Allen Jenkins

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Allen Jenkins (* 9. April 1900 in Staten Island, New York als David Allen Curtis Jenkins; † 20. Juli 1974 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Allen Jenkins Eltern arbeiteten als Schauspieler in Musicalkomödien in New York. Nach seinem Schulbesuch war Jenkins zunächst für die Vereinigten Staaten im Ersten Weltkrieg, später arbeitete er als Bühnenbildner. Durch diese Arbeit fand er Interesse an der Schauspielerei und studierte an der American Academy of Dramatic Arts.[1] Er gab sein Debüt am Broadway im Dezember 1922 im Stück Secrets und trat dort in den nächsten Jahren regelmäßig auf. 1928 spielte er in der Originalbesetzung des Broadwayhits The Front Page und 1931 ersetzte er Spencer Tracy für drei Wochen im Stück The Last Mile.

Sein Filmdebüt gab er 1931 im Kurzfilm Stright and Narrow, sein Durchbruch gelang Jenkins wenig später mit dem Gangsterfilm Jagd auf James A. sowie der Musicalkomödie Die 42. Straße. Meistens verkörperte er einfältige Kerle mit dem Herzen am rechten Fleck. Oftmals war er als Gangster, Taxifahrer oder Polizist zu sehen. Insgesamt trat Jenkins in den 1930er-Jahren in so vielen Filmen von Warner Brothers auf, dass man ihn scherzhaft den „fünften Warner Brother” nannte.[2] Er war befreundet mit seinen Filmkollegen James Cagney, Frank McHugh und Pat O’Brien, die auch zusammen als die „Irish Mafia” bekannt waren. Ebenso war er ein Mitglied der Screen Actors Guild. 1939 hatte er an der Seite von Marlene Dietrich und James Stewart eine Nebenrolle in der Westernkomödie Der große Bluff.

Allen Jenkins galt zeitweise als Alkoholiker, der mit seinem Geld nur schlecht umgehen konnte. Er ging mit seiner Krankheit in die Öffentlichkeit und gründete den ersten Verein der Anonymen Alkoholiker in Kalifornien.

Nach einem Einsatz im Zweiten Weltkrieg konnte Jenkins auch wegen seinen Alkoholproblemen an frühere Erfolge nicht mehr anknüpfen und musste sich meistens mit Auftritten in B-Filmen oder Fernsehserien begnügen. Im Fernsehen hatte er unter anderem eine Nebenrolle in der Sitcom Hey, Jeannie (1956). In den 1960er-Jahren konnte er nur noch schwer als Schauspieler arbeiten, da er zusehends blind wurde und so seine Bewegungsfreiheit auf der Bühne eingeschränkt war.[2] Jenkins arbeitete zwischenzeitlich als Werkzeugmacher und Autoverkäufer, teilweise auch in Schwarzarbeit. Im Jahre 1974 gab Billy Wilder ihm einen kleinen Auftritt als Telegrapher in seiner Komödie Extrablatt, einer Neuverfilmung des Stückes The Front Page, in dem Jenkins 46 Jahre zuvor in der Originalbesetzung mitgewirkt hatte.

Nur elf Tage nach dem Abdrehen dieser Szenen starb Jenkins an Lungenkrebs. Er war verheiratet mit Mary Landee, mit der er drei Kinder hatte. Seine Asche wurde verbrannt.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allen Jenkins. Matinee Classics, abgerufen am 13. Februar 2014 (englisch).
  2. a b Allen Jenkins. New York Times, abgerufen am 13. Februar 2014 (englisch, zitiert vom All Movie Guide).
  3. Kenneth McNeil: Allen Jenkins. Find A Grave, 16. Januar 2003, abgerufen am 13. Februar 2014 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]