Alles auf Zucker!
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| Filmdaten | |
|---|---|
| Originaltitel: | Alles auf Zucker! |
| Produktionsland: | Deutschland |
| Erscheinungsjahr: | 2004 |
| Länge: | 95 Minuten |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Altersfreigabe: | FSK 6 |
| Stab | |
| Regie: | Dani Levy |
| Drehbuch: | Dani Levy, Holger Franke |
| Produktion: | Manuela Stehr |
| Musik: | Niki Reiser |
| Kamera: | Carl-Friedrich Koschnick |
| Schnitt: | Elena Bromund |
| Besetzung | |
|
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Alles auf Zucker! ist eine Filmkomödie von Dani Levy von 2004, die 2005 sechs Auszeichnungen bei dem erstmals durch die Deutsche Filmakademie verliehenen Deutschen Filmpreis gewann, darunter in den Hauptkategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“ und „Bester Hauptdarsteller“. Die Komödie spiegelt das Leben von Juden im modernen Deutschland wider.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Der arbeitslose ehemalige DDR-Sportreporter Jakob Zuckermann alias Jaeckie Zucker sieht sich schon lange nicht mehr als Jude. Der Berliner steckt tief in finanziellen Problemen, als ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter erreicht und mit ihr die Hoffnung auf eine Erbschaft, die ihm aus der Klemme helfen könnte. Das Testament trifft Zucker jedoch doppelt: Die Mutter hat bestimmt, dass im Anschluss an ihre Beerdigung in Berlin eine siebentägige Trauerzeit nach jüdischer Tradition ausgerichtet werden soll, und diese soll Zucker ausgerechnet gemeinsam mit seinem gläubigen Bruder Samuel aus dem Westen durchführen. Erst wenn sich die seit Jahrzehnten zerstrittenen Brüder im Rahmen der Trauerzeit wieder versöhnen, bekommen sie ihr Erbe.
Samuel reist mit seiner Frau Golda, dem tiefgläubigen Sohn Joshua und Tochter Lilly aus Frankfurt an. Jaeckies Frau Marlene bemüht sich zwar redlich, den Gästen eine 'jüdische' Bleibe sowie koscheres Essen zu bieten und ihre Kinder Thomas und Jana als ausreichend 'jüdisch' zu präsentieren, die Fassade ist aber schnell durchschaut. Jaeckie macht sich derweil vor allem Gedanken um ein anstehendes Billardturnier, das mit einem Preisgeld von 100.000 Euro versehen ist. Um teilnehmen zu können, stiehlt er sich mit einem Trick schon von der Beerdigung der Mutter fort: Er täuscht einen Herzinfarkt vor.
Marlene hält die Lügerei bald nicht mehr aus und beichtet den Gästen die Schwindeleien Jaeckies, auch dass ihre Ehe kriselt und dass sie in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Wider Erwarten trifft dieses Geständnis nicht auf Entrüstung und Verdammung, denn auch die Zuckermanns sind finanziell auf das Erbe der Mutter angewiesen. Jaeckie aber wurde beim Turnier mittlerweile disqualifiziert und bekommt bei dem ganzen Stress jetzt tatsächlich einen Herzinfarkt und fällt kurzzeitig sogar in ein Koma.
Am Ende halten die beiden ungleichen Familien doch zusammen, denn es gilt zu verhindern, dass die Erbschaft an die jüdische Gemeinde fällt, wenn sie sich nicht einigen.
[Bearbeiten] Erfolg
Der im Auftrag des WDR in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und ARTE entstandene Film war ein großer Überraschungserfolg nicht nur bei der Kritik, sondern auch bei den Zuschauern. Über 1.000.000 Zuschauer sahen sich den Film in den deutschen Kinos an.
In der Begründung zur Verleihung des Ernst-Lubitsch-Preises 2005 hieß es: „Die in den deutschen Kinos mit großem Erfolg laufende Komödie um die alltäglichen Sorgen und Nöte eines jüdischen Zockers stellt nach jahrzehntelanger Abstinenz eine Wiederbelebung des deutsch-jüdischen Lustspiels dar, das mit Ernst Lubitsch in den 10er- und 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts seine Blüte erlebt hatte. Levy persifliert mit spitzem und teilweise turbulentem Witz, der zwischen Slapstick und Zweideutigkeiten changiert, jüdische Traditionen und menschliche Schwächen und steht damit in bester Tradition Lubitschscher Komödienkunst.“
[Bearbeiten] Auszeichnungen
[Bearbeiten] Deutscher Filmpreis
Der Film erwies sich als der große Gewinner der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2005.
- Auszeichnungen
- Bester Spielfilm
- Beste Regie: Dani Levy
- Bestes Drehbuch: Holger Franke, Dani Levy
- Bester Hauptdarsteller: Henry Hübchen
- Bestes Kostümbild: Lucie Bates
- Beste Filmmusik: Niki Reiser
- Nominierungen
- Beste Hauptdarstellerin: Hannelore Elsner
- Bester Nebendarsteller: Udo Samel
- Bester Schnitt: Elena Bromund
- Beste Szenenbild: Christian M. Goldbeck
[Bearbeiten] Sonstige
- Ernst-Lubitsch-Preis 2005 für die beste komödiantische Leistung im deutschsprachigen Kino
- Preis für das "Beste Drehbuch" vom Verband der Deutschen Filmkritik für Holger Franke und Dani Levy
- Boxoffice Germany Award (Bogey) für mehr als 1000 Besucher pro Filmkopie am Startwochenende
- Publikumspreis, 7. Festival des Deutschen Films in Madrid
- Main Prize for best European Film, European Film Smiles Festival 2005, Mladá Boleslav, Tschechien
[Bearbeiten] Weblinks
- Alles auf Zucker! in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Alles auf Zucker! bei Filmportal.de
- Offizielle Homepage
- Filmheft der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung (PDF-Format)
- Homepage Deutscher Filmpreis 2005
- Presseschau auf film-zeit.de
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