Allen J. Bard

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Allen Joseph Bard (* 18. Dezember 1933 in New York City) ist ein US-amerikanischer Chemiker, der sich vor allem mit Elektrochemie befasst.

Bard besuchte 1948 bis 1951 die Bronx High School of Science, studierte am City College of New York (Bachelor-Abschluss 1955) und der Harvard University, wo er 1956 seinen Master-Abschluss machte und 1958 promoviert wurde. Ab 1958 war er an der University of Texas at Austin, wo er als Professor den Rest seiner Karriere blieb. Seit 1985 war er dort Hackerman-Welch-Regents Professor. 1973 war er Gastwissenschaftler in Paris im Labor von Jean-Michel Savéant und 1977 am Caltech und 1988 Gastprofessor in Harvard.

Bard entwickelte das Scanning Electrochemical Microscope, das chemische Bilder von Oberflächen liefert und Anwendungen in der chemischen Nanotechnik und Medizin hat, wie Bilder von Transportwegen von Chemikalien auf der Hautoberfläche, Erkennen von Krebszellen oder lithographische Musterbildung auf Oberflächen.[1]

Er betreute 70 Doktoranden und veröffentlichte über 800 wissenschaftliche Aufsätze (2010). Außerdem hält er 23 Patente.

1982 bis 2001 war er Herausgeber des Journal of the American Chemical Society. 2002 erhielt er die Priestley-Medaille und 2008 den Wolf-Preis in Chemie. Für 2011 wurde ihm die National Medal of Science zugesprochen, für 2014 der Enrico-Fermi-Preis. Bard ist auch gemeinsam mit Martin Stratmann Herausgeber einer elfbändigen Encyclopedia of Electrochemistry, die beim Verlag Wiley-VCH erschienen ist.[2]

Schriften[Bearbeiten]

  • Chemical Equilibrium. Harper and Row, New York 1966
  • mit Larry R. Faulkner: Electrochemical Methods. Fundamentals and Applications. 1980, 2. Auflage, Wiley 2001
  • Integrated chemical systems. A chemical approach to Nanotechnology. Wiley 1994
  • mit Michael Mirkin (Herausgeber): Scanning electrochemical microscopy. Marcel Dekker 2001

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Universität Texas zum Wolf-Preis für Bard
  2. Seite über die beiden Herausgeber der Enzyklopädie