Alles über meine Mutter

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Filmdaten
Deutscher Titel Alles über meine Mutter
Originaltitel Todo sobre mi madre
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Pedro Almodóvar
Drehbuch Pedro Almodóvar
Produktion Agustín Almodóvar, Michel Ruben
Musik Alberto Iglesias
Kamera Affonso Beato
Schnitt José Salcedo
Besetzung

Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre) ist ein Film des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar. Außer in dem Titel sind auch in der Handlung dieses Kinowerkes Parallelen zu Joseph L. MankiewiczAlles über Eva und zu John CassavetesDie erste Vorstellung zu deuten. In dem melodramatischen Inszenierungsaufbau sind zusätzliche Anleihen an Almodóvars Vorbild Douglas Sirk zu erkennen. Nach der Vorlage des Films entstand unter Mitarbeit von Almodóvar auch ein Theaterstück von Samuel Adamson, das am 25. August 2007 am Old Vic Theater in London Premiere hatte. Die deutsche Erstaufführung fand am 11. September 2009 am Wiener Volkstheater statt.

Im Jahr 2000 gewann das Drama in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film einen Oscar.

Handlung[Bearbeiten]

Die Krankenschwester Manuela kündigt ihre Stelle und verlässt Madrid. Sie sucht nach dem Unfalltod ihres 17-jährigen Sohnes Esteban den Vater, der von seinem Sohn nichts weiß und sich Lola nennt. Esteban hatte zuvor ein Manuskript mit dem Titel „Todo sobre mi madre“ geschrieben, in dem er bedauert, seinen Vater nie kennengelernt zu haben.

In Barcelona, wo Lola lebt, trifft Manuela auf Agrado, eine alte Freundin, die wie Lola ein Transvestit ist. Dort findet sie auch Huma Rojo wieder, eine lesbische Schauspielerin, die eine tragische Rolle bei Estebans Tod spielte, denn Esteban wurde auf der Jagd nach ihrem Autogramm von einem Auto überfahren. Und eine weitere Frau lenkt sie von ihrer Suche ab: Schwester María Rosa, die von der sexuell noch aktiven Lola geschwängert und mit HIV infiziert wurde. Die ehemalige Schauspielerin Manuela kümmert sich um die Frauen, nimmt eine Stelle bei Huma Rojo an, ersetzt deren drogensüchtige Geliebte Nina in dem Stück A Streetcar Named Desire (Endstation Sehnsucht), wird von den Erlebnissen von Trauer, Freundschaft und Liebe aufgesaugt und vergisst dabei die Suche nach Lola.

Bei der Beerdigung der verstorbenen Rosa trifft Manuela dann doch noch Lola, der sie endlich von dem gemeinsamen Sohn erzählen kann. Zusammen mit dem ebenfalls Esteban getauften Sohn Rosas verlässt Manuela Barcelona, kehrt für zwei Jahre nach Madrid zurück, um schließlich wieder nach Barcelona zu reisen.

Kritiken[Bearbeiten]

„In gewohnt präziser Weise entwirft Pedro Almodovar eine Reihe plastischer Frauenfiguren, die versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Im Vergleich zu seinen früheren Werken ist der Film leiser und unspektakulär inszeniert; selbst der Humor wurde den ernsthaften Episoden um Krankheit und Tod, Liebe und Lebensziele geopfert.“

Lexikon des Internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Pedro Almodóvars Film gewann über vierzig internationale Festival- und Kritikerpreise und war für über dreißig weitere nominiert. Eine Auswahl der gewonnenen Filmpreise:

Weblinks[Bearbeiten]