Allgäu-Express

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Dieser Artikel befasst sich mit dem ehemaligen Allgäu-Express, kurz alex, vor 2007. Für das derzeitige Angebot siehe alex.

Der Allgäu-Express (abgekürzt alex) war der Name einer vom 14. Dezember 2003 bis zum 9. Dezember 2007 bestehenden Zuggattung, die das Allgäu mit München verband.

Geschichte[Bearbeiten]

alex in der zuletzt aktuellen und vom Nachfolger übernommenen Farbgebung

Bereits in den 1980er-Jahren gab es bei der Deutschen Bundesbahn einen D-Zug mit dem Namen Allgäu-Express.

Der alex war ab Betriebsaufnahme am 14. Dezember 2003 zunächst ein Gemeinschaftsunternehmen der Länderbahn und der SBB GmbH. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 übernahm die Länderbahn den Betrieb des alex in eigener Regie. Da inzwischen auch Züge zwischen München, Regensburg und Hof beziehungsweise Prag unter dem Namen alex verkehrten, stand die Abkürzung alex nunmehr für Arriva-Länderbahn-Express. Infolgedessen wurde auch ein neues Farbschema in Silber-Türkis eingeführt, das die ursprüngliche Lackierung in Weiß mit geometrischen Elementen in Blau und Rot abgelöst hat. Seit 2010 heißt der Zug unter Federführung der neuen Eigentümerin Netinera nur noch alex, die Bezeichnung Arriva-Länderbahn-Express entfiel.

In den Fahrplänen der Deutschen Bahn wurde für die Züge des Allgäu-Express die Abkürzung ALX verwendet. Seit Dezember 2007 galt dieses Kürzel für die alex-Züge auf allen Strecken.

Routen[Bearbeiten]

Linienführung des alex

Der alex ersetzte Teilabschnitte der zuvor eingestellten InterRegio-Linie DresdenHof (Saale)RegensburgMünchenOberstdorf.[1] So verkehrte der Alex zwischen München und Oberstdorf über Kaufering, Buchloe, Kaufbeuren und Kempten (Allgäu). Neu seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 wurden die Züge in Immenstadt geteilt; ein Teil fuhr nach Oberstdorf, der andere nach Lindau.

Die Züge verkehrten im Zwei-Stunden-Takt. Die Deutsche Bahn stellte aber in der Zwischenstunde moderne Regionalexpresszüge bereit, sodass die Strecke folglich einen Ein-Stunden-Takt aufweist. DB Regio und alex hatten eine Tarif- und Vertriebsgemeinschaft gebildet, somit konnten die Fahrgäste zwischen beiden Unternehmen frei wählen, welchen Zug sie benutzen wollten. Es wurden Fahrkarten des Nahverkehrs und des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) anerkannt. Auch das Bayern-Ticket war gültig.

Fahrzeugmaterial[Bearbeiten]

alex in ehemaliger Farbgebung

Das Wagenmaterial bestand aus ehemaligen Intercity-Abteilwagen Avmz111 (bei alex die Bezeichnung Am) und Bomz236 (bei alex die Bezeichnung Bm) der Deutschen Bahn. Jeder Zug führte einen alex-treff-Wagen (Bauart BRDpm bei alex), der aus einem Bomz236 umgebaut wurde. Dieser wies neu eine Theke, an der kleine Speisen und Getränke sowie Fahrkarten verkauft wurden und Informationen eingeholt werden konnten, einen Großraum 2. Klasse und einen Fahrradbereich auf. Außerdem wurden zwei Wagen der Bauart Amz210 der Deutschen Reichsbahn ins alex-Farbschema umlackiert, zur zweiten Klasse herabgestuft und als Bomz bezeichnet. Die dieselelektrischen Lokomotiven Typ ER 20 wurden von Dispolok angemietet. Seit Dezember 2007 kamen die zwölf ER 20 von Angel Trains mit der Baureihennummern 223 061 bis 223 072 und im neuen Farbschema Türkis-Silber zum Einsatz, die vorher benutzten ER 20 wurden zurückgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung Bayern schreibt IR-Linien neu aus. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2003, ISSN 1421-2811, S. 454.