwigsfelder Straße, die Allach in Richtung Osten / Stadtmitte verbindet, und die Von-Kahr-Straße, die eine verbindende Funktion für Untermenzing übernimmt, zu nennen. Nachdem insbesondere nach Allach ein Einpendlerüberschuss festzustellen ist, der zusätzlich zum Auspendlerverkehr Richtung Innenstadt aufkommt, ist das Straßennetz über seine Grenzen hinaus belastet. Die A99 – Autobahnring München-Nordwest mit der Eschenrieder Spange hat zwar eine Entlastung gebracht, die aber durch Neubautätigkeiten wieder ausgeglichen werden sollte. Entlastungskonzepte sind zwar im Gespräch, aber noch weit von einer Realisierung entfernt.

Im öffentlichen Nahverkehr ist Allach-Untermenzing vor allem durch die S-Bahn-Linie 2 mit den Haltepunkten „Untermenzing“ und „Karlsfeld“ sowie dem Bahnhof Allach erschlossen. MVG-Buslinien leisten Zubringerdienste zur S-Bahn. Ein weiterer Ausbau des Netzes ist derzeit nicht geplant oder in Diskussion.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Wichtige öffentliche Einrichtungen besitzt der Stadtbezirk nicht. Die Carl-Spitzweg-Realschule und das Louise-Schroeder-Gymnasium sind die wichtigsten Bildungseinrichtungen im Stadtbezirk.

Naherholung und ökologische Ausgleichsflächen[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk ist durch eine Reihe von Grünflächen, vor allem an der Würm, geprägt. Mit dem Allacher Forst und der Angerlohe bietet der Stadtbezirk weitere ökologische Ausgleichs- und Erholungsflächen. Insbesondere der Allacher Forst ist ein inzwischen so seltener Auwald, dass nach massiven Protesten aus der Bevölkerung und der Fachkreise die A99-Autobahnring München Nordwest im sogenannten „Tunnel Allach“ den Allacher Forst unterfährt.

Das Allacher Sommerbad

Nach dem Baubeginn im Frühjahr 1938 wurde der Bau nach kurzer Zeit wieder gestoppt, da Pläne aus dem Jahr 1937 für den Autobahnring (jetzt A 99) und den Rangierbahnhof dem Bad Konkurrenz machten. Infolge heftiger Proteste der Gemeinde und der Bürger wurden die Bauarbeiten nach drei Monaten wieder aufgenommen. In einer Zeitungsnotiz vom 5. August 1938 wurde schließlich über die Fertigstellung des Bades berichtet, wobei insbesondere die beispielhafte Gemeinschaftsleistung und der massenhafte Besucherandrang hervorgehoben wurden [5]. Im August 1938 wurde das Bad eröffnet. Es wurde unmittelbar am Rande des damaligen Dorfkerns an der Eversbuschstraße von den Allacher Bürgern in Eigenregie gebaut. Aus diesem Grund wurde im Eingemeindevertrag der Gemeinde Allach in die Stadt München vom 27. Oktober 1938 festgelegt, dass „Benützer des Gemeindebades, welche zu dessen Erstellung Gemeinschaftsarbeit geleistet haben, gegen Vorzeigen eines von der Gemeindeverwaltung Allach beziehungsweise der Stadtverwaltung München ausgestellten Lichtbildausweises in den Rechnungsjahren 1939 und 1940 freien Eintritt [haben]“. Somit wurde eine zweijährige unentgeltliche Nutzung des Bades für alle Bauhelfer festgesetzt. Andere Besucher bezahlten in dieser Zeit Gebühren zwischen zehn und vierzig Reichspfennig.

1993 wollte die Stadt das Allacher Bad aus Kostenersparnisgründen schließen. Die Schließung konnte durch das Engagement der Bürger für ihr Bad, dem Bezirksausschuss und einiger Politiker der CSU im Münchner Westen verhindert werden.

2001 wurde das Bad von einer privaten Bürgerinitiative, mit Unterstützung durch den Bezirksausschuss und die Allach-Untermenzinger Bürgervereinigung mit einem Beachvolleyballplatz ausgestattet.

2003 wurde das Bad von den Stadtwerken geschlossen. Danach wurde es zunächst unter der Verwaltung der Allach-Untermenzinger Bürgervereinigung privat weiterbetrieben bis die Firma Bad Allach gemeinnützige AG gegründet wurde, die das Bad bis 2008 betrieben hat.

2009 wurde das Bad abgerissen, nachdem der Pachtvertrag der Bad Allach gemeinnützige AG mit den Stadtwerken München ausgelaufen war. Auf dem Gelände ist nun ein öffentlich zugängliches Freizeitgelände.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten]


(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einwohner davon Ausländer Fläche in ha EW pro ha Quelle mit weiteren Daten
2000 026.680 04.652 (17,4 %) 01.545,75 017 Statistisches Taschenbuch München 2001. pdf-Download
2001 026.794 04.647 (17,3 %) 01.545,75 017 Statistisches Taschenbuch München 2002. pdf-Download
2002 026.903 04.611 (17,1 %) 01.545,75 017 Statistisches Taschenbuch München 2003. pdf-Download
2003 026.977 04.450 (16,5 %) 01.545,73 017 Statistisches Taschenbuch München 2004. pdf-Download
2004 027.374 04.666 (17,0 %) 01.545,15 018 Statistisches Taschenbuch München 2005. pdf-Download
2005 027.586 04.671 (16,9 %) 01.545,02 018 Statistisches Taschenbuch München 2006. pdf-Download
2006 027.730 04.498 (16,2 %) 01.545,02 018 Statistisches Taschenbuch München 2007. pdf-Download
2007 028.165 04.540 (16,1 %) 01.545,02 018 Statistisches Taschenbuch München 2008. pdf-Download
2008 028.796 04.646 (16,1 %) 01.545,17 019 Statistisches Taschenbuch München 2009. pdf-Download
2009 028.732 04.480 (15,6 %) 01.545,17 019 Statistisches Taschenbuch München 2010. pdf-Download
2010 029.161 04.639 (15,9 %) 01.545,17 019 Statistisches Taschenbuch München 2011. pdf-Download
2011 029.693 04.933 (16,6 %) 01.545,17 019 Statistisches Taschenbuch München 2012. pdf-Download
2012 030.393 05.396 (17,8 %) 01.545,17 020 Statistisches Taschenbuch München 2013. pdf-Download

Politik[Bearbeiten]

Bezirksausschusswahl März 2008
(Stimmen in Prozent) [6]
 %
50
40
30
20
10
0
47,1 %
32,9 %
13,1 %
6,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2002 [6]
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,2 %p
-1,9 %p
+3,5 %p
+2,6 %p

Dem Bezirksausschuss gehören 17 Mitglieder an, davon CSU 8 Sitze, SPD 6 Sitze, GRÜNE 2 Sitze und FDP 1 Sitz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 601
  2. Stahleder 2001, S.17
  3. Verbundbericht 2005 (PDF; 4,1 MB) des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes; Abgerufen am 10. Juni 2011
  4. Bürgerinitiative "Gegen Giftgas im Münchner Westen"
  5. Ernst Rudolph, „Allach-Untermenzing, die Geschichte eines Stadtteils“, Buchendorfer Verlag 1997
  6. a b muenchen.de - Bezirksausschusswahl 2008, abgerufen am 17. Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Allach-Untermenzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  •  Florian Breu: Die Münchener Stadtbezirke nach der Stadtgebietsneugliederung. In: Münchener Statistik. Nr. 1, 1996, ISSN 0171-0583, S. 1-14.
  •  Klaus Gallas: München. Von der welfischen Gründung Heinrichs des Löwen bis zur Gegenwart: Kunst, Kultur, Geschichte. DuMont, Köln 1979, ISBN 3-7701-1094-3 (DuMont-Dokumente: DuMont-Kunst-Reiseführer).
  •  Ernst Rudolph: Allach-Untermenzing. Die Geschichte eines Stadtteils. Buchendorfer Verlag, München 1997, ISBN 3-927984-69-8.
  • Ernst Rudolph: München Allach-Untermenzing. Die Geschichte eines Stadtteils, mit einem Spaziergang "Allach und Untermenzing" und einer Fahrradtour durch Allach, MünchenVerlag, München 2012, 2. völlig überarbeitete Auflage, ISBN 978-3-937090-55-9
  •  Helmuth Stahleder: Von Allach bis Zamilapark. Namen und historische Grunddaten zur Geschichte Münchens und seiner eingemeindeten Vororte. Hrsg. v. Stadtarchiv München. Buchendorfer Verlag, München 2001, ISBN 3-934036-46-5.