Allelopathie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Allelopathie ist ein Teilgebiet der chemischen Ökologie. Sie befasst sich mit den Wechselwirkungen, die durch die Abgabe von selbst produzierten oder beim Zerfall freigesetzten chemischen Verbindungen (allelochemicals) zwischen Pflanzen derselben oder verschiedener Arten, Pflanzen und Mikroorganismen bzw. Pflanzen und Pilzen induziert werden, der Synthese, Verteilung, Persistenz und der Wirkung dieser Stoffe im Empfängerorganismus.

Allelochemikalien sind in der Regel Produkte des pflanzlichen Sekundärstoffwechsels und werden aus einigen wenigen Ausgangssubstanzen (aromatische Aminosäuren, einige andere) synthetisiert. Ihre Verbreitung erfolgt in gasförmiger (Verdunstung), flüssiger (Wurzelexsudate, Auslaugen durch Regen, Nebel, Tau) oder fester Form (verrottende Pflanzen bzw. Pflanzenteile).

Auf Initiative Indiens wurde 1994 die International Allelopathy Society (IAS) gegründet. Sie soll Forschungen und Erkenntnisse zur Allelopathie weltweit fördern und verbreiten.

Beispiel[Bearbeiten]

Allelopathie bei Juglans regia

Ein klassisches Beispiel für allelopathische Wirkung ist die vom Echten Walnussbaum (Juglans regia) abgegebene Substanz Juglon. Diese gelangt von den Blättern des Baumes über Auswaschung in den Boden. Diese zunächst inaktive Form wird dort von Bodenmikroben umgewandelt und in ihre aktive Form überführt. Juglon wirkt bereits in sehr geringen Konzentrationen hemmend auf die Keimung anderer Pflanzen.

Ebenso wie negative Wirkungen können auch positive, fördernde Effekte im Empfängerorganismus ausgelöst werden.

Weblink[Bearbeiten]